Warnschuss für japanische Tauschbörsennutzer
Nach Klagen in den USA und Europa hat nun auch die japanische Musikindustrie P2P-Tauschbörsennutzer mit einer groß angelegten Aktion verwarnt.
Nach Klagen in den USA und Europa hat nun auch die japanische Musikindustrie P2P-Tauschbörsennutzer mit einer groß angelegten Aktion verwarnt. Die Recording Industry Association Japan hat nach eigenen Angaben seit dem 2. März mehrere hunderttausend Nutzer von Online-Tauschbörsen per Instant Messenger vor möglichen juristischen Folgen ihrer Aktivitäten gewarnt. Zugleich habe die Vereinigung rund 1200 Briefe an Universitäten und Junior Colleges geschickt, um die Netzwerkverwaltungen der Hochschulen auf die Problematik aufmerksam zu machen. Die Tageszeitung Nihon Keizai Shimbun berichtet unter Berufung auf informierte Kreise, die Industrievereinigung werde den Warnungen Klagen folgen lassen.
Über die Wirksamkeit der laufenden juristischen Offensive der Musikindustrie gibt es allerdings widersprüchliche Angaben. Die kürzlich vorgelegte Studie The state of music downloading and file-sharing online des Pew Internet & American Life Project und von Comscore Media Metrix ergibt, dass 14 Prozent der befragten US-Bürger sagen, sie hätten sich früher Musik aus dem Internet besorgt, würden dies aber nun nicht mehr tun. Der Anteil der Befragten entspricht etwa 17 Millionen US-Bürgern. Eine Reihe anderer Experten sehen aber einen weiteren Anstieg der Popularität von P2P-Diensten. (wst)