Halbleiter-Zulieferer Siltronic weiter in der Verlustzone
Vorstandschef Wilhelm Sittenthaler räumte ein, dass der Hersteller von Reinstsilizium-Wafern mit den Zahlen des ersten Quartals nicht zufrieden sein könne.
Der Halbleiter-Zulieferer und Börsenkandidat Siltronic steckt weiterhin in den roten Zahlen. Im ersten Quartal kam ein Verlust vor Zinsen und Steuern von 29 Millionen Euro zu Stande, nachdem im gleichen Zeitraum des Vorjahrs ein Verlust von 35 Millionen Euro verbucht wurde. Der Umsatz erhöhte sich binnen Jahresfrist nur leicht von 194 auf 196 Millionen Euro. Dabei belasteten vor allem Wechselkurs-Effekte die Erlöse.
Vorstandschef Wilhelm Sittenthaler räumte ein, dass Siltronic mit den Zahlen des ersten Quartals nicht zufrieden sein könne. Das Unternehmen spüre aber eine Belebung der Halbleitermärkte. Zudem griffen die im vergangenen Jahr eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen. Das lasse für das zweite Quartal eine Umsatzverbesserung erwarten.
Die Börsenpläne des Unternehmens, des größten nichtjapanischen Herstellers von Reinstsilizium-Wafern für die Halbleiterherstellung, liegen derzeit weiter auf Eis. Man wolle zunächst auf eine Stabilisierung des Marktumfeldes und auf eine Beruhigung der Kapitalmärkte warten. Ende März hatte Siltronic den ersten Versuch kurzfristig abgebrochen. Als Grund wurde die schlechte Börsenverfassung nach dem Terroranschlag in Madrid Mitte März angegeben. (dpa) / (jk)