Drobo FS: 20 Prozent Marge mit Einsteiger-NAS

Mit dem Drobo FS bringt Data Robotics einen Netzwerkspeicher für den Einsatz in kleinen Unternehmen sowie Small- und Home-Offices auf den Markt. Die NAS-Geräte sollen sich ohne Netzwerk- und RAID-Kenntnisse in Betrieb nehmen lassen und dem Handel einen attraktiven Gewinn bescheren.

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Von
  • Karl Fröhlich

Mit dem Ease-of-Use-Konzept des Drobo sollen Fachhändler den Speicherbedarf von Büros und kleinen Unternehmen erfüllen.

(Bild: Data Robotics)

Data Robotics erweitert seine Drobo-Serie um ein NAS-System – wobei der Hersteller selbst von einer File-Sharing-Lösung spricht. "Aus unserer Sicht werden mittlerweile sehr hohe Erwartungen an ein NAS gestellt", sagt Jim Sherhart, Senior Director of Marketing bei Data Robotics. Nicht, dass das neue Gerät nichts könnte, aber man wolle nicht in einem Topf mit dem eher unübersichtlichen Angebot diverser Marktbegleiter landen. Die amerikanische Technikschmiede spielt hier unter anderem auf Iomega an, deren Produkte gleichzeitig mit Medienserver- und VMware-Unterstützung protzen. Wobei sich aber keine der Zielgruppen richtig angesprochen fühlt.

Drobo FS lässt sich mit fünf SATA-II-Festplatten bestücken und ist mit einer GBit-Ethernet-Schnittstelle ausgestattet. Das Besondere an der Produktreihe ist die so genannte BeyondRAID-Technik. Der Benutzer muss nichts über RAID-Level wissen, das System konfiguriert sich von selbst. Sind nur zwei Laufwerke installiert, werden diese automatisch gespiegelt. Ab drei Festplatten arbeitet das Array als RAID-5-Verbund. Mit einem Mausklick kann der Anwender von einfacher auf doppelte Plattenredundanz umstellen. Dies schützt vor Datenverlust bei einem gleichzeitigen Ausfall von bis zu zwei Festplatten. "Speziell diese Funktion hatte sich schon als eines der Kaufkriterien des Drobo-S-Modells entwickelt", erklärt Sherhart. Das System lässt sich dabei auch mit Laufwerken unterschiedlicher Kapazität bestücken. Das Speichervolumen kann der Benutzer durch hinzufügen einer zusätzlichen Harddisk ohne weiteren Aufwand ausbauen. Sollte kein freier Einschub mehr verfügbar sein, besteht die Möglichkeit ein Drive kontrolliert zu entnehmen und durch eine größere Platte zu ersetzen.

Drobo FS ist ohne Festplatten ab der KW 16 zu einem VK von 519 Euro netto erhältlich. Ein 10-TByte-Bundle (5x 2-TByte-HDDs) kostet 1079 Euro. "Für den Handel ist eine Marge von zehn bis 20 Prozent kalkuliert", sagt Data-Robotics-Manager Sherhart. Mit dem kleinen NAS-Server können Reseller ein Segment adressieren, das gerade jetzt eine rasante Entwicklung verspricht. Das System ist einfach zu konfigurieren und der ideale File-Sharing-Speicher für kleine Unternehmen (vergleiche c't 10/2008, S. 66). Über optionale Zusatz-Tools (Apps) lassen sich ergänzende Funktionen hinzufügen, wie zum Beispiel die Replikation zweier Drobos. Hier könnten Wiederverkäufer beispielsweise einen Datenschutz-Service anbieten und die Kundendaten auf ein zweites Gerät replizieren, das in den Geschäftsräumen des Händlers steht.

Data Robotics ist mit seinen Produkten noch relativ unbekannt, dies ist für den Handel Segen und Fluch zugleich. Der Hersteller liefert lediglich über die zwei Distributoren Comline und Bell Micro aus. Einen Preiskrieg gibt es hier erstmal nicht. "Wir werden künftig mehr in Marketing investieren", verspricht Sherhart. "Wir wissen, dass wir noch sichtbarer werden müssen." Für die zweite Jahreshälfte sind weitere Neuvorstellungen geplant. Einerseits soll die Professional-Linie Zuwachs erhalten, andererseits die ersten Desktop-RAIDs mit USB 3.0 kommen. (map)