Fehler in AMDs K6

Hartnäckig halten sich Gerüchte, wonach AMDs Pentium-Konkurrent inkompatibel sei und zu Abstürzen neige.

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Von
  • Uwe Post

Hartnäckig halten sich Gerüchte, wonach AMDs Pentium-Konkurrent inkompatibel sei und zu Abstürzen neige. Allerdings mangelte es bislang an der Reproduzierbarkeit solcher Fehler. Das ist jetzt anders: Ältere K6 des Steppings B erzeugen durchschnittlich bei einer von zehn Linux-Kernel-Übersetzungen Illegal-Instruction-Fehler im Make-Programm. Der Fehler tritt aber nur bei einem Speicherausbau von mehr als 32 MByte auf.

Bei K6 neuerer Produktion, die jedoch immer noch als Revision B ausgewiesen sind, ist der Fehler nicht mehr nachweisbar. Ab Chargennummern von B 9731 (aufgedruckt auf der Oberseite des Prozessors, direkt unterhalb der Spannungsangabe) kann man davon ausgehen, daß der Fehler nicht mehr auftritt. Wir bestätigten dieses Verhalten in unserem Testlabor.

AMD erklärte, die Kundschaft werde derzeit nur noch mit verbesserten Prozessoren beliefert. Gewöhnlichen Betrieb unter Windows beeinträchtigt der nachgewiesene Bug nicht. Er steht auf der gleichen Stufe wie die zahlreichen kleineren Fehler, die beispielsweise auch bei Intels Pentium vorhanden sind und bei Maskenrevisionen jeweils beseitigt werden. Eine Anleitung zur Untersuchung der eigenen CPU unter Linux oder Windows befindet sich samt einiger Ergebnisse im Internet (http://www.creaweb.fr/bpc/k6bug.html). (up)