Erste LTE-Frequenzen in Ă–sterreich ausgeschrieben
Die österreichische Regulierungsbehörde hat Mobilfunk-Frequenzen im 2,6-GHz-Band ausgeschrieben. Sie sollen voraussichtlich im September versteigert werden.
Die österreichische Telekom Control Kommission (TKK) hat Mobilfunk-Frequenzen im 2,6-GHz-Band ausgeschrieben. Sie sollen durch ein anonymes, mehrstufiges Auktionsverfahren September vergeben werden. Die Frequenzen eignen sich insbesondere für die Versorgung dicht besiedelter Gebiete mit LTE. Es dürfen aber auch andere Funkstandards eingesetzt werden, sofern Datenübertragungsraten von mindestens 1 Mbit/s im Downstream und 256 kbit/s im Upstream erreicht werden.
Verfügbar sind 14 gepaarte Frequenzblöcke zu je zwei mal 5 MHz und zehn ungepaarte Frequenzblöcke zu je ein mal 5 MHz. Ein einzelner Bieter darf Nutzungsrechte fur höchstens acht gepaarte Blöcke erwerben. Inhaber von GSM-Frequenzen sind auf sechs beschränkt.
Die Summe der Mindestgebote beläuft sich auf 7,4 Millionen Euro. Jeder erfolgreiche Bieter muss mit seinem 2,6-GHz-Netz von 2014 bis 2026 die Wohnsitze von wenigstens einem Viertel der Einwohner des Landes versorgen; andernfalls drohen Strafzahlungen von bis zu 25 Millionen Euro pro Jahr. Um wettbewerbsbehindernde Blockaden von Frequenzen zu verhindern, ist auch für eine vorzeitige Rückgabe der Nutzungsrechte eine Vertragsstrafe von bis zu 15 Millionen Euro vorgesehen.
Über eine Freigabe der GSM-Frequenzen für andere Mobilfunkstandards und die zukünftige Nutzung der Digitalen Dividende (durch die Abschaltung der analogen Fernsehsender freigewordene Frequenzen, Anmerkung) ist in Österreich noch keine Entscheidung gefallen. Während in Deutschland die Frequenzrechte bereits versteigert werden, hat die österreichische Regulierungsbehörde erst zum Jahreswechsel eine Studie über Nutzungsmöglichkeiten in Auftrag gegeben. (anw)