Ericsson leidet unter schwachem Netzwerkgeschäft

Der Netzwerkausrüster musste weitere Gewinn- und Umsatzrückgänge hinnehmen: Die Carrier vor allem in Schwellenländern seinen noch vorsichtig mit Investitionen. Vor allem aber der Zuwachs beim mobilen Datenverkehr stimmt Ericsson optimistisch.

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  • JĂĽrgen Kuri

Der NetzwerkausrĂĽster Ericsson hat auch im ersten Quartal weniger verdient. Der Gewinn brach um 30 Prozent auf 1,3 Milliarden schwedische Kronen (135 Millionen Euro) ein. Der Umsatz sank um neun Prozent auf 45,1 Milliarden schwedische Kronen (4,694 Milliarden Euro).

Die Marktbedingungen hätten sich im ersten Quartal nicht geändert, sagte Ericsson-Chef Hans Vestberg. Vor allem Telekommunikationskonzerne in Schwellenländern hielten sich weiter mit Investitionen zurück. Seine Hoffnungen setzt Vestberg auf das mobile Internet.

Der mobile Datenverkehr sei im ersten Quartal hauptsächlich in Nordamerika und Westeuropa weiter angestiegen. Vor allem der Boom bei Smartphones und vergleichbaren Geräten hat laut Ericsson das Datenaufkommen in den Mobilnetzen wachsen lassen. In den nächsten fünf Jahren werde sich der mobile Datenverkehr jährlich verdoppeln, meinte Vestberg zu den Aussichten. Ericsson diskutiere mit immer mehr Carriern, wie sie ihre Netze für dieses Wachstum rüsten könnten.

Insgesamt gingen die Verkäufe von Netzwerk-Infrastrukur um 14 Prozent auf 24,7 Milliarden schedische Kronen (2,571 Milliarden Euro) zurück. Die Dienstleistungskontrakte brachten Ericsson dagegen einen um 3 Prozent gestiegenen Umsatz (18,1 Milliarden schwedische Kronen / 1,884 Milliarden Euro). In der Multimedia-Sparte (unter anderem IPTV-Lösungen und Management für Multimedia-Netze) ging der Umsatz um 29 Prozent auf 2,3 Milliarden schwedische Kronen (239 Millionen Euro) zurück – wobei Ericsson eine wachsende Nachfrage etwa nach IPTV-Infrastruktur sieht. (jk)