Telekom gewährt Amtshilfe: 3.000 Beamte für Arbeitslosengeld II

Die Deutsche Telekom wird voraussichtlich rund 3.000 Beamte im Wege der Amtshilfe zur Bundesagentur für Arbeit abordnen.

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Die Deutsche Telekom wird voraussichtlich rund 3.000 Beamte im Wege der Amtshilfe zur Bundesagentur für Arbeit abordnen. In der Einführungsphase des Arbeitslosengeld II muss jeder Bezugsberechtigte einen neuen Antrag stellen -- zuviel Arbeit für das vorhandene Personal der Agentur. Die bei der Telekom redundanten Staatsdiener, die den Beamtenstatus nach der Privatisierung der Telekom behielten, sollen in die Bresche springen und die Anträge auf Vollständigkeit prüfen sowie für die EDV erfassen. Die Verhandlungen zwischen der Jobvermittlungsabteilung der Telekom Vivento, der Bundesagentur, dem Finanzministerium und dem Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit sollen noch im Mai durch Unterzeichnung einer Verwaltungsvereinbarung abgeschlossen werden.

Läuft alles nach Plan, werden die Beamten in der ersten Juli-Woche eingeschult und anschließend in den 180 Dienststellen der Arbeitsagentur für ein Jahr ihren Dienst versehen. Das Arbeitslosengeld II soll Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe ersetzen. Da der T-Konzern in den neuen Bundesländern weniger Mitarbeiter hat, dürften auch Beamte von den alten in die neuen Länder abgeordnet werden. Die Telekom erspart sich in diesem Jahr die Bezahlung der 3.000 Beamten, da deren Entlohnung zuzüglich allfällig zu leistenden Kostenersatzes für den Einsatz außerhalb des Wohnortes aus dem Bundesbudget gedeckt werden wird. Die Administrations-Helfer sind nicht mit den knapp 42.000 Stellen zu verwechseln, die angeblich ab 2005 für die laufende Betreuung der Leistungsempfänger benötigt werden. Ob diese unter der Obhut der Kommunen und/oder der Bundesagentur für Arbeit tätig sein werden, ist noch offen. (Daniel AJ Sokolov) / (jk)