Auch IBM will MacOS nicht mehr
Nach Motorola gibt jetzt auch IBM den MacOS-Markt auf.
Nach Motorola gibt jetzt auch IBM den MacOS-Markt auf. Einem Bericht des US-Magazins MacWorld zufolge sind die beiden Sublizenznehmer Tatung (Taiwan) und Akia (Japan) bereits ĂĽber den RĂĽckzug informiert worden. Lizenzverhandlungen mit zehn weiteren Firmen in Asien und Europa sollen abgebrochen werden. IBM hatte ebenso wie Motorola eine Generallizenz mit dem Recht zur Erteilung von Sublizenzen von Apple erworben.
Während Motorola mit der StarMax-Modellreihe selbst im MacOS-Geschäft aktiv war, hatte IBM bisher noch keine derartige Absicht gezeigt. Doch Big Blue hat ein Referenz-Design (Codename "Long Trail") nach CHRP-Spezifikation entwickelt, das Tatung und Akia nutzen wollten. Tatung stand kurz vor der Markteinführung eines High-End-Modells mit 75-MHz-Systembus, dem ersten Mac-Clone mit einer so hohen Busfrequenz. Jetzt hofft der taiwanesische Hersteller darauf, seine Entwicklung an Apple verkaufen zu können.
Mit der Revision seiner Lizenzpolitik hat Apple die PowerPC-Allianz einer harten Belastungsprobe ausgesetzt. Dennoch scheint das BĂĽndnis zu halten. Sowohl Motorola als auch IBM versicherten, die PowerPC-Prozessoren wĂĽrden in Zusammenarbeit mit Apple weiterentwickelt. Die beiden Prozessorhersteller einigten sich aber zugleich darauf, ihre Entwicklungspartnerschaft auf den Bereich der Embedded-Systeme auszudehnen. (cp)