X-Fab peilt 2010 Gewinn an

Im ersten Quartal dieses Jahres verbuchte die X-Fab Silicon Foundries Gruppe einen Nettogewinn von 5,9 Millionen Euro.

vorlesen Druckansicht
Lesezeit: 2 Min.
Von
  • dpa

Der Erfurter Schaltkreishersteller X-Fab sieht sich nach einem drastischen Geschäftseinbruch wieder im Aufwind. "Die Nachfrage- und Umsatzentwicklung zeigt einen deutlichen Aufwärtstrend, und wir erreichen wieder die Gewinnzone", erklärte Vorstandschef Hans-Jürgen Straub am Donnerstag laut einer Mitteilung. Im ersten Quartal dieses Jahres verbuchte die X-Fab Silicon Foundries Gruppe einen Nettogewinn von 5,9 Millionen Euro. Dazu hätten positive Erträge aus Finanzanlagen sowie Kursschwankungen beigetragen. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) wies im ersten Quartal noch ein Minus von 2,6 Millionen Euro aus nach einem Minus von 15,3 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.

Das Unternehmen mit Werken in Erfurt, Dresden, Malaysia und den USA rechnet laut Straub für das Gesamtjahr 2010 mit einem kräftigen Wachstum von rund 50 Prozent. Das Halbleiter-Unternehmen habe trotz des schwierigen Umfeldes 2009 mit Investitionsprojekten seine Kapazitäten erweitert. Somit sei X-Fab jetzt gut auf die steigende Nachfrage eingestellt. Der Umsatz von Januar bis März betrug 57,2 Millionen Euro. Das entspricht einer Steigerung von rund 93 Prozent zum Vorjahresquartal. Bei den Auftragseingängen im ersten Quartal 2010 wurde ein Zuwachs von 24 Prozent verzeichnet.

X-Fab beschäftigt weltweit rund 2400 Beschäftigte und ist auf die Produktion von analog-digitalen Schaltkreisen unter anderem für die Automobil- und die Konsumgüterindustrie spezialisiert. Die Gruppe hatte im vorigen Jahr unter der Krise der Halbleiterindustrie zu leiden und war in die roten Zahlen gerutscht. Der Umsatz sank 2009 im Vergleich zum Vorjahr um 43 Prozent auf 151,1 Millionen Euro. Das operative Ergebnis betrug minus 46,6 Millionen Euro. (anw)