Regulierer sieht Notrufnummer zur Kartensperrung vor

Die RegTP will ein Vergabeverfahren für die Sperrvermittlung unter "116 116" in absehbarer Zeit starten.

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Von
  • Jürgen Kuri

Zur Sperrung gestohlener EC- und Kreditkarten müssen Verbraucher in Zukunft nur noch eine einzige bundesweite Telefonnummer anwählen. Unter der Nummer "116 116" würden in Kürze alle Arten von Karten in ganz Europa gesperrt, sagte ein Sprecher der Bonner Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RegTP) gegenüber dpa und bestätigte damit einen Bericht des Focus. Ein Vergabeverfahren werde in absehbarer Zeit gestartet. Wann die Nummer ans Netz gehe, sei noch unklar. Deutschland wäre das erste europäische Land mit einer solchen zentralen Sperrnummer.

Bereits Ende vergangenen Jahres hatte die Bundesregierung eine bundeseinheitliche Sperrvermittlung in Aussicht gestellt -- auf Initiative des Vereins Sperr e.V hin. Der "Sperr e.V. -- Verein zur Förderung eines einheitlichen Sperrzuganges elektronischer Berechtigungen" setzt sich seit einiger Zeit für eine bundeseinheitliche Rufnummer für das Sperren verlorener EC- und Kreditkarten, Handys, Ausweise und dergleichen ein. Die Gründungsmitglieder, neben zahlreichen Unternehmen auch der IT-Branchenverband Bitkom, wollten dafür eine kurze und prägnante Nummer haben, anfangs die 114.

Die Realisierbarkeit der Nummer "116" ließ der Verein von unterschiedlichen Experten untersuchen -- mit positivem Ergebnis. Die technische Realisierbarkeit einer dreistelligen Ziffernfolge "116" als Notrufnummer wurde anfänglich von verschiedenen Seiten immer wieder in Frage gestellt. Mit der Nummer "116 116" dürfte die RegTP Bedenken aus dem Weg gehen wollen, ohne dass der Vorteil der einfachen Merkbarkeit aufgegeben würde. (jk)