Portugals Mobilfunker als Sieger der FuĂźball-EM
Die Fußball-EM bringt den portugiesischen Mobilfunk-Betreibern hohe Umsätze.
Die in Portugal ausgetragene Europameisterschaft im Herrenfußball hat den Mobilfunk-Netzbetreibern hohe Roaming-Umsätze beschert. Das Turnier war von 12. Juni bis 4. Juli in acht Städten des Landes ausgetragen worden, zum Sensationssieger schwang sich dabei die griechische Mannschaft auf. Der größte Mobilfunk-Anbieter TMN hat bekannt gegeben, dass Roamer während des Turniers 2,6 Millionen Gespräche und 6,1 Millionen SMS abgesetzt haben.
Vodafone Telecel, Nummer 2 am Markt und zu 50,9 Prozent im Eigentum von Vodafone Europe, berichtet von rund 2 Millionen Sprachverbindungen und 5,9 Millionen Kurznachrichten. 680.000 Roamer haben in dem Zeitraum das Vodafone-Netz benutzt, wovon 200.000 spanische und 130.000 britische SIM-Karten hatten. Aus Deutschland, Frankreich und den Niederlanden sind weitere große Besucherströme registriert worden. Bei der Nutzung waren die Briten noch fleißiger als die Spanier, die Niederländer kommen in dieser Statistik auf den dritten Platz.
Aber auch die Portugiesen selbst haben sich bei der Handynutzung nicht zurückgehalten. Für den Tag des Finales Portugal gegen Griechenland meldet Vodafone einen Anstieg des Sprachverkehrs von 600 Prozent und der SMS-Menge um 1.500 Prozent. Der dritte Netzbetreiber Optimus hat keine Daten veröffentlicht. Wie viele Minuten die Gespräche insgesamt ergaben, ist nicht bekannt. Der Mobilfunk-Netzbetreiber One nannte auf Anfrage von heise online eine durchschnittliche Roaminggesprächsdauer seiner Kunden vor Ort von 9,55 Minuten. (Daniel AJ Sokolov) / (jk)