Marktforscher: US-Softwarebranche kommt nur langsam in Fahrt
Aus den jüngsten Gewinnwarnungen einiger Software-Unternehmen schließt Gartner auf ein eher langsames Wachstum der Branche bis 2006.
Zwischen dem 5. und 9. Juli haben mehr als 20 US-amerikanische IT-Firmen, die meisten davon Software-Unternehmen, bekannt gegeben, dass sie ihre finanziellen Ziele verfehlen werden, haben die Marktforscher von Gartner registriert. Unter den Firmen befinden sich Peoplesoft, Siebel System und Computer Associates. Die Analysten schließen daraus, dass bis 2006 kein stabiles Wachstum in dieser Branche aufkommen wird.
Gewinnwarnungen seien von kleinen und großen Unternehmen aus Bereichen wie Unternehmenssoftware, Content- und Dokumenten-Management und Middleware gekommen. Bei den berücksichtigten Unternehmen würden die Umsatzerwartungen für 2004 um durchschnittlich 12 Prozent verfehlt.
Für dieses Jahr erwartet Gartner ein Wachstum des gesamten Softwaremarktes von 2 bis 3 Prozent. Das relativ geringe Wachstum sei weniger ein Spiegelbild der Entwicklung der allgemeinen Wirtschaft, sondern eher internen Bedingungen geschuldet. So sei der Preis für Software seit dem Höhepunkt im Jahr 2000 um 30 Prozent gefallen. Viele Firmen würden beim Erwerb benötigter Software die US-amerikanischen Präsidentschaftswahlen abwarten, da sie noch nicht abschätzen könnten, welche politischen Entscheidungen danach die Wirtschaft beeinflussen. (anw)