Lintec sieht sich auf dem Weg der Besserung

Der Computerhersteller aus Taucha bei Leipzig begründet sinkende Umsätze und einen operativen Verlust mit rückläufigen Absatzzahlen, Preisen und Gewinnspannen auf dem deutschen PC-Markt.

vorlesen Druckansicht 7 Kommentare lesen
Lesezeit: 2 Min.
Von
  • dpa

Der Computerhersteller Lintec (Taucha) ist im ersten Halbjahr 2004 im Jahresvergleich bei deutlich weniger Umsatz operativ in die roten Zahlen gerutscht. Für das Gesamtjahr erwartet die seit 2001 Verlust schreibende Lintec Information Technologies AG nach eigenen Angaben eine "weitere wirtschaftliche Gesundung des Unternehmens". Die geänderte Geschäftsstrategie zeige Erfolge, aber dürfte sich erst im laufenden zweiten Halbjahr auf die Erträge auswirken. Die Lintec-Aktie brach im Morgenhandel um 8,97 Prozent auf 0,71 Euro ein.

Der operative Verlust habe 2,65 Millionen Euro betragen nach einem Gewinn von 4,11 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Lintec begründete dies mit sinkenden Umsätzen, Preisen und Gewinnspannen auf dem deutschen PC-Markt. Unter dem Strich sei allerdings wegen des Verkaufs der MVC Mitteldeutsche Venture Capital AG ein Überschuss von 10,99 Millionen (1,31 Euro je Aktie) angefallen. Im Vorjahr hatte Lintec einen Fehlbetrag von 570.000 Euro (0,07 Euro je Aktie) verbucht. Das Eigenkapital belaufe sich dank der Veräußerungsgewinne auf 5,2 Millionen Euro.

Der Verlust vor Zinsen und Steuern (EBIT) betrug 3,182 Millionen Euro, während der Umsatz auf 8,45 Millionen Euro einbrach. Die Zahlen des Vorjahreszeitraumes (EBIT 2,9 Mio Euro; Umsatz 58 Mio Euro) seien aber nur bedingt vergleichbar. Damals hätten die inzwischen veräußerten Aktivitäten (Beteiligung an der Intenso GmbH sowie Geschäftsbereich Anycom der rfi) noch erhebliche Umsatz- und Ergebnisbeiträge geliefert.

Nach einem Strategiewechsel konzentriert sich Lintec auf die drei hauseigenen Bereiche "Production & Logistics", "IT Business Solutions" und "New Brands". Dies zeige erste Erfolge. Seit dem zweiten Quartal fertigt Lintec nach eigenen Angaben auch Desktop-PCs, Server und Notebooks für eine große europäische Marke. "Verträge mit weiteren Firmen werden derzeit verhandelt", hieß es. (dpa) / (jk)