Chipkarte statt Auslandskrankenschein

Statt lästige Formulare auszufüllen, sollen Patienten auch im EU-Ausland gegen Vorlage ihrer Chipkarte behandelt werden.

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Große Projekte beginnen oft mit kleinen Schritten. So auch das von der EU geförderte Netc@rds, das die Abschaffung der lästigen Auslandskrankenscheine zum Ziel hat. Im Rahmen eines Pilotversuchs können sich unter anderem deutsche Besucher der Olympischen Spiele in einigen Krankenhäusern Athens gegen Vorlage ihre Versichertenkarte behandeln lassen. Voraussetzung ist allerdings, dass sie Mitglied einer teilnehmenden Krankenkasse sind, also der Barmer Ersatzkasse oder der AOK Baden-Württemberg.

Während in vielen Staaten die Versicherten längst eine Krankenkarte besitzen, müssen sie im EU-Ausland das Formular E111 (oder bei beruflichem Aufenthalt E128) mitführen, damit eine eventuell notwendige medizinische Behandlung über ihre Krankenversicherung abgerechnet werden kann. Bis die Formulare allerdings EU-weit überflüssig sind, wird noch viel Zeit vergehen. Zunächst sind weitere Pilotprojekte in verschiedenen Ländern geplant. In Deutschland sollen vier Krankenhäuser in Baden-Württemberg mitmachen. Die Koordination liegt dabei beim Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung. (ad)