Testbericht: Unsere Erfahrungen mit Surfshark One
-

Surfshark One im Test: Nette Zusatzfunktionen für kleines Geld

Unsere Erfahrungen mit Surfshark One

Mit Surfshark One erweitert der VPN-Dienst Surfshark sein Angebot um einen Virenscanner, eine sichere Suche und einen Sicherheitscheck für Mailkonten. Unser Test zeigt, ob sich der Aufpreis lohnt.

💡 Das Wichtigste in Kürze
  • Surfshark One erweitert das VPN-Angebot von Surfshark um einen Virenscanner, eine Suchmaschine und einen Sicherheitscheck für E-Mail-Adressen.
  • Surfshark-VPN-Nutzer können das One-Paket gegen einen monatlichen Aufpreis von 1,49 Euro buchen. Neue Nutzer erhalten das Komplettpaket für 3,20 Euro pro Monat
  • Der Virenschutz steht wahlweise On-demand oder als Echtzeit-Scanner unter Android, Mac und Windows zur Verfügung.
  • Das VPN-Paket umfasst unbegrenzt viele Verbindungen zu über 4.500 Servern in 100 Ländern.
  • Preis: ab 2,96 EUR / Monat (inkl. MwSt.im 2-Jahres-Abo inkl. 3 Gratis-Monate, Sonderangebot)*

[Update 21.06.2024]: Dieser Beitrag wurde zuletzt im Juni 2024 von uns geprüft und aktualisiert.

Mit dem Surfshark-One-Paket folgt der VPN-Anbieter Surfshark dem Branchentrend, kommerzielle VPN-Angebote gegen Aufpreis um weitere Sicherheitsfunktionen zu erweitern. Surfshark-VPN-Kunden können ihr Abonnement gegen einen monatlichen Aufpreis von rund 1,50 Euro um eine datenschutzfreundliche Suche, einen Virenscanner für Windows-, Mac- und Android-Geräte sowie einen Sicherheits-Check für E-Mail-Adressen und Kreditkarten erweitern. Die Zusatzfunktionen lassen sich dabei direkt über die Surfshark-Apps nutzen, es ist also kein separater Download erforderlich. Ob sich das Upgrade auf Surfshark One lohnt, zeigt unser Test.

Surfshark One: VPN als Kernprodukt

Das Kernprodukt von Surfshark One* ist der VPN-Zugang, den wir bereits ausführlich getestet haben – daher hier nur eine Zusammenfassung. Den insgesamt guten Eindruck kann der VPN-Dienst auch beim Nachtest von Surfshark One weiter aufrechterhalten. Surfshark VPN bietet Zugriff auf über 4.500 Server in über 100 Ländern und limitiert als einer der wenigen Anbieter nicht die Menge an parallel verwendeten Verbindungen.

(Bild: Screenshot)

Bei der Geschwindigkeit punktet Surfshark im VPN-Vergleich mit einer insgesamt guten Performance und auch die Apps für die diversen Mobil- und Desktop-Systeme können überzeugen. Datenschutztechnisch macht Surfshark dank No-Log-Richtlinie, RAM-basierten Servern und klaren Nutzungsbedingungen ebenfalls wenig falsch. Beim Streaming hat sich im Vergleich zu unserem initialen Test nicht viel getan: Die meisten Dienste funktionieren auch bei aktiver VPN-Verbindung; das Entsperren internationaler Inhalte funktioniert mal besser, mal schlechter, zuletzt aber vergleichsweise gut. Hier sei fairerweise darauf hingewiesen, dass sich die Situation durch das andauernde Katz-und-Maus-Spiel zwischen VPN- und Streaming-Anbietern jederzeit ändern kann.

Positiv: Im Trust Center können Nutzer den regelmäßig aktualisierten Transparenzbericht von Surfshark jederzeit einsehen. Der Bericht enthält Daten, wie viele Anfragen Surfshark von den Regierungen und Strafverfolgungsbehörden erhalten hat und wie von Seiten Surfsharks darauf reagiert wurde.

Insgesamt ist Surfshark VPN (Test) nach wie vor ein ausgereifter und empfehlenswerter VPN-Dienst. Allerdings ist dieser auch einzeln zu haben – ob sich der Kauf des "One"-Pakets lohnt, sollte man daher von den weiteren enthaltenen Diensten abhängig machen.


Surfshark Alert: Lecksuche mit Potenzial

Eine der interessantesten Funktionen von Surfshark One ist Surfshark Alert*. Der Service prüft, ob persönliche Daten in Datenbanken mit geklauten Passwörtern oder anderen Datenlecks auftauchen. Prüfen lassen sich eigene E-Mail-Adressen, Kreditkarten oder auch Personalausweise, wobei letzteres für deutsche Ausweise bisher nicht verfügbar ist. Damit der Dienst verwendet werden kann, muss zunächst die Zwei-Faktor-Authentifizierung für das Surfshark-Konto eingerichtet werden. Anschließend muss das zu prüfende E-Mail-Konto über eine Bestätigungs-Mail verifiziert werden. Sobald das erledigt ist, prüft Surfshark Alert, ob das Konto in kompromittierten Daten auftaucht. Die bloße Überprüfung, ob persönliche Daten geleakt wurden, ist mit dem kostenlosen Free Data Leak Checker* möglich. Detailliertere Informationen über die Datenlecks werden jedoch erst bei Nutzung der kostenpflichtigen Suite angezeigt.

Surfshark Alert überwacht unter anderem E-Mail-Adressen und Kreditkarten und prüft, ob diese in aktuellen Datenlecks auftauchen.

(Bild: Screenshot)

In unserem Test konnten wir mit einigen älteren und kaum noch verwendeten E-Mail-Adressen diverse Datenlecks feststellen, darunter gestohlene Passwörter, die im Klartext lesbar und damit maximal unsicher waren. In diesem Fall gibt Surfshark Alert allgemeine Empfehlungen, etwa die Änderung der Zugangsdaten, die Nutzung eines Passwort-Managers (Vergleich) oder einer 2-Faktor-Authentifizierung. Konkrete Hilfestellungen, etwa Links zum Passwort-Bereich, bleibt das Programm aber schuldig. Auch die Einrichtung eines zweiten Anmelde-Faktors oder Passwort-Managers müssen die Betroffenen selbst angehen. Die Informationen zu den Datenpannen stehen zudem nur auf Englisch zur Verfügung.

Falls Surfshark Alert fündig wird, gibt das Tool allgemeine Handlungsempfehlungen und eine (leider nur englische) Beschreibung der Datenpanne.

(Bild: Screenshot)

Es gibt demnach weiteren Raum für Verbesserungen. Die grundlegende Möglichkeit, Datenlecks mit E-Mails, Kreditkarten und anderen Daten zu finden, ist dennoch ein Mehrwert für Surfshark-One-Abonnenten.

Fake-Aliase mit Alternative ID und Alternative Number

Der Alert-Dienst wird zudem durch die auch im Basisangebot enthaltene Funktion Alternative-ID* sinnvoll ergänzt. Surfshark-Nutzer können sich eine komplette Fake-Identität samt erfundenem Name, Adresse und temporärer E-Mail-Adresse erstellen, um sich inkognito bei Onlinediensten anzumelden. Sollten die Dienste von einem Datenleck betroffen sein, ergattern die Angreifer lediglich falsche Daten. Das hilft freilich nur bei Diensten, die keine Bezahlfunktionen anbieten, da spätestens hier echte Bank- oder Kreditkartendaten vonnöten sind. Seit dem Sommer 2024 ermöglicht Surfshark mit Alternative Number* auch, sich eine Fake-Telefonnummer zuzulegen. Alternative Number wird getrennt vom Surfshark-Abo verkauft.

➤ Surfshark One*
Ab 2,96 EUR pro Monat


Surfshark Antivirus für Windows, Mac und Android

Eine weitere Ergänzung von Surfshark One ist ein in die Surfshark-Apps integrierter Virenscanner. Die Funktion steht zum Testzeitpunkt unter Windows, macOS und Android zur Verfügung. Funktionierte der Virenscan initial nur nach einem manuellen Start, hat Surfshark mittlerweile eine vollwertige Echtzeit-Engine in sein One-Paket implementiert. Sie muss nach der Installation der Surfshark-App im Bereich “Antivirus” manuell aktiviert werden. Einmal aktiv überprüft das Tool geöffnete Dateien ebenso, wie aufgerufene Webseiten. Stellt das Programm Schadsoftware oder potenziell gefährliche Links fest, werden diese automatisch geblockt und in Quarantäne verschoben.

Der Virenscanner von Surfshark scannt nicht nur bei Bedarf, sondern bietet inzwischen auch einen Echtzeit-Schutz.

(Bild: Screenshot)

Bei unseren Tests mit diversen infizierten Probedateien funktionierte der Echtzeit-Virenschutz auf den drei verfügbaren Plattformen fehlerfrei. Fairerweise wiesen aber in den Beispielen auch die verwendeten Browser auf potenziell verseuchte Dateien hin. Im ausführlicheren Advanced Threat Protection Test (ATP Test) vergibt das darauf spezialisierte Portal AV-Test beste Wertungen an den Surfshark-One-Virenschutz. Bei den Tests im September 2024 erkannte Surfshark Antivirus alle Gefahren zu 100 % und erhielt somit die maximal mögliche Punktzahl von 35 Punkten.

Wer auf den Echtzeit-Scan verzichten und lieber einen anderen Malware-Schutz verwenden möchte, kann den Virenscan von Surfshark One auch manuell starten. In diesem Fall dient er als zweite Meinung, was hilfreich sein kann.

Auch auf Android-Smartphones arbeitet die Antivirus-App auf Wunsch in Echtzeit. Bei unseren Tests verhinderte die App die Installation einer verseuchten Test-APK-Datei. Mittlerweile ist es nicht mehr nötig, für den Echtzeit-Scan unter Android eine aktive VPN-Verbindung aufrechtzuerhalten. Wer Surfshark VPN also eher als den ebenfalls recht zuverlässigen Android-internen Sicherheitsfunktionen vertrauen möchte, kann die App auch dazu nutzen.

➤ Surfshark One*
Jetzt bis zu 86 % sparen


Sichere Suche nach Log-in

Die dritte Ergänzung im Surfshark-One-Paket ist eine Suchmaschine, die laut Surfshark keinerlei Tracker, Werbung oder andere Privatsphäre-Einschränkungen enthält. Außerdem verspricht der Anbieter, die Suchen nicht aufzuzeichnen oder mit dem Account-Inhaber zu verknüpfen – prüfen lässt sich das indes nicht, wie bei der VPN-Aufzeichnung ist hier ein Vertrauensvorschuss vonnöten. Im Browser hinterlässt die Homepage von Surfshark Search lediglich einen Account-Cookie. Allerdings lassen sich die eingegebenen Suchbegriffe im Browserverlauf nachvollziehen, wenn sie nicht manuell gelöscht oder die Suche im Inkognito-Modus verwendet wurde.

Die Suche via Surfshark Search lässt sich wahlweise über die Surfshark-App oder direkt über einen Browser initiieren. In letzterem Fall ist ein vorheriges Einloggen in den Surfshark-Account nötig, was bei aktivierter 2-Faktor-Authentifizierung etwas nervig sein kann. Eine bestehende Surfshark-VPN-Verbindung wird nicht benötigt.

Surfshark One hat auch eine eigene Suchmaschine mit an Bord, die die Privatsphäre schützen soll. Leider muss man für die Nutzung der Suchmaschine eingeloggt sein und der Verlauf muss manuell gelöscht werden, sofern nicht der Inkognito-Modus genutzt wurde.

(Bild: Screenshot)

Die Suchergebnisse von Surfshark Search liegen bei unseren Stichproben auf einem ordentlichen Niveau, die Suchoptionen sind allerdings eher rudimentär. Eine Suche innerhalb einer Webseite ist nicht möglich, auch eine Adresssuche ist aufgrund der fehlenden Anbindung zu Diensten wie Google Maps schwer. Neben Webinhalten lassen sich auch Bilder und Videos suchen. Erstere sind dabei anders als bei Google direkt verlinkt, was ein Vorteil sein kann. Die Videosuche macht einen guten Eindruck und findet Inhalte auf Portalen wie YouTube, Vimeo oder auch Facebook zuverlässig.

Surfshark Search ist eine brauchbare Ergänzung im One-Paket, aber sicherlich kein Kaufgrund für das Upgrade. Google-Alternativen wie DuckDuckGo oder MegaGer legen ebenfalls Wert auf den Schutz der Privatsphäre und lassen sich ohne Anmeldung verwenden.

➤ Surfshark One*
Ab 2,96 EUR pro Monat


Preise und Zahlungsarten

Surfshark One lässt sich jederzeit zu einem neuen oder einem bestehenden Surfshark-VPN-Abonnement hinzubuchen. Die Laufzeit richtet sich dabei automatisch nach der des VPN-Abos. Das Upgrade kostet zum Testzeitpunkt unabhängig von der Laufzeit 1,49 € im Monat; bei der Buchung wird der Preis exklusive Umsatzsteuer angezeigt. Neukunden zahlen im aktuellen Angebot für das Komplettpaket im Zwei-Jahres-Abo rund 2,96 € pro Monat. Drei Monate gibt es in dem Fall gratis obendrauf.

Bei der Buchung wird der Preis exklusive Umsatzsteuer angezeigt. Zum Testzeitpunkt kostete Surfshark One 1,49 Euro/Monat.

(Bild: Screenshot)

Bezahlt werden kann das Angebot auf eine Reihe von Wegen, darunter SEPA-Lastschrift, Kreditkarten sowie Krypto-Währungen über zwei Dienstleister. Wie schon beim Basisabo gewährt Surfshark in den ersten 30 Tagen eine Geld-zurück-Garantie, die durch eine Anfrage an den Kundensupport eingefordert werden kann.


Surfshark One Test-Fazit: Nett, aber nicht nötig

Abgesehen vom VPN-Dienst selbst bietet Surfshark Alert unserer Meinung nach den größten Mehrwert. Die Überwachung von E-Mails und Kreditkarten auf mögliche Datenpannen ist zwar nicht perfekt, doch eine gute Alternative zur manuellen Prüfung auf Sicherheitslücken. Das in Alert enthaltene Alternative ID ermöglicht zudem die Inkognito-Registrierung auf Webseiten.

Der Virenscanner von Surfshark One* ist dank Echtzeit-Überwachung für Windows-, Android- und Mac-Nutzer inzwischen ausgereifter als zu Beginn. Der wirkliche Nutzen ist aber schwer zu evaluieren: Windows, Android und macOS sowie die üblichen Browser schützen bereits ab Werk recht zuverlässig gegen Schadsoftware und gefährliche Webseiten. Für Linux und iOS, die typischerweise weniger von Viren bedroht sind, ist der Virenschutz von Surfshark One nach wie vor nicht verfügbar.

Surfshark Search funktioniert als werbefreie Websuche gut, allerdings gibt hier frei nutzbare Alternativen mit ähnlicher Leistung. Gleichwohl konterkariert die Tatsache, dass Suchergebnisse URL-bedingt im Browserverlauf landen, den Privatsphäre-Anspruch. Konsequenterweise nutzt man Search deshalb im Inkognito-Fenster des Browsers.

Mit rund 1,50 EUR im Monat ist der Aufpreis für Surfshark One moderat. In Kombination mit dem insgesamt empfehlenswerten VPN-Basisangebot kann der Wechsel auf das erweiterte Angebot also interessant sein. Wer sich für das VPN nicht interessiert, profitiert vom Bundle-Preis jedoch kaum.


➤ Surfshark One*
Jetzt bis zu 86 % sparen

* Mit einem Stern markierte Links sind Affiliate-Links, für die wir unter Umständen eine Provision erhalten. Der Kaufpreis erhöht sich dadurch nicht!

Redaktion & Aktualisierung: heise Download-Team

Weiterlesen: VPN Test: Die besten VPN-Anbieter im Vergleich

( )

Wie bewertest Du die Qualität des Beitrags?

Pflichtlektüre! ({{threeCount}})
Gut zu wissen ({{twoCount}})
Geht gar nicht! ({{oneCount}})
Vielen Dank für Deine Bewertung.
Deine Bewertung wurde gelöscht.

Kommentare

Kommentare ({{commentsTotalLength}}) Weitere Kommentare laden...