VPN-Test: Die besten VPN-Anbieter 2026 im Vergleich
Die besten VPN-Dienste im Test: Streaming, Sicherheit und Anonymität
[Update 19.02.2026]: Wir haben die VPN-Anbieter neu getestet und die Empfehlungen aktualisiert.
[Update 20.02.2026]: Unser empfohlener VPN-Allrounder ExpressVPN ist vom 20.02. bis 05.03. zum Sonderpreis erhältlich und dann ähnlich günstig wie unser Spartipp Surfshark.
| ⭐ Allround-VPN | ⭐ Spartipp | ⭐ Anonymität | |
![]() ExpressVPN |
Surfshark |
![]() Mullvad |
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| Firmensitz | Jungferninseln | Niederlande | Schweden |
| Systemunterstützung | Sehr gut | Sehr gut | Gut |
| Max. Geräte | 10 - 14 | Unbegrenzt | 5 |
| Servernetz | >3.500 Server | >4.500 Server | 595 Server |
| Standortauswahl | 105 Länder | 100 Länder | 50 Länder |
| Geschwindigkeit | Sehr gut | Sehr gut | Sehr gut |
| Apps & Usability | Sehr gut | Sehr gut | Gut |
| Streaming | ✓ | (✓) | x |
| Sicherheit | Gut | Gut | Sehr gut |
| Anonyme Zahlung | x | x | ✓ |
| Sprache | deutsch | deutsch | teilw. deutsch |
| Besonderheiten | Schnelles VPN mit zuverlässiger Streaming-Unterstützung zum guten Preis | Unbegrenzte Anzahl gleichzeitiger Geräte, dedizierte IP gg. Aufpreis, Alternative ID | Anonyme Registrierung & Barzahlung, Open-Source-Apps |
| Preis | ab 2,49 € / Monat Deal bis 05.03. |
ab 2,37 € / Monat | 5,00 € / Monat |
| Fazit | "Schneller Allrounder mit guter Preis-Leistung & starkem Streaming." | "Die meisten gleichzeitigen Geräte zum günstigsten Preis." | "Kein Streaming, dafür anonyme Anmeldung & Barzahlung." |
| Testbericht | ExpressVPN Test | Surfshark Test | Mullvad Test |
| Zum Anbieter | ➤ ExpressVPN* 81 % Rabatt🗹 30 Tage Geld-zurück-Garantie |
➤ Surfshark* 87 % Rabatt🗹 30 Tage Geld-zurück-Garantie |
➤ Mullvad 5,00 € / Monat🗹 14 Tage Geld-zurück-Garantie |
Unsere Preisangaben enthalten 19 % Mehrwertsteuer. VPN-Anbieter und andere VPN-Vergleiche nennen oft nur Netto- statt tatsächlicher Kaufpreise, weshalb deren Preisangaben von unseren abweichen können.
Wissen Sie, welche persönlichen Daten Sie übertragen, wenn Sie im Internet surfen? Die meisten Nutzer hinterlassen vermutlich mehr Spuren, als sie annehmen. Wer diese Daten mitliest und wie sie weiterverarbeitet werden, ist wenig transparent. Die Ergebnisse dieser Verarbeitung sind aber sicht- und messbar: So werden abhängig etwa vom Standort, von vorher besuchten Webseiten oder vom eingesetzten Betriebssystem Inhalte ausgeblendet, verändert oder zensiert, Preise von Online-Angeboten angepasst oder Werbung auf das eigene Persönlichkeitsprofil zugeschnitten. Ein „neutrales“ Internet bekommt man so nicht zu Gesicht. Nutzt man eine drahtlose Verbindung, lässt sich der Datenverkehr zudem einfacher mitlesen. Ein VPN kann dabei helfen, Online-Aktivitäten zu verschleiern, den Datenverkehr sicher zu verschlüsseln und den Online-Standort zu verändern.
VPN-Test 2026: VPN-Anbieter im Vergleich
Alle hier vorgestellten Anbieter haben wir selbst getestet und für prinzipiell empfehlenswert befunden. Der detaillierte VPN-Test inklusive Tabelle ist bei jedem Dienst in der Beschreibung verlinkt. In unserem VPN-Vergleich berücksichtigen wir dabei nur VPN-Dienste, die eine strikte No-Log-Policy versprechen – also keine Verbindungsprotokolle anlegen, über die sich besuchte Webseiten oder sonstige übertragene Daten zurückverfolgen lassen.
ExpressVPN: Schnelles VPN zum Surfen & Streamen
Wer einen VPN-Dienst für komfortables Surfen, schnelle Downloads und internationales Streaming sucht, dürfte bei ExpressVPN (Test) fündig werden. Die Länderauswahl ist mit 105 Ländern überdurchschnittlich gut, die Verbindungen sind beeindruckend schnell und arbeiten sehr zuverlässig. Die genaue Zahl der Server wird nicht mehr veröffentlicht, dürfte aber oberhalb von 3.500 liegen und umfasst unter anderem VPN-Server in allen US-Staaten. Die VPN-Apps lassen sich einfach bedienen und auch die Datenschutz- und No-Log-Richtlinien können überzeugen.
ExpressVPN gehört genau wie CyberGhost VPN inzwischen zu KAPE Technologies, soll jedoch trotz der Übernahme weiterhin unabhängig agieren. Ein aktuelles Audit von KPMG (2025) bescheinigt, dass ExpressVPN keine Aktivitäts- oder Verbindungsprotokolle sammelt und dass die eingerichteten Schutzmaßnahmen die Nutzer ausreichend schützen.
Die in der Vergangenheit recht schwache Streaming-Tauglichkeit hat sich deutlich gebessert: Es gelang uns in den Tests, alle großen Streaming-Anbieter mit bestehender ExpressVPN-Verbindung zu nutzen. Auch beim Surfen gibt es Verbesserungen: Früher wurden wir bei Website-Besuchen regelmäßig von Captcha-Abfragen gestört („Markieren Sie alle Bilder mit einem Zebrastreifen“), inzwischen geschieht dies deutlich seltener. Nach wie vor fehlt die Option, Verbindungen über Multi-Hop-Server zusätzlich zu verschleiern. Dafür ist eine dedizierte IP-Adresse inzwischen gegen Aufpreis erhältlich. Beim Grundpreis hat sich das ehemals sehr teure ExpressVPN inzwischen dem Marktniveau angenähert.
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Vorteile
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Nachteile
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Fazit: ExpressVPN ist der Aufsteiger in unserem VPN-Test 2026. Der Dienst überzeugt mit ausgezeichneter Standortauswahl, hoher Verbindungsstabilität und rasanter Geschwindigkeit auch bei weit entfernten Servern. Frühere Schwächen bei der Streaming-Unterstützung hat der Dienst abgestellt und es stören kaum noch Captcha-Abfragen beim Surfen.
ExpressVPN ab 2,49 € / Monat🛈 Deal bis 05.03.2026 | 30 Tage Geld-zurück-Garantie.
Surfshark: VPN für unbegrenzt viele Geräte gleichzeitig
Auch Surfshark VPN (Test) verbirgt die eigene IP-Adresse vor Daten-Schnüfflern – und lässt sich im Gegensatz zu anderen VPN-Anbietern auf unbegrenzt vielen Geräten gleichzeitig nutzen. Surf-Daten speichert Surfshark nach eigener Aussage nicht, zudem blockiert der Dienst Werbung, Schadsoftware, Phishing und Tracker. Die No-Log-Aussagen wurden von der unabhängigen Wirtschaftsprüfung Deloitte 2023 untersucht und bestätigt.
Im Trust Center* können Nutzer den regelmäßig aktualisierten Transparenzbericht von Surfshark einsehen. Dieser gibt Auskunft, wie viele Anfragen Surfshark von den Regierungen und Strafverfolgungsbehörden erhalten hat und wie Surfshark darauf reagiert hat.
Mit 100 Zielländern ist die Standort-Auswahl in Surfshark vergleichbar mit der von CyberGhost und ExpressVPN. Die Anzahl der Surfshark-Server ist mit 4.500 wiederum geringer als bei NordVPN oder CyberGhost, liefert aber trotzdem sehr gute Geschwindigkeiten. Das Umgehen von Geoblocking funktionierte in unserem Test mit Einschränkungen: Auf Netflix und Amazon Prime Video konnten wir erfolgreich zugreifen. Disney+ erforderte gelegentliche Serverwechsel sowohl beim deutschen als auch beim US-Angebot.
Ähnlich wie andere VPNs verfügt auch Surfshark über ein Whitelisting beziehungsweise Split Tunneling. Damit ist es möglich, bestimmte Apps und Websites an der VPN-Verbindung vorbeizuleiten. Wer in den ersten 30 Tagen mit dem Dienst nicht zufrieden ist, kann die Geld-zurück-Garantie des Herstellers in Anspruch nehmen.
Standardmäßig wird das VPN als Teil des Pakets Surfshark One* verkauft. Dort sind zusätzlich eine Anti-Malware-Lösung, eine Browser-Erweiterung für werbefreie Suchergebnisse, ein Kinderschutz vor ungeeigneten Websites sowie ein Tool zur Identifikation von Datenpannen enthalten. Das VPN ist aber auch eigenständig erhältlich und dann etwas günstiger.
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Vorteile
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Nachteile
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Fazit: Als einziger VPN-Dienst in diesem Vergleich lässt sich Surfshark auf unbegrenzt vielen Geräten nutzen. Die Anzahl der VPN-Server mit insgesamt 4.500 liegt hinter CyberGhost und NordVPN zurück, liefert trotzdem hohe Geschwindigkeiten. Die Länderauswahl ist mit 100 verfügbaren Staaten hoch und der Preis niedrig: Mit dem aktuellen Angebotspreis gehört Surfshark zu den günstigsten VPN-Anbietern.
Surfshark ab 2,37 € / Monat🛈 30 Tage Geld-zurück-Garantie
NordVPN: VPN mit größter Länderauswahl
Einer der bekanntesten VPN-Dienste ist NordVPN (Test). Bis zu zehn Geräte gleichzeitig können mit NordVPN verschlüsselt, sicher und mit verborgener IP-Adresse im Internet surfen. NordVPN verspricht, keine Verbindungsprotokolle anzulegen, was ein unabhängiges Audit des deutschen Cybersecurity-Unternehmens Cure53 im Jahr 2025 bestätigt hat.
Mehr als 9.000 Server in 129 Ländern ermöglichen neben dem anonymisierten Surfen auch das Streamen von Videos, die am aktuellen Aufenthaltsort nicht verfügbar sind. In unseren regelmäßigen Tests klappt dies unter anderem mit ausländischen Inhalten von Netflix und Amazon Prime Video, wobei mitunter mehrere Serverwechsel nötig sind. Wer möchte, kann einen Kinderschutz aktivieren, um Webseiten mit Erwachsenen-Inhalten etwa auf dem Familien-PC zu sperren. Das integrierte Nordlynx-Protokoll basiert auf dem WireGuard-Protokoll und sorgt gemeinsam mit dem guten Servernetz für eine schnelle, zuverlässige und sicher verschlüsselte Verbindung. Wie bei vielen VPN-Diensten üblich, spart man auch bei NordVPN am meisten, wenn man sich länger an den Service bindet.
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Vorteile
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Nachteile
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Fazit: NordVPN liefert unkomplizierte Software, hohe Geschwindigkeit und die größte Länderauswahl in unserem VPN-Vergleich. Das Freischalten von Streaming-Angeboten gelingt meist gut, erreicht jedoch nicht ganz das Niveau von ExpressVPN. Ein unabhängiges Security-Audit aus 2025 bestätigt die Sicherheitsversprechen des Anbieters.
NordVPN ab 3,68 € / Monat 🛈 30 Tage Geld-zurück-Garantie
Spartipp: Neben dem reinen VPN-Abo sind auch das Plus-Paket (VPN + Tracking-Blocker und Passwortmanager) sowie das „Ultimativ“-Paket (Plus-Paket plus Cloudspeicher und Cyberspace-Versicherung) günstiger zu haben. (Stand: 18.02.2026)
CyberGhost: VPN mit größter Server-Auswahl
Bei CyberGhost VPN (Test) erhält man ein unbegrenztes Datenvolumen mit 45-Tage-Geld-Zurück-Garantie. Der Dienst bietet eine 256-Bit-AES-Verschlüsselung, eine WireGuard-Protokoll-Unterstützung für schnelle Datenübertragung, einen automatischen Schutz beim Wechsel des Netzwerks und einen integrierten Werbeblocker. CyberGhost betreibt unter anderem VPN-Server in Österreich, den USA sowie datenschutztechnisch günstig in Island und der Schweiz. Insgesamt bietet der Dienst mit über 11.000 Servern in 100 Ländern die größte Serverauswahl in diesem VPN-Vergleich, darunter auch Spezialserver für das Streaming. Leider benötigten wir dennoch mehr Verbindungsversuche als bei der Konkurrenz, um auf Streamingportale zuzugreifen.
CyberGhost VPN gibt es für Windows, Mac und Linux sowie als App für Android und iOS, wobei sich bis zu sieben Geräte gleichzeitig verbinden lassen. Das von dem Deutschen Robert Knapp gegründete Unternehmen ist in Rumänien ansässig und gehört inzwischen zu Kape Technologies – einem im Vereinigten Königreich beheimateten Unternehmen, dessen Datenschutz in der Vergangenheit schon kritisiert wurde. CyberGhost versichert uns gegenüber jedoch, weiterhin unabhängig zu agieren und als vollwertiges No-Log-VPN keinerlei Verbindungsdaten zu protokollieren. Dafür sorgen auch die eingesetzten RAM-Server – da hier keine Daten dauerhaft auf Festplatten gespeichert werden, lassen sich diese auch nicht beschlagnahmen oder rückwirkend einsehen.
Die technische Unfähigkeit zur Datenweitergabe bestätigte im Jahr 2024 auch ein Audit der Unternehmensberatung Deloitte. Informationen zu eingehenden Daten-Anfragen und dem Umgang mit diesen liefert das Unternehmen in regelmäßigen Transparenz-Reports.
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Vorteile
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Nachteile
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Fazit: CyberGhost bietet die größte Serverauswahl und einen der geringsten Monatspreise. Im Surfalltag überzeugt der Dienst mit praktischen Funktionen, die eine Nutzung aller gängigen Internetdienste ermöglichen – wenngleich das Streaming in unseren letzten Tests nur mit Schwierigkeiten möglich war.
CyberGhost ab 2,61 € / Monat🛈 45 Tage Geld-zurück-Garantie
Mullvad VPN: Schwaches Streaming, aber beste Anonymität
Mullvad VPN (Test) lässt sich als einziger vorgestellter Dienst ohne Angabe einer E-Mail-Adresse nutzen. Das klassische Benutzerkonto wird nämlich durch eine zufällig erstellte Zeichenfolge ersetzt, mit der man sich fortan identifiziert und einloggt. Wer möchte, kann sogar Bargeld anonym per Brief einschicken, um Guthaben auf die eigene ID zu laden – so kann man nicht über den Zahlungsdienstleister identifiziert werden.
Der auch aus anderen VPN-Diensten bekannte Kill Switch blockiert den Datenverkehr, solange keine VPN-Verbindung besteht. Das Split Tunneling – also eine Auswahl, welcher Verkehr durch das VPN läuft und welcher daran vorbei – ist leider nicht unter iOS oder iPadOS verfügbar. Negativ fiel im Test das Streaming auf: So konnten wir etwa auf Amazon Prime gar nicht zugreifen, auf Netflix nur per iPad. Unabhängig vom gewählten Standort war dann aber nur auf Zugriff auf das deutsche Film- und Serienangebot möglich. Auch bei Disney+ gelang es nicht, internationale Inhalte freizuschalten. Mit 715 Servern in 50 Ländern ist auch die Standortauswahl im Vergleich sehr gering. Die Geschwindigkeit der Server konnte dafür im Test mit Bestwerten mehr als überzeugen.
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Vorteile
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Nachteile
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Fazit: Mit Mullvad nimmt man Abstriche bei Komfort und Serverauswahl in Kauf. Gerade die sehr schwache Streaming-Unterstützung schränkt die Vielseitigkeit ein. Für das anonyme Surfen bietet der Dienst aber die meisten Features, da man ihn ohne Kontobindung nutzen und bar bezahlen kann. In unseren Tests glänzt Mullvad außerdem stets mit Top-Geschwindigkeit.
Mullvad für 5,00 € / Monat🛈 14 Tage Geld-zurück-Garantie
VPN-Anbieter: Features & Funktionen im Vergleich
| NordVPN | CyberGhost | Surfshark | Mullvad | ExpressVPN | |
| Datenstand: | 18.02.26 | 18.02.26 | 18.02.26 | 18.02.26 | 18.02.26 |
| Sitz: | Panama | Rumänien | Niederlande | Schweden | Jungferninseln |
| System-Unterstützung: | Sehr gut | Sehr gut | Sehr gut | Gut | Sehr gut |
| Win | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ |
| Mac | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ |
| Linux | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ |
| Android | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ |
| iOS | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ |
| Browser | ✓ | ✓ | ✓ | (✓) | ✓ |
| Geräte: | 10 | 7 | unbegrenzt | 5 | 10 - 14 |
| Protokolle: | Sehr gut | Sehr gut | Sehr gut | Gut | Sehr gut |
| OpenVPN | ✓ | ✓ | ✓ | x | ✓ |
| IKEv2 | x | ✓ | (✓) | x | x |
| Wireguard | x | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ |
| Eigenes | ✓ | x | x | x | ✓ |
| Servernetz: | Gut | Sehr gut | Gut | Ausreichend | Gut |
| Anzahl | 9.000+ | 11.000 | 4.500+ | 595 | (3.500) |
| Länder | 129 | 100 | 100 | 50 | 105 |
| Features: | Sehr gut | Sehr gut | Sehr gut | Befriedigend | Sehr gut |
| Streaming | ✓ | ✓ | ✓ | x | ✓ |
| P2P / Filesharing | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ |
| Split-Tunneling | (✓) | ✓ | ✓ | (✓) | ✓ |
| Sicherheit & Datenschutz: | Sehr gut | Gut | Sehr gut | Gut | Gut |
| Verschlüsselung | AES-256 | AES-256 | AES-256 | AES-256 | AES-256 |
| Multihop | ✓ | x | ✓ | ✓ | x |
| DNS-Protection | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ |
| WebRTC-Protection | ✓ | ✓ | ✓ | x | ✓ |
| Not-Aus | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ |
| Audit | 2025 | 2024 | 2025 | 2025 | 2025 |
| No-Log-Richtlinie: | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ |
| RAM-Server | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ |
| Anonyme Anmeldung: | x | x | x | ✓ | x |
| Anonyme Zahlung: | x | x | x | ✓ | x |
| Kreditkarte | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ |
| Paypal | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ |
| Krypto | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | x |
| Sonstige | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ |
| Barzahlung | x | x | x | ✓ | x |
| Preis inkl. MwSt: | ab 3,68€/Monat | ab 2,61€/Monat | ab 2,37€/Monat | 5,00€/Monat | ab 2,49€/Monat |
| Geld zurück: | 30 Tage | 45 Tage | 30 Tage | 14 Tage | 30 Tage |
| Testbericht | NordVPN Test | CyberGhost Test | Surfshark Test | Mullvad Test | ExpressVPN Test |
| Zum Anbieter | NordVPN | CyberGhost | Surfshark | Mullvad | ExpressVPN |
Weitere VPN-Anbieter im Kurzfazit
- Mozilla VPN (USA) nutzt die Server von Mullvad, ermöglicht anders als das schwedische Original jedoch keine anonyme Anmeldung und ist teurer [Testbericht]
- PureVPN* (Britischen Jungferninseln) ist sehr günstig und erlaubt Zugriff auf internationale Streamingdienste -- nervt jedoch mit permanenter Werbung für Zusatzangebote und lässt Zweifel am No-Log-Versprechen [Testbericht]
- Privado VPN* (Schweiz) hatte im Test Schwierigkeiten beim Entsperren von Streaming-Angeboten, ist dafür einer der günstigsten VPN-Dienste [Testbericht]
- Adguard VPN* (Zypern) bietet solide Geschwindigkeit, jedoch recht wenige Server-Standorte und Protokolle [Testbericht]
- Proton VPN* und Windscribe heben sich durch vergleichsweise leistungsfähige Gratis-Tarife hervor [Gratis-VPN im Vergleich]
- IVPN (Gibraltar) legt wie Mullvad seinen Fokus auf anonyme Nutzung und zeigt Schwächen beim Streaming
- Atlas VPN hat seine Dienste zum 24. April 2024 eingestellt, Bestandsnutzer wurden zu NordVPN übertragen [Testbericht]
Testmethodik: So testen und vergleichen wir VPN-Anbieter
Wo es möglich ist, bewerten wir die Dienste anhand konkreter Messergebnisse. Zu unseren Standardtests zählen:
- Leaktests: Wir ermitteln über Dienste wie DNSleaktest.com und Browserleaks.com, wie gut ein VPN eigene Daten wie die IP-Adresse oder den tatsächlichen Standort verbirgt.
- Geschwindigkeit: Wir testen die Geschwindigkeit der VPN-Netze über eine standardisierte 500-Mbit-Verbindung. Die Messung erfolgt für VPN-Server in Deutschland, dem Vereinigten Königreich und den USA. Die Tests erfolgen zu verschiedenen Zeiten, da z.B. an Wochenenden eine andere Netzauslastung herrschen kann als an Werk- oder Feiertagen.
- Streaming-Unterstützung: Wir greifen mit bestehender VPN-Verbindung auf Netflix, Disney+ und Amazon Prime Video zu, da dies die meistgenutzten Streaming-Anbieter in Deutschland sind. Wir prüfen, ob ein Zugriff auf die Angebote gut, eingeschränkt oder gar nicht möglich ist. Wir testen durch Auswahl ausländischer VPN-Server, ob sich ausländische Film- und Serienangebote freischalten lassen.
- Anonymisierung: Wie anonym bleibt man als Kunde gegenüber dem VPN-Anbieter? Wir überprüfen, ob man anonym Nutzerkonten anlegen kann und ob es anonyme Bezahlmöglichkeiten gibt.
- Protokolle & Verschlüsselung: Ein modernes VPN-Protokoll wie Wireguard ist in unseren Augen Pflicht. Bei der Verschlüsselung ist AES-256 üblicher Standard – damit ist man vor „Harvest now, decrypt later“-Attacken in der Zukunft geschützt („quantenresistente Verschlüsselung“).
- Features: Bietet das VPN Funktionen wie DNS-Protection und einen Killswitch („Not-Aus“)? Beides gehört heutzutage zum Standard. Auch Multihop-Server sind inzwischen mehr Regel als Ausnahme.
- Bedienungsfreundlichkeit der VPN-Apps / -Clients: Wir untersuchen die VPN-Software der Anbieter auf Stabilität, Funktionalität und selbsterklärende Bedienung.
- Systemunterstützung: Es sollten für alle relevanten Desktop- und Mobilsysteme Client-Apps verfügbar sein. Dazu zählen wir Windows, Mac, Linux, Android und iOS. Wir untersuchen, ob es funktionale Unterschiede zwischen den Apps für verschiedene Systeme gibt. Weitere unterstützte Geräte wie Smart-TVs sind ein Plus.
- Sprachunterstützung: Wir überprüfen, ob Websites, Software und Kundenservice auf Deutsch verfügbar sind.
Einige Angaben können wir selbst nicht verifizieren, da hierfür Zugang zur IT-Infrastruktur der Anbieter notwendig wäre. Dazu zählen:
- No-Log-Versprechen: Ob ein VPN-Anbieter Surfprotokolle der Nutzer anlegt oder nicht, lässt sich für uns von außen nicht prüfen. Deshalb nehmen wir nur Dienste in den Vergleich, die durch Audits unabhängiger Prüfunternehmen die technische Implementierung einer No-Log-Policy nachweisen können.
- RAM-Server: Auch bei der Art der eingesetzten Server müssen wir uns auf unabhängige Audits verlassen.
Über diese Beispiele hinaus zählen alle Auswahlkriterien für ein VPN in unsere Bewertung der Anbieter hinein.
Bewertungsskala & Gesamtnote
Wir vergeben keine Prozentwertungen für einzelne Kriterien. Stattdessen geben wir als Testergebnis die Messwerte weiter. Sollte keine objektive Messung möglich sein – etwa beim Bedieneindruck der VPN-Apps – oder werden mehrere Kriterien zu einer Gesamtwertung kombiniert, dann geben wir unseren Eindruck als Schulnote wieder („sehr gut“ bis „mangelhaft“). Unterstützend setzen wir stellenweise ein Ampelsystem ein, das Werte als Empfehlung (Grün), eingeschränkte Empfehlung (Gelb) oder keine Empfehlung (Rot) einstuft. Eine Prozentwertung erscheint uns als ungeeignet, da diese eine deutlich höhere Präzision suggeriert, als eine in Teilen subjektive Bepunktung rechtfertigt.
Auch eine Gesamtnote vergeben wir nicht, da Kriterien abhängig vom Bedarf individuell zu gewichten sind: Einigen ist Anonymität das Wichtigste, andere möchten lediglich internationale Streaming-Angebote freischalten. Deshalb sprechen wir zweckabhängige Empfehlungen aus, statt eine Gesamtnote zu berechnen.
VPN-Anbieter im Test: Darauf müssen Sie achten
VPN-Anbieter weisen teils große Unterschiede bei Preis und Funktionsumfang auf. Welcher Dienst der individuell beste für Sie ist, können Sie anhand unserer Testkriterien ermitteln.
Servernetz & Länderauswahl: Je mehr, desto besser
Wer mit einem VPN surft, der kann einen anderen Online-Standort als den tatsächlichen vorgeben. Für viele Anwendungsfälle, etwa Streaming oder Online-Shopping, ist dies die zentrale Funktion eines kommerziellen VPNs. Je mehr Länder für die Standort-Auswahl zur Verfügung stehen, desto flexibler ist man – und je mehr Server pro Land oder Region vorhanden sind, desto sicherer kann man sein, eine schnelle, stabile und nicht blockierte Verbindung aufzubauen.
| Anzahl Server | Anzahl Länder | |
| CyberGhost VPN | 11.000 | 100 |
| ExpressVPN | 3.500+ | 105 |
| Mullvad | 595 | 50 |
| NordVPN | 9.000+ | 129 |
| Surfshark | 4.500+ | 100 |
Tabelle: Anzahl der Server und Länderstandorte der verschiedenen VPN-Anbieter. Stand: 19. Februar 2026.
In unserem Vergleich sticht NordVPN mit 129 zur Auswahl stehenden Ländern hervor, die sich auf mehr als 8.900 Server verteilen – unter anderem in den USA, Großbritannien, Deutschland oder der Türkei. Die meisten Server stellt CyberGhost (über 11.000) bereit, womit eine Verbindung in ebenfalls gute 100 Länder möglich ist.
Streaming, Torrents & Co.: Nicht jeder VPN-Anbieter geeignet
Beim Streaming und sogar beim normalen Surfen begegnet man mitunter Hürden, wenn man ein VPN einsetzt: Im einfachsten Fall muss man häufiger Captchas lösen („Wähle alle Bilder mit einer Ampel aus“), im schlechtesten Fall ist der Besuch einer Website oder eines Webdienstes gar nicht möglich. Gerade bei Streaming-Angeboten verstößt die Nutzung eines VPN-Servers meist gegen die Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Webdienste. Die IP-Adressen des Netzwerks werden dann zentral blockiert. Als Gegenmittel verändern viele VPN-Dienste ihre IP-Adressen regelmäßig oder erlauben eine dedizierte IP-Adresse, die man nicht mit anderen Nutzern teilt und die somit schwieriger als VPN-Adresse zu erkennen ist.
| Netflix | Amazon Prime | Disney+ | ||||
| DE | US | DE | US | DE | US | |
| CyberGhost VPN | ✓ | ✓ | (✓) | (✓) | x | (✓) |
| ExpressVPN | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ |
| Mullvad | (✓) | x | x | x | x | x |
| NordVPN | ✓ | ✓ | ✓ | (✓) | ✓ | (✓) |
| Surfshark | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | (✓) | (✓) |
Tabelle: Ergebnisse unserer VPN-Streaming-Tests im Februar 2026. Hinweis: Die Tests sind immer eine Momentaufnahme.
Vor allem ExpressVPN ermöglichte bei unseren letzten Tests problemlosen Zugriff auf deutsche und internationale Streamingdienste. Auch NordVPN und Surfshark bieten ordentliche Streamingunterstützung, es waren jedoch teilweise mehrere Zugriffsversuche oder Serverwechsel nötig. CyberGhost zeigte sich zuletzt schwächer als gewohnt. Von Mullvad ist bekannt, das Streaming ohnehin offiziell nicht unterstützt wird.
Geschwindigkeit: Je schneller, desto besser
Je schneller eine Verbindung ist, desto kürzer dauern große Downloads und desto bessere Qualität ist beim Streaming möglich. So benötigt ein 4K-Video einen Datendurchsatz von bis zu 25 MBit / Sekunde für eine flüssige Wiedergabe, HD-Streaming ist bei 5 bis 10 MBit/s ruckelfrei möglich. Für die in diesem Vergleich vorgestellten Dienste sind solche Geschwindigkeiten kein Problem, auch mit Servern in Übersee werden solche Übertragungsraten normalerweise locker erreicht. Man sollte jedoch mit Reserven rechnen, wenn man etwa beim Ansehen von Videos häufig noch Downloads tätigt oder einen Anschluss mit mehreren Nutzern teilt.
| DE | UK | US | ||||
| Min | Max | Min | Max | Min | Max | |
| CyberGhost VPN | 480 | 500 | 450 | 485 | 360 | 425 |
| ExpressVPN | 460 | 485 | 470 | 480 | 430 | 480 |
| Mullvad | 425 | 480 | 420 | 470 | 380 | 450 |
| NordVPN | 400 | 420 | 380 | 410 | 360 | 410 |
| Surfshark | 480 | 500 | 475 | 485 | 380 | 440 |
Tabelle: Ergebnisse unserer Geschwindigkeits-Tests in Mbit/Sekunde. Getestet mit einer 500-Mbit-Leitung und VPN-Servern in Deutschland, Großbritannien und den USA. Stand: Februar 2026
Die regelmäßig höchsten Geschwindigkeiten erreichen in unseren Tests Mullvad, das sich jedoch nicht fürs Streaming eignet. Außerdem schnell sind regelmäßig NordVPN sowie zuletzt besonders ExpressVPN, die beide auch mit Streaming-Angeboten funktionieren.
Datenschutz: No-Log-Richtlinie, RAM-Server, anonyme Anmeldung / Zahlung
Eine Verbesserung der Anonymität ist zentrales Versprechen von VPN-Diensten – damit einhergehen hohe Ansprüche an den Datenschutz. Verschiedene Maßnahmen sollen verhindern, dass Nutzer- und insbesondere Nutzungsdaten in die Hände Dritter gelangen oder an Behörden herausgegeben werden können.
Auf eine No-Log-Richtlinie sollten VPN-Nutzer in jedem Fall bestehen: Diese gibt vor, dass beim Surfen keine Verlaufsdaten gespeichert werden. Wann man welche Website aufgerufen oder welche Datei verschickt hat, ist somit nicht dokumentiert und kann nachträglich vom Anbieter nicht rekonstruiert werden. Alle in diesem Vergleich vorgestellten Dienste verpflichten sich einem solchen No-Log-Versprechen.
Zusätzliche Sicherheit bieten sogenannte RAM-Server. Hier werden im laufenden Betrieb alle operativ notwendigen Verbindungsdaten ausschließlich im Arbeitsspeicher gehalten. Würde ein VPN-Server beschlagnahmt und damit vom Strom getrennt, wären die Daten sofort verloren. Relikte aus temporären Daten, wie sie im Betrieb mit Festspeicher-Servern vorhanden oder rekonstruierbar sein könnten, gibt es nicht. RAM-Server gehören zum Standard bei den hier vorgestellten Diensten.
| No-Log-Policy | RAM-Server | Anonymer Account | Anonyme Zahlung | |
| CyberGhost VPN | ✓ | ✓ | x | x |
| ExpressVPN | ✓ | ✓ | x | x |
| Mullvad | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ |
| NordVPN | ✓ | ✓ | x | x |
| Surfshark | ✓ | ✓ | x | x |
Tabelle: Funktionen zu Datenschutz und Anonymität der VPN-Anbieter. Stand: 19. Februar 2026.
Wer ganz sichergehen möchte, kann beim schwedischen Anbieter Mullvad sogar ganz ohne Account surfen: Statt sich mit E-Mail-Adresse zu registrieren, meldet man sich über eine von Mullvad generierte, einmalige ID-Nummer an. Als besonderer Clou ist hier zudem Barzahlung möglich, sodass über Paypal, Kreditkarte & Co. keine Identifizierung der eigenen Person erfolgen kann.
Firmensitz: Möglichst nicht in den USA
Für VPN-Anbieter gilt dasselbe wie für Cloud- und SaaS-Dienste: Achten Sie darauf, wo das Unternehmen seinen Sitz hat. Nur Anbieter aus Mitgliedsländern der EU sind gesetzlich an die strenge Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) gebunden. Überdies sind die Schweiz und Island für sehr hohe Datenschutz-Standards bekannt. Für Anbieter aus Übersee, etwa den USA oder Asien, gelten derart strenge Vorschriften nicht. Insbesondere die politischen Entwicklungen in den USA unter Trump legen nahe, möglichst Alternativen zu US-Software zu bevorzugen.
Weiterer Pluspunkt von VPN-Anbietern aus der EU ist, dass hier strenge Verbraucherschutzrechte gelten. Doch es gibt einen potenziellen Nachteil: Diverse europäische Länder nehmen am Fourteen-Eyes-Abkommen teil, einer Vereinbarung zum Austausch von Geheimdienst-Informationen mit den USA, Großbritannien, Kanada, Neuseeland und Australien („Five Eyes“). Dies betrifft Länder wie Deutschland, Schweden (Mullvad) oder Niederlande (Surfshark). VPN-Dienste, die den Datenschutz zum Beispiel über No-Log-Richtlinien, RAM-Server oder anonyme Anmeldung sicherstellen, dürften sich gleichwohl nicht zur Weitergabe von Daten eignen. Es ist also unklar, inwiefern ein Firmensitz in einem der Eyes-Länder effektiv problematisch ist.
| Firmensitz | EU-Verbraucherschutz | Eyes-Teilnehmer | |
| CyberGhost VPN | Rumänien | ✓ | x |
| ExpressVPN | Jungferninseln | x | x |
| Mullvad | Schweden | ✓ | ✓ |
| NordVPN | Panama | x | x |
| Surfshark | Niederlande | ✓ | ✓ |
Tabelle: Firmensitze der VPN-Anbieter. EU-Verbraucherschutz ist positiv, die Teilnahme eines Landes am Eyes-Abkommen potenziell negativ. Stand: 19. Februar 2026.
Mit Blick auf den Standort interessant ist der Anbieter CyberGhost aus Rumänien, da man hier die Vorteile der EU (Verbraucherschutz & DSGVO) ohne die möglicherweise einhergehenden Nachteile anderer EU-Staaten (Eyes-Abkommen) erhält.
Gerätelimit: Relevant für WGs, Familien und geteilte Nutzung
Üblicherweise ist für jeden Account die Anzahl der Geräte, die gleichzeitig per VPN verbunden sein können, begrenzt. Zählen Sie also vor dem Abschluss eines Abos durch, wie viele Geräte Sie besitzen und wie viele davon gleichzeitig im VPN online sein sollen. So gut wie jeder Dienst erlaubt mehr als 3 Geräte gleichzeitig, vielsurfende Haushalte sind am besten mit Surfshark (unbegrenzt viele Geräte), NordVPN (max. 10 Geräte) oder ExpressVPN (je nach Tarif 10 bis 14 Geräte) bedient.
Preis: Wer nicht zahlt, muss zahlen
Einige VPN-Anbieter stellen ihre Dienste kostenlos zur Verfügung. Doch wer kein Geld ausgibt, zahlt oft mit seinen Daten. Gerade bei einem VPN-Dienst, der üblicherweise ja den Datenschutz erhöhen soll, ist das problematisch. Auch funktional kann ein Gratis-VPN nicht mit Bezahldiensten mithalten: Insbesondere beim Streaming, der Länderauswahl, der Geschwindigkeit und dem Datenvolumen muss man teils herbe Abstriche machen. Wer plant, regelmäßig ein VPN zu nutzen, sollte deshalb eine Gebühr von wenigen Euro pro Monat in Kauf nehmen. Gerade durch regelmäßige VPN-Deals besteht fast durchgehend die Möglichkeit, preiswert an ein VPN-Abo zu kommen.
Tipp: Alle hier vorgestellten VPN-Anbieter bieten unterschiedlich lange Geld-zurück-Garantien, sodass man sie ohne Risiko ausprobieren kann: Von 14 Tagen bei Mullvad (sofern nicht anonym gezahlt wurde) bis zu 45 Tagen bei CyberGhost.
Unsere Empfehlung: Das beste VPN für Ihre Bedürfnisse
Welches VPN das für Sie beste ist, hängt von Ihrer persönlichen Priorität ab: Ist Ihnen maximale Anonymität das Wichtigste, oder legen Sie mehr Wert auf hohe Funktionalität und Komfort-Features?
Möchten Sie regelmäßig verschiedene Internetdienste (z.B. Streaming) uneingeschränkt mit einem VPN nutzen?
Dann sind Sie mit einem VPN-Allrounder wie ExpressVPN* oder NordVPN* gut beraten. Dort gibt es eine große Länder- und Serverauswahl, sehr hohe Geschwindigkeit und stabiles Streaming zu einem günstigen Preis. Die Client-Software lässt sich auch von Anfängern leicht nutzen und einrichten. Einschränkungen beim Surfen erfährt man praktisch nicht, egal, ob man international streamt, im Web surft oder etwa Peer-to-Peer-Dienste nutzt. Zuletzt konnte auch Surfshark* als (meist günstigere) Alternative überzeugen. Bei CyberGhost* waren die letzten Testergebnisse zu Geschwindigkeit und Streaming-Unterstützung eher wechselhaft, weshalb wir aktuell keine uneingeschränkte Empfehlung aussprechen können.
Sind Sie bereit, für zusätzliche Sicherheit auf Komfortfunktionen und Streaming zu verzichten?
Zusätzliche Maßnahmen für mehr Anonymität bietet etwa Mullvad (alternativ auch IVPN). Diese Anbieter rufen für kurze Laufzeiten (z.B. einen Monat) vergleichsweise geringe Preise ab, für längere Laufzeiten sind Sie dafür teurer als die Konkurrenz. Größter Nachteil ist, dass diese nicht alle Internetdienste unterstützen – als VPN für Streaming-Webseiten empfehlen sich Mullvad und IVPN explizit nicht. Wenn Sicherheit das oberste Gut ist, weil man etwa als Journalist brisante Recherchen in einem politisch instabilen Land durchführt, sind diese beiden VPN-Anbieter dennoch erste Wahl.
Tipp: Wer nur selten Bedarf an besonders geschützter Anonymität hat, aber regelmäßig Streamen möchte, der kann beide Ansätze kombinieren: Zur Grundversorgung einen der VPN-Allrounder günstig abonnieren – und fallweise einen maximal anonymisierbaren Dienst wie Mullvad für kurze Laufzeit buchen. Denn Mullvad verlangt unabhängig von der Laufzeit immer dieselbe Monatsgebühr, sodass man mit einem Abo ohnehin nicht sparen würde.
Hintergrund: Was ist ein VPN?
Die Abkürzung VPN steht für „virtuelles privates Netzwerk“ (engl. Virtual Private Network). Alle über ein VPN gesendeten und empfangenen Daten werden verschlüsselt und über einen Proxy-Server geleitet, sodass Sender und Empfänger nicht in direkter Verbindung stehen. Das sorgt letztlich für die Anonymität des VPN-Nutzers – die Gegenstelle sieht nicht das eigene Endgerät, sondern nur den VPN-Server. Wenn man dann noch einige Grundregeln zum anonymen Surfen einhält, wird man etwa von einer Webseite, die man besucht, nicht (wieder-)erkannt. Die einzigen Rückschlüsse, die eine VPN-Verbindung gegenüber Dritten theoretisch noch zulässt, beziehen sich auf die Anzahl, Häufigkeit und Größe der versendeten Datenpakete. Über diese Kenngrößen lassen sich unter Umständen Rückschlüsse auf die Art der Daten ziehen, aber der konkrete Inhalt ist von außen nicht einsehbar.
Anonym Surfen mit VPN
Alle in diesem VPN-Test vorgestellten Anbieter geben das Versprechen, keine Verbindungsprotokolle anzulegen. Würde etwa eine Behörde bei einem solchen VPN-Dienst einen Verlauf der besuchten Websites anfragen, so liefe die Anfrage ins Leere, da die Daten nicht gespeichert wurden. Und weil der Datenverkehr über ein VPN verschlüsselt stattfindet, könnte auch der eigene Internet-Provider, der zur Erfassung und gegebenenfalls Herausgabe dieser Daten verpflichtet ist, nur Datensalat liefern. Eine Schwierigkeit bei solchen No-Log-VPNs ist, dass diese Versprechen von außen nicht sicher zu überprüfen sind. Wir haben deshalb nur Dienste in unseren VPN-Vergleich aufgenommen, deren No-Log-Versprechen durch unabhängige, öffentlich zugängliche Audits bestätigt und verifiziert sind.
| 💡 Tipps für anonymes Surfen |
| Ein VPN-Anbieter schützt den Datenverkehr vor Mitlesern, verschleiert den eigenen Standort und erlaubt das Umgehen von Geoblocking-Maßnahmen. Zusätzlich sind jedoch die folgenden Regeln zu beherzigen, wenn Sie anonym bleiben möchten:
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So funktioniert ein Webseiten-Besuch mit VPN
Ruft man mit bestehender VPN-Verbindung eine Webseite auf, dann wird diese Anfrage zunächst über eine verschlüsselte Verbindung („Tunnel“) zum VPN-Server geschickt. In diesem Tunnel übertragene Daten sind dabei nicht von außen einsehbar – das erhöht insbesondere bei drahtlosen Verbindungen die Sicherheit. Der VPN-Server leitet die Anfrage dann an das eigentliche Ziel, also den Webserver mit der Webseite, weiter. Für den Webseiten-Server ist dabei nur der VPN-Server sichtbar, der tatsächliche Webseiten-Besucher, genauer gesagt dessen Endgerät, bleibt der Webseite verborgen. Entsprechend schickt der Webserver die angeforderte Webseite nur zum VPN-Server, der die Daten verschlüsselt an das eigene Endgerät weiterleitet. Dort entschlüsselt die VPN-Software die empfangenen Daten für den Webbrowser, der die angeforderte Webseite dann anzeigt.
VPN fürs Streaming: Videos und Musik ohne Geoblocking
Mithilfe eines VPNs kann man auch das sogenannte Geoblocking umgehen. Geoblocking ist eine Technik, mit der Inhalte im Internet regional gesperrt werden. Das betrifft vordergründig mediale Inhalte wie Filme und Musik. Obwohl inzwischen per EU-Verordnung ein EU-weites Streaming beschlossen wurde, gibt es immer noch zahlreiche Länder, aus denen man keinen Zugriff auf Inhalte von Netflix, Spotify, Sky oder iTunes hat. Solche Sperren können umgangen werden, indem man mit einem VPN seinen Standort ändert. Messbare Auswirkungen hatte das etwa im Juni 2025, als einige pornografische Bewegtbildangebote Nutzer aus Frankreich aussperrten: Sofort schnellte dort die Nachfrage nach VPN-Abos in die Höhe.
Unser Test zeigt jedoch, dass nicht alle VPN-Dienste gleichermaßen für das Freischalten von Streaming-Inhalten geeignet sind. So war das ansonsten sehr empfehlenswerte Mullvad nicht in der Lage, ausländische Streaming-Angebote freizuschalten. NordVPN wiederum hatte im Test die wenigsten Probleme, auf regional gesperrte Videos zuzugreifen.
Per VPN den Standort ändern
Nutzt man etwa zum Aufruf einer Streaming-Seite einen VPN-Dienst, kann man dem Streaming-Anbieter mit der IP-Adresse des ausländischen VPN-Servers vorgeben, dass man sich beispielsweise gar nicht in Deutschland (Inhalt gesperrt), sondern in Österreich (Inhalt freigegeben) aufhält. So kann man zum Beispiel als Österreicher im Deutschland-Urlaub den österreichischen Livestream von Servus-TV oder ORF sehen, anstatt nur das deutsche Programm der Sender zu schauen. Dazu wählt man in der Software des VPN-Anbieters schlicht einen Server im gewünschten Land aus, um der besuchten Webseite zu vermitteln, dass man sich gerade dort aufhält. Auf diese Weise kann man als Abonnent von Bezahl-Diensten auch in jenen Ländern auf Inhalte zugreifen, in denen sie sonst durch Geoblocking komplett gesperrt sind. Man sollte aber zuvor in das Kleingedruckte der Dienste schauen, die man via VPN nutzen möchte. Einige Anbieter, insbesondere Abo-Dienste aus dem Streaming-Bereich, untersagen nämlich die Nutzung mit VPN-Servern und behalten sich vor, bei Zuwiderhandlung den Account zu sperren. Wer ein VPN für Streams nutzen möchte, sollte zudem darauf achten, dass die VPN-Geschwindigkeit nicht zu niedrig ist, dass der VPN-Dienst Streaming generell unterstützt und Server in den entsprechenden Ländern anbietet.
Altersverifikation bei Reddit & Co. mit VPN umgehen
Ein weiteres Beispiel für das Umgehen von Web-Sperren ist der Altersnachweis, den manche Websites in einigen Ländern verlangen. So müssen etwa britische Nutzer seit Juli 2025 ihre Volljährigkeit nachweisen, wenn sie Websites mit pornografischen Inhalten aufrufen möchten. Dies betrifft nicht nur spezialisierte Video-Portale, sondern unter anderem auch Unterforen auf Reddit, deren Inhalte an Erwachsene gerichtet sind. Anstatt für eine Altersüberprüfung persönliche Daten weiterzugeben, griffen viele Briten zu einem VPN: Stellt man dort als Online-Standort ein Land ein, das keine Altersverifikation verlangt, lassen sich die Websites auch aus Großbritannien weiter ohne Alterscheck nutzen.
Mehr Sicherheit im WLAN durch VPN
Die Verschlüsselung ist auch beim Surfen im WLAN ein wesentlicher Sicherheitsfaktor. Denn im drahtlosen Netzwerk lässt sich der eigene Datenverkehr theoretisch von Dritten mitlesen. Das betrifft besonders öffentliche WLANs, aber auch in private WLANs können findige Kriminelle eindringen – unter Umständen sogar mit überschaubarem Aufwand, wie die c't im Video zeigt:
Deshalb ist es im drahtlosen Netzwerk ein besonderer Sicherheitsgewinn, wenn die Surfdaten für potenzielle Mitleser verschlüsselt sind – wie es bei einer VPN-Verbindung der Fall ist.
VPN für Urlaub & Reisen
Die angesprochenen Vorteile gelten insbesondere auf Reisen, da man hier häufiger auf öffentliche WLAN-Verbindungen angewiesen ist. So verhindert ein VPN etwa, dass das eigene Hotel Kenntnis von Art und Inhalt der im WLAN übertragenen Daten erlangt. Auch das Freischalten heimischer Mediatheken ist aus dem Ausland ohne VPN-Verbindung oft nicht möglich – besonders, wenn man sich außerhalb der EU befindet. Außerdem lassen sich blockierte Messenger nutzen und Zensur umgehen. Spezielle Tipps gibt unser Beitrag Urlaub & Reise: VPN-Empfehlungen für die Ferien.
ChatGPT, QuillBot und andere KI-Tools entsperren mit VPN
Ein Beispiel für Zensur war die Sperrung von ChatGPT in Italien: Die dortige Regierung hatte im März 2023 Datenschutz-Bedenken gegen den Dienst geäußert, woraufhin ChatGPT-Entwickler OpenAI den KI-Bot für Zugriffe aus Italien gesperrt hat. Viele Italiener haben daraufhin VPN-Dienste genutzt, um ihren Online-Standort zu verändern und so die Sperrung von ChatGPT zu umgehen. KI-Tools wie QuillBot, das selbstständig Texte umformuliert, können wiederum Bildungsinstitutionen ein Dorn im Auge sein. Entsprechend sind die unter Studierenden beliebten Dienste mitunter in Uni-Netzwerken gesperrt, per VPN oder via Mobilnetz aber dennoch erreichbar. An die Regeln der Schule oder Uni sollte man sich natürlich trotzdem halten – es wäre schließlich ärgerlich, den akademischen Erfolg mit Datenschutzverstößen aufs Spiel zu setzen.
Mit VPN in einen anderen Haushalt einwählen
Manche Dienste erlauben eine Nutzung nur aus bestimmten Netzwerken („Haushalten“) heraus. Typischer Anwendungsfall wären etwa Streaming- oder Dateiserver, die man nur von festgelegten IP-Adressen aus erreichen kann. Dies soll vor unbefugtem Zugriff durch Dritte schützen – kann aber auch berechtigten Zugriff verhindern, etwa, weil man unterwegs ist und dann in einem anderen Netzwerk mit einer anderen IP-Adresse surft. Statt in einen öffentlichen VPN-Server muss man sich in diesem Fall in das entsprechende Haushalts-Netzwerk einwählen. Bei einigen Routern lässt sich auch über das Administrations-Menü eine Einwahlmöglichkeit von außen aufsetzen.
VPN in Unternehmen: Per VPN auf das Intranet zugreifen
Ein weiteres Einsatzgebiet für VPNs sind Unternehmen, Behörden oder Universitäten, die ihren Mitarbeitern beziehungsweise Studenten den Zugriff auf ein internes Netzwerk von außen über das Internet ermöglichen wollen. So kann man aus dem Home-Office auf Firmen-Anwendungen zugreifen oder auch aus einem öffentlichen WLAN auf das Intranet der eigenen Hochschule. Solche VPN-Netzwerke werden allerdings von den betreffenden Organisationen, Schulen, Behörden und Unternehmen selbst aufgesetzt und sind nur für interne Verwendung gedacht – sie ersetzen funktional nicht die hier vorgestellten VPN-Anbieter, wenn man unerkannt privat surfen und streamen möchte. Umgekehrt ermöglichen die hier getesteten VPN-Dienste nicht, sich in das Netzwerk des Arbeitgebers einzuwählen.
| 💡 Werkzeuge für Sicherheit und Datenschutz |
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Zusammenfassung: Für wen lohnt sich ein VPN?
Ein VPN verschiebt primär die Linie des Vertrauens: Statt beim Internet-Anbieter bündelt sich der eigene Datenverkehr auf den Servern des eingesetzten VPN-Dienstes. Der wichtige Unterschied zu Internet-Providern liegt in dem Versprechen einiger VPN-Anbieter, keine Verbindungsdaten zu protokollieren und diese somit auch nicht an Dritte herausgeben zu können. Zweiter großer Vorteil einer VPN-Verbindung ist die Verschlüsselung, die etwa im WLAN das Mitlesen der Daten durch Dritte verhindert. Entsprechend sinnvoll kann es sein, einen VPN-Dienst einzusetzen, wenn das Surfverhalten privat bleiben soll. Eine hundertprozentige Garantie auf Anonymität und Datenschutz erreicht man mit VPN-Anbietern aber nicht: Mit dem richtigen Know-How und der dazugehörigen Technik lassen sich zumindest vage Rückschlüsse auf die Art der übermittelten Daten ziehen – selbst, wenn diese verschlüsselt sind. Ob ein VPN-Anbieter Wort hält und tatsächlich keine Daten loggt, ist außerdem von außen nicht zu überprüfen.
Praktisch ist die Möglichkeit, den eigenen Online-Standort zu verändern und so etwa Inhalte aufzurufen, die im eigenen Land gesperrt sind. Manche Leute nutzen dies, um ausländische Streaming-Angebote anzusehen oder günstigere Preise beim Online-Shopping zu erhalten. Doch Vorsicht: Unter Umständen verstößt die Nutzung eines VPN-Dienstes gegen die AGB des jeweiligen Online-Shops oder Streaming-Anbieters. Hier sollte man sich im Zweifel vorher schlaumachen.
Alternativen zum bezahlten VPN sind ein zweischneidiges Schwert. So kann das kostenlos im Opera-Browser integrierte VPN gerade bei Gelegenheitsnutzern ein falsches Sicherheitsgefühl erzeugen, da man außerhalb des Browsers ohne VPN-Verbindung surft – der Mailverkehr in einem E-Mail-Programm etwa geht am Opera-VPN vorbei. Auch Nutzer anderer Browser, etwa von Firefox und Chrome, schauen in die Röhre. Das Tor-Netzwerk wiederum lässt sich kostenlos nutzen und sorgt für Anonymität, ist aber mitunter quälend langsam – Streaming etwa macht so keinen großen Spaß. Unsere Empfehlung lautet deshalb, zu einem der kostenpflichtigen VPN-Dienste zu greifen. Der Schutz Ihrer Daten, die vergleichsweise flotten Geschwindigkeiten und die Möglichkeit des einfachen Standortwechsels sind den vergleichsweise geringen Monatsbetrag wert.
VPN-Alternativen
Für die Nutzung einer verschleierten und verschlüsselten Verbindung muss man nicht zwingend auf die Software eines VPN-Anbieters zurückgreifen. Doch die Alternativen haben oft Nachteile. So bewegt man sich etwa im Tor-Browser in einem geschlossenen Netzwerk, das vom Prinzip einem VPN ähnelt. Wenn man das Tor-Netzwerk betritt, wird eine Liste aller verfügbaren Tor-Server heruntergeladen. Mithilfe dieser Liste wird dann eine zufällige Route über die Tor-Server festgelegt, die sich jeweils über drei Server erstreckt. Die Verbindungs-Route wird außerdem alle zehn Minuten gewechselt, das soll größtmögliche Anonymität und Sicherheit gewährleisten. Ein Nachteil der Verbindung über Tor ist, dass Cookies, Java und Javascript standardmäßig deaktiviert sind. Das Surf-Erlebnis wirkt also im Vergleich teils fad, teils schlicht unvollständig, da dynamische Inhalte nicht sichtbar sind. Außerdem ist man über das Tor-Netzwerk merklich langsamer im Internet unterwegs – ein No-Go für alle, die etwa Videos in hoher Qualität streamen möchten oder größere Dateien hoch- oder herunterladen.
Leider langsam: mit dem TOR-Browser surft man anonym, aber nur mit geringer Geschwindigkeit.
Eine gegebenenfalls mit Kosten verbundene Alternative zum Tor-Browser ist der Mullvad-Browser: Dieser vom Tor-Projekt mitentwickelte Browser des VPN-Dienstes Mullvad nutzt nicht das Tor-eigene Netzwerk zum Surfen, sondern bindet einen VPN-Anbieter nach Wahl ein. Das kann Mullvad selbst sein, muss es aber nicht. So werden die typischen Probleme des Tor-Netzwerks umgangen, da die Servernetze kommerzieller VPN-Dienste in der Regel deutlich performanter sind – dafür aber auch monatliche Gebühren verlangen. Voraussetzung zum Surfen mit einem VPN ist der Browser gleichwohl nicht, denn alle hier vorgestellten VPN-Dienste sind mit allen gängigen Webbrowsern kompatibel.
➤ Aktuelle VPN-Deals: Die günstigsten VPN-Dienste
Opera schützt nicht überall
Eine zuschaltbare VPN-Verbindung zum Internet bietet auch der Opera-Browser (Test). Allerdings hat man nur die Wahl aus wenigen Server-Standorten. Das kann ausreichen, falls man etwa sein deutsches Netflix-Abo ohne Geoblocking im EU-Ausland nutzen will. Größere Geschwindigkeits-Einbußen gab es im Test ebenfalls nicht. Ein nicht zu unterschätzender Nachteil der Opera-Lösung ist jedoch, dass man nur innerhalb dieses einen Browsers per VPN surft. Andere internetfähige Programme, Spiele, Clients und Browser surfen hier weiterhin komplett ohne Schutz. Im schlimmsten Fall surft man also mit dem Selbstverständnis, bei allen Online-Aktivitäten anonym und geschützt zu sein, wenn dies tatsächlich nur auf einen Teil des Datenverkehrs zutrifft.
Router mit VPN-Funktion
Der Zugriff von unterwegs auf das private Netzwerk zu Hause ist zum Beispiel mithilfe einer Fritz!Box und dem Fritz!Fernzugang möglich. Die Client-Software von AVM lässt sich auf dem Notebook installieren. Nach der Konfiguration ist der mobile Zugriff auf das heimische Netz über die eigene Fritz!Box möglich. Damit emuliert man beim Webseitenbesuch allerdings immer seinen Heimatstandort, den man – anders als bei den hier vorgestellten VPN-Anbietern – nicht weltweit verändern kann.
Testfazit: Das sind die besten VPN-Anbieter im Vergleich
ExpressVPN (Rabatt-Link*) zeigt sich im Test als Allround-VPN ohne echte Schwächen. Aufgrund des zuverlässigen Servernetzes und der guten Geschwindigkeit empfehlen wir den Dienst für das Streaming und alle gängigen VPN-Anwendungen.
Die beste Anonymität bietet Mullvad VPN (Anbieter-Link). Als einziger VPN-Dienst im Vergleich sind hier Nutzung ohne einen personalisierten Account sowie anonyme Barzahlung möglich. Leider unterstützt Mullvad kein Streaming und das Servernetz ist im Vergleich zu anderen Anbietern klein, dennoch aber schnell. Der Preis ist bei einmonatiger Laufzeit günstig, bei längerer Abodauer sind andere Anbieter billiger.
Surfshark VPN (Rabatt-Link)* ist unser Preis-Leistungs-Tipp. Besondere Stärken sind die unbegrenzte Anzahl an Geräten, die parallel genutzt werden können, sowie der besonders günstige Preis, wenn man sich im Abo an den Dienst bindet. Im Vergleich zu ExpressVPN benötigt Surfshark jedoch teils mehr Anläufe, um auf internationale Streaming-Angebote zuzugreifen.
FAQ – Fragen und Antworten zu unserem VPN-Test
Im Folgenden beantworten wir einige Fragen, die besonders häufig zum Thema VPN gestellt werden.
Ist VPN legal?
VPN-Dienste sind in Deutschland, Österreich und der Schweiz vollkommen legal zu nutzen. Dasselbe gilt für die meisten anderen Länder der Welt. Zu den Ausnahmen zählen China und Russland, die nur vom Staat reglementierte VPN-Dienste erlauben. Auch die Türkei schränkt die VPN-Nutzung immer weiter ein. Wichtig: Auch dort, wo sich VPN legal nutzen lässt, bleibt man für die eigenen Handlungen verantwortlich. Eine Straftat bleibt auch dann eine Straftat, wenn sie hinter einer VPN-Verbindung passiert.
Ist VPN sicher?
Eine VPN-Verbindung verschlüsselt den Datenverkehr, der am Endgerät (z. B. PC oder Smartphone) empfangen und gesendet wird. Es ist daher für Dritte nicht möglich, diese Daten im Klartext mitzulesen. Da die Daten aber nur verschlüsselt und nicht „versteckt“ werden können, ist für Dritte zumindest im WLAN theoretisch messbar, wann wie viele Daten gesendet werden. Unter Umständen sind so Rückschlüsse auf die Art der Daten möglich – ohne den Inhalt von außen allerdings einsehen zu können. Somit ist ein VPN die bestmögliche Sicherung für den Datenverkehr im Internet, insbesondere auch im WLAN.
Was ist das beste VPN fürs Streaming?
Als VPN für Netflix, Disney+, Amazon Prime Video und andere Streaming-Angebote empfehlen wir auf Basis unserer Tests ExpressVPN*. Alternativen sind NordVPN* und Surfshark*, die jedoch teils mehrere Anläufe benötigen, um auf internationale Streaming-Angebote zuzugreifen.
Wer bietet VPN ohne Gebühren an und was sind die Einschränkungen?
Ganz ohne Zusatzkosten lässt sich ein VPN bei einigen Routern aktivieren, etwa der Fritzbox (Anleitung). Auf diese Weise können Sie verschlüsselt im WLAN surfen, aber nicht frei den Online-Standort wechseln, wie es bei VPN-Anbietern der Fall ist. Es gibt jedoch auch kommerzielle Anbieter, die kostenlose Pläne anbieten. Eine Übersicht zeigen wir im Beitrag VPN kostenlos: So finden Sie das passende Gratis-VPN.
Welcher ist der günstigste VPN-Anbieter?
Bei bezahlten VPNs ist der günstigste VPN-Anbieter immer abhängig von der gewünschten Abo-Laufzeit. Typischerweise zahlt man umgerechnet pro Monat umso weniger, je länger man einen Dienst am Stück abonniert. Eine Auflistung der günstigsten, von uns getesteten VPN-Anbieter zeigen wir im Beitrag Aktuelle VPN-Deals: Die günstigsten VPN-Dienste.
Grundsätzlich empfehlen wir, den VPN-Anbieter nicht ausschließlich nach dem niedrigsten Preis auszuwählen.
Was ist das beste VPN für Windows 11?
Wir gehen davon aus, dass alle hier vorgestellten VPN-Dienste und VPN-Clients ohne Einschränkungen auch unter Windows 11 funktionieren werden. Sie können die Wahl des für Sie besten VPN-Anbieters daher auch für Windows 11 von Ihren üblichen Kriterien abhängig machen, etwa Größe und Geschwindigkeit des VPN-Netzwerks, Preis oder Unterstützung von Streaming-Diensten.
Speichern VPN-Anbieter wirklich gar keine Daten von mir?
Doch, in der Regel schon! Typischerweise zählen dazu etwa eine E-Mail-Adresse oder die Dauer des Abonnements. Sofern ein Anbieter keine Logdateien über den Datenverkehr anlegt, können diese Daten aber nicht mit einer Surf-Historie in Verbindung gebracht werden. Eine Behörde könnte dann etwa im Zuge einer Ermittlung vielleicht herausfinden, dass jemand einen VPN-Dienst abonniert hat - aber nicht, wie dieser genutzt wurde.
Kann man eine VPN-Verbindung zurückverfolgen?
Den Nutzer einer VPN-Verbindung könnte nur der jeweilige VPN-Anbieter selbst zurückverfolgen - und das auch nur, sofern er die Verbindungsdaten seiner Nutzer aufzeichnet. Die meisten Anbieter versprechen jedoch, keine Logdateien der Verbindungen anzulegen. Damit man bei seinen privaten Online-Aktivitäten auch im Nachhinein nicht von Dritten ausspioniert werden kann, sollte man daher einen vertrauenswürdigen Anbieter auswählen.
Kann man mit VPN schneller im Internet surfen?
Die maximale Geschwindigkeit des eigenen Internet-Anschlusses ist vom Internet-Provider und dem dort gewählten Tarif abhängig. Daran ändert auch ein VPN-Dienst nichts. Einige Speed-Tests im Internet zeigen mit aktiver VPN-Verbindung trotzdem schnellere Übertragungsraten. Vermutlich wird dann nicht der komplette Übertragungsweg bis zum eigenen Rechner gemessen, sondern nur bis zu den VPN-Servern - was zu falschen Ergebnissen führt.
Wird das Internet mit VPN-Verbindung langsamer?
Ein guter VPN-Anbieter nutzt die volle Bandbreite des eigenen Internet-Anschlusses in der Regel gut aus - er bremst die Geschwindigkeit also nicht merklich. Typischerweise gelingt das mit VPN-Servern in der Nähe des eigenen Standortes am besten. Je weiter der Server-Standort entfernt ist, desto eher kann es zu Verzögerungen kommen.
Bringt ein No-Lag-VPN Vorteile beim Zocken?
Einige Spieler erhoffen sich einen besseren Ping beziehungsweise geringere Latenz, wenn sie online per VPN zocken. Tatsächlich kann ein VPN den eigenen Netzanschluss nicht beschleunigen (siehe Kann man mit VPN schneller im Internet surfen?). Wer wettbewerbsmäßig zockt oder mit großem Einsatz spielt, kann seine Verbindung aber mit einem VPN vor Manipulationen schützen. In manchen Multiplayer-Games ist es außerdem möglich, sich mit weiter entfernten Mehrspieler-Servern zu verbinden, die ohne VPN nicht zur Auswahl stünden. Das bezahlt man aber in der Regel mit einem Performance-Verlust.
Ein No-Lag-VPN wie es etwa der Dienst NoLagVPN für das Spiel Call of Duty: Warzone anbietet, verspricht lediglich, diese Performance-Verluste möglichst gering zu halten. Dies will der Dienst erreichen, indem er nur Spieledaten über die VPN-Server leitet und den übrigen Datenverkehr daran vorbei. Prinzipiell bietet NoLagVPN aber keine anderen Funktionen als die klassischen hier vorgestellten Anbieter: Dort kann man typischerweise über eine Split-Tunneling-Funktion ebenfalls einstellen, dass nur bestimmte Anwendungen das VPN (nicht) nutzen, und sich mit Servern in der Wunschregion verbinden. Zudem sind viele der klassischen Anbieter günstiger als NoLagVPN.
Was sind die Nachteile von VPN-Diensten?
Mit einer aktiven VPN-Verbindung werden Daten über mehr Server gelotst, als dies ohne VPN der Fall wäre. Das kann zu einer geringeren Übertragungsgeschwindigkeit der Daten führen. Die kostenpflichtigen Dienste lösen dieses Problem aber in der Regel mit schnellen Servernetzen. Außerdem kann ein VPN-Anbieter prinzipiell den eigenen Internet-Verkehr mitlesen. Damit das eigene Surfverhalten trotzdem nicht nachvollziehbar bleibt, sollte man einen Anbieter wählen, der keine Logdateien anlegt, genauer gesagt die eigene Surf-Historie nicht speichert. Auch sollten Nutzer von VPN-Diensten darauf achten, nicht gegen geltende Regeln zu verstoßen – dazu zählen nicht nur Gesetze, sondern auch die AGB von Streaming-Diensten oder anderen Webseiten. Denn nicht alles, was ein VPN-Dienst technisch ermöglicht, ist auch erlaubt.
Wie kann ich die Geschwindigkeit meiner VPN-Verbindung erhöhen?
Ist die Surf-Geschwindigkeit mit aktiver VPN-Verbindung spürbar geringer als beim Surfen ohne VPN, dann sollten Sie zunächst prüfen, über welchen Server des VPN-Netzwerks Sie mit dem Internet verbunden sind. Wenn der gewählte Server weit vom tatsächlichen Aufenthaltsort entfernt ist, kann sich das negativ auf die Surfgeschwindigkeit auswirken. Ein Wechsel zu einem näheren Server löst dieses Problem in der Regel. Die populären VPN-Anbieter ermöglichen solche Serverwechsel unkompliziert mit wenigen Klicks.
| ⭐ Allround-VPN | ⭐ Spartipp | ⭐ Anonymität | |
![]() ExpressVPN |
Surfshark |
![]() Mullvad |
|
| Firmensitz | Jungferninseln | Niederlande | Schweden |
| Systemunterstützung | Sehr gut | Sehr gut | Gut |
| Max. Geräte | 10 - 14 | Unbegrenzt | 5 |
| Servernetz | >3.500 Server | >4.500 Server | 595 Server |
| Standortauswahl | 105 Länder | 100 Länder | 50 Länder |
| Geschwindigkeit | Sehr gut | Sehr gut | Sehr gut |
| Apps & Usability | Sehr gut | Sehr gut | Gut |
| Streaming | ✓ | (✓) | x |
| Sicherheit | Gut | Gut | Sehr gut |
| Anonyme Zahlung | x | x | ✓ |
| Sprache | deutsch | deutsch | teilw. deutsch |
| Besonderheiten | Schnelles VPN mit zuverlässiger Streaming-Unterstützung zum guten Preis | Unbegrenzte Anzahl gleichzeitiger Geräte, dedizierte IP gg. Aufpreis, Alternative ID | Anonyme Registrierung & Barzahlung, Open-Source-Apps |
| Preis | ab 2,49 € / Monat Deal bis 05.03. |
ab 2,37 € / Monat | 5,00 € / Monat |
| Fazit | "Schneller Allrounder mit guter Preis-Leistung & starkem Streaming." | "Die meisten gleichzeitigen Geräte zum günstigsten Preis." | "Kein Streaming, dafür anonyme Anmeldung & Barzahlung." |
| Testbericht | ExpressVPN Test | Surfshark Test | Mullvad Test |
| Zum Anbieter | ➤ ExpressVPN* 81 % Rabatt🗹 30 Tage Geld-zurück-Garantie |
➤ Surfshark* 87 % Rabatt🗹 30 Tage Geld-zurück-Garantie |
➤ Mullvad 5,00 € / Monat🗹 14 Tage Geld-zurück-Garantie |
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Redaktion & Aktualisierung: heise Download-Team


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