Virtuelle Piloten

Seite 2: Arten virtueller Adapter

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Bridged: Standardmäßig setzt der GSX Server eine neue Netzkarte auf „bridged“. Über das „VMware Bridge Protocol“ tunnelt das System den Datenverkehr direkt zu einer physischen Netzkarte des Host. Im LAN erscheint die VM wie ein echter Rechner, ist uneingeschränkt zu erreichen und benötigt deshalb eine freie IP-Adresse.

NAT: Über eine virtuelle Netzkarte vom Typ NAT kann eine VM jede beliebige Netzverbindung des Host von Modem bis zu UMTS mitbenutzen. Der Verkehr läuft über den Dienst „VMware NAT Service“ und den „VMware Network Adapter VMnet8“. Ausschließlich Antwortpakete gelangen zurück, ein direktes Ansprechen der VM ist nur über Portforwarding möglich. Alle VMs bekommen vom „VMware DHCP-Service“ automatisch interne IP-Adressen, samt Default-Gateway auf den virtuellen NAT-Router, zugeteilt.

Host-only: Eine Karte im Modus „Host-only“ ermöglicht die uneingeschränkte Kommunikation zwischen VM und Host über den logischen Adapter „VMware Network Adapter VMnet1“. Dazu muss keine physische Netzkarte vorhanden sein. VMware verteilt per DHCP interne IP-Adressen. Eine VM mit Host-only-Adapter ist im LAN normalerweise nicht sichtbar, lässt sich aber über den Host routen. Damit kann ein separates LAN-Segment für die VMs geschaffen entstehen.

Custom: Ein flexible Konfiguration ermöglicht ein „Custom“-Adapter. VMware emuliert intern zehn Switches (VMnet0-9), an die Custom-Adapter angeschlossen werden können. Ein Switch baut ein virtuelles Netzwerk auf, in dem nur VMs am gleichen Switch untereinander sichtbar sind. Mit Custom-Adaptern lassen sich völlig abgeschottete Test-Netze aufbauen oder physische Netzkarten explizit zuweisen. Übrigens ist ein Custom-Adapter an VMNet0 genau das gleiche wie ein Bridged-Adapter. Und ein Adapter an VMNet1 funktioniert wie Host-only, ein Adapter an VMNet8 wie NAT. Die separaten Konfigurations-Typen Bridged, NAT und Host-only existieren einzig und allein für eine intuitivere Bedienung. (rh)