Von iOS 11.2.5 bis macOS 10.13.3: Fehlerkorrekturen für alle Apple-Systeme

Der Empfang einer manipulierten Textnachricht soll iPhone, iPad und Mac nach der Aktualisierung nicht länger zum Absturz bringen. Für Apple Watch und Apple TV liegen ebenfalls Updates vor.

In Pocket speichern vorlesen Druckansicht 82 Kommentare lesen
iPhone X

(Bild: dpa, Lino Mirgeler)

Lesezeit: 3 Min.
Inhaltsverzeichnis

Apple hat am Dienstagabend Updates für alle vier Betriebssysteme veröffentlicht. iOS 11.2.5 bringt Unterstützung für die Inbetriebnahme des WLAN-Lautsprechers HomePod sowie “Siri News”, die Sprachassistentin soll auf die Frage “Hey Siri, was gibt es heute in den Nachrichten” passende Podcast zu tagesaktuellen Neuigkeiten wiedergeben. Der Nutzer könne auch nach Kategorien wie Wirtschaft oder Sport fragen, merkt Apple an.

Das Update geht außerdem eine Reihe von Problemen an, unter anderem mit der Anzeige von Exchange-Mails im Sperrbildschirm des iPhone X. Auch liefert die Anrufliste in der Telefon-App wieder vollständige Informationen, schreibt Apple. Die Bedienungshilfe VoiceOver stelle jetzt gesprochene Angaben zum Akkufüllstand der AirPods bereit und ein “Problem bei der Anzeigereihenfolge von Nachrichten-Konversationen” wurde angeblich behoben – bei betroffenen Nutzern wurden dabei ältere iMessage-Nachrichten irritierend unter neueren Nachrichten angezeigt.

Die neue iOS-Version soll außerdem verhindern, dass sich iPhone und iPad allein durch den Empfang einer manipulierten Textnachricht lahmlegen lassen, Abhilfe gegen den “chaiOS” genannten Bug hatte Apple vorige Woche in Aussicht gestellt. Weitere Details zu beseitigten Sicherheitslücken wurden bislang noch nicht veröffentlicht.

Wichtige Neuerungen rund um die iPhone-Akkuproblematik folgen erst mit iOS 11.3, voraussichtlich im März: Künftig soll das iPhone detaillierte Funktionen zum Akkuzustand bereithalten und Nutzern erstmals die Option geben, die automatische Drosselung abzuschalten – auf die Gefahr hin, dass sich das iPhone dann unter Umständen wohl wieder unerwartet abschaltet.

macOS High Sierra 10.13.3 geht ebenfalls die erwähnte “chaiOS”-Schwachstelle an, ein manipulierter Link in einer Textnachricht soll die Nachrichten-App nicht länger lahmlegen. Ebenso wie in iOS 11.2.5 soll auch auf dem Mac die fehlerhafte Reihenfolge bei iMessages nun der Vergangenheit angehören. Das Update schließt außerdem eine Lücke, die das Entsperren der App-Store-Einstellungen selbst mit einem falschen Passwort ermöglicht.

Für Apple Watch und Apple TV liegen ebenfalls Aktualisierungen vor: watchOS 4.2.2 bringt nicht näher genannte Verbesserungen und Fehlerbehebungen – ebenso wie tvOS 11.2.5. Neue Funktionen scheinen nicht enthalten.

[Update 24.01.2017 12:30 Uhr] Die Updates räumen mehrere, teils schwere Sicherheitslücken aus, die unter anderem das Ausführen von Schadcode beim Abspielen einer Audiodatei oder dem Aufrufen einer manipulierten Webseite ermöglichen. Den Anfang des Jahres veröffentlichten Zero-DayExploit IOHIDeous hat Apple wie angekündigt in macOS gestopft – neben High Sierra mit eigenen Sicherheits-Updates auch in 10.12 Sierra und OS X 10.11 El Capitan. (lbe)