AMD Radeon RX 7000: Effizienz soll mit 5-nm-Chiplets stark ansteigen
Symbolbild mit RX-6000-Grafikkarten.
(Bild: c't)
Die RDNA3-Grafikarchitektur der nĂ€chsten Grafikkartenbaureihe Radeon RX 7000 erfĂ€hrt gröĂere Neuerungen. Dazu gehört ein Aufbau mit mehreren Chiplets.
AMD verspricht mit der nĂ€chsten Grafikkartengeneration Radeon RX 7000 und deren RDNA3-Architektur einen weiteren groĂen Effizienzsprung von mindestens 50 Prozent. In einem hypothetischen Beispiel wĂŒrde das bedeuten: Eine 200-Watt-Grafikkarte wĂŒrde in Spielen die gleichen Bildraten schaffen wie die bisherige Radeon RX 6900 XT mit 300 Watt.
Den erhofften Sprung fĂŒhrt AMDs Grafikchef David Wang auf drei Punkte zurĂŒck: der Wechsel von 7- auf 5-Nanometer-Technik des Chipauftragsfertigers TSMC, die ĂŒberarbeitete RDNA3-Grafikarchitektur mit optimierter Grafik-Pipeline samt verbessertem Raytracing, und neue Packaging-Verfahren mit einem Chiplet-Aufbau.
(Bild:Â AMD)
Cache-Dies fĂŒr RDNA3-GPUs
Details bleibt AMD zum derzeitigen Standpunkt noch schuldig. Der bestĂ€tigte Chiplet-Aufbau und der genannte "Next-Gen-Infinity-Cache" untermauern jedoch vorangegangene GerĂŒchte, laut denen AMD mehrere Cache-Dies um den Haupt-Grafikchip herum auf einem TrĂ€ger unterbringt. Mit mehreren Grafikchips auf einem TrĂ€ger soll AMD experimentiert haben [1] â Unklar ist jedoch, ob entsprechende Grafikkarten innerhalb der RX-7000-Baureihe erscheinen werden.
Mit getrennten SRAM-Dies könnte AMD den Infinity-Cache erheblich vergröĂern, was die Datenbewegungen zwischen dem klassischen Grafikspeicher â etwa GDDR6-Bausteine â und der GPU drastisch reduzieren wĂŒrde, indem die GPU mehr Daten lokal vorhĂ€lt. Reduzierte Datenbewegungen wĂŒrden wiederum Strom sparen.
Die ersten RDNA3-Grafikkarten sollen bis Ende 2022 erscheinen, weitere Modelle 2023 folgen. Die neue GPU-Roadmap zeigt jetzt zudem die RDNA4-Generation fĂŒr das Jahr 2024. Der "verbesserte Fertigungsprozess" bedeutet im Bestfall 3-nm-Technik von TSMC. Anders als bei Zen 5 [2] lĂ€sst sich AMD allerdings auf keine konkrete Prozessgeneration festnageln.
(Bild:Â AMD)
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