AMD Ryzen AI 300 und Intel Core Ultra 200V bekommen im November Copilot+
AMDs Ryzen AI 300 haben eine dicke KI-Einheit, die bisher aber brachliegt. Erst im November schaltet Microsoft den Copilot+ frei.
Eine Copilot+-Funktion: der Image Creator. Auf Notebooks mit Snapdragon X Elite sind die Ergebnisse bisher aber durchwachsen.
(Bild: heise online)
Microsoft hat ein Windows-11-Update für Notebooks mit aktuellen Prozessoren von AMD und Intel angekündigt: Es soll im November Copilot+-Funktionen freischalten, die lokal mit den integrierten KI-Einheiten in den Prozessoren laufen. Das betrifft AMDs Ryzen AI 300 und Intels jüngst vorgestellten Core Ultra 200V alias Lunar Lake.
Insbesondere frühe Nutzerinnen und Nutzer eines Notebooks mit Ryzen AI 300 müssen damit einige Geduld mitbringen: AMD hat die CPU-Familie im Juli 2024 vorgestellt, seit August sind Notebooks damit verfügbar. Damit vergehen mehr als drei Monate, bis die beworbenen Funktionen verfügbar sind.
Nur mit der aktuellen Prozessorgeneration
Schon auf der Technikmesse Computex scherzte AMD-Chefin Lisa Su: "Ihr drängt uns immer dazu, euch mehr zu geben. Ihr sagt immer: 'Mehr TOPS, Lisa, mehr TOPS'. Was macht ihr mit all diesen TOPS? [...] Übrigens, es braucht eine Menge Chipfläche, nur damit du es weißt."
TOPS steht für Tera Operations per Second, also Billionen Rechenoperationen pro Sekunde. Für Copilot+ setzt Microsoft 40 TOPS voraus. Außer den Ryzen AI 300 und Core Ultra 200V schaffen das Qualcomms ARM-Prozessoren Snapdragon X Elite und Snapdragon X Plus. Auf Letzteren laufen die KI-Funktionen schon seit Juni.
Bei AMD gibt es noch eine zweite Voraussetzung, damit KI-Funktionen lokal laufen: Notebook-Hersteller müssen die KI-Einheit (Neural Processing Unit, NPU) in ihrer Firmware aktivieren. Ansonsten "sieht" Windows sie gar nicht.
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KI-Funktionen in Windows 11
AMD- und Intel-Notebooks bekommen derweil die gleichen Copilot+-Funktionen wie Qualcomm-Geräte:
- Live-Transkribierung von Gesprächen inklusive Übersetzung
- Windows-Studio-Effekte, etwa unscharfer Hintergrund in Videokonferenzen
- Co-Creator in Paint (generierte Bilder anhand einer Paint-Zeichnung)
- Restyle Image und Image Creator in der Windows-Fotoanzeige-App
Restyle arbeitet wie aufwendigere Filter für Fotos. So kann man etwa ein Selfie etwa wie ein Ölgemälde aussehen lassen. Image Creator generiert lokal Bilder – ist im aktuellen Stadium aber nicht mit Tools wie Midjourney und DALL-E vergleichbar.
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(mma)