AirTags: Apple hat Probleme mit beleidigenden Gravuren

Die kleinen UWB- und Bluetooth-Tracker gibt es mit kostenloser Beschriftung. Apples Zensurroutine gegen problematische Bezeichungen wirkt jedoch nicht recht.

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Einhorn und Stuhlgang auf einem AirTag.

(Bild: Apple)

Lesezeit: 2 Min.
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Apple erlaubt die kostenlose Personalisierung seiner ab heute zur Vorbestellung verfügbaren UWB- und Bluetooth-Tracker AirTags. Dazu kann man bei der Bestellung entweder vier Buchstaben oder zwei Emojis angeben, die dann vor dem Versand eingraviert werden. Das ist sehr praktisch, wenn man sich gleich mehrere der kleinen Pucks gekauft hat, um verschiedene Gegenstände zu tracken – einzeln verkauft Apple die AirTags für 35 Euro, im Viererpack etwas günstiger für 120 Euro. Bis zu sechzehn Stück lassen sich pro Apple-ID einsetzen, so der Hersteller.

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Wie sich nun zeigt, nutzen manche User die automatisierte Gravurfunktion der AirTags, um sich einen Spaß zu erlauben – sie wählen extra Schimpfworte oder beleidigende Begriffe oder Emoji-Kombinationen. Eigentlich hat Apple hier mit einer integrierten Zensurroutine eine Gegenmaßnahme ergriffen. Tests des IT-Blogs The Verge zeigen nun allerdings, dass das nicht immer gut funktioniert.

So filtert Apple zwar Standardkandidaten wie "BUTT", "SUCK" oder "NSFW" heraus, verschiedene Emoji-Kombinationen allerdings nicht. Das Ergebnis ist teilweise bizarr. So kann man etwa das Pferde- und "Poop"-Emoji ("Horseshit") nicht hintereinander setzen, die umgekehrte Kombination oder die mit einem Einhorn allerdings schon ("Apple ist bei fiktionalen Pferden nachsichtiger"). "Affenscheiße", "Hühnerkacke" oder "Scheißevogel" lassen sich per Emojikombination auswählen.

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Die Auswahl der verfügbaren Emojis ist sowieso etwas eingeschränkt – es wird nicht die komplette Anzahl offeriert, auch weil diese nur in einer Farbe aufgetragen werden können. Dass Apple hier das "Poop"-Emoji überhaupt integriert hat, geht aber komplett auf die Kappe des Konzerns. Die AirTags sollen Ende nächster Woche offiziell in den Handel kommen, die Gravuren sollen dabei keinen zusätzlichen Zeitaufwand bedeuten. Apple bietet auch jede Menge Zubehör für die kleinen Tracker an. (bsc)