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Amazon baut mehr als 18.000 Jobs ab

(Bild: Michael Vi/Shutterstock.com)

Der Jobabbau bei Amazon fÀllt höher als zunÀchst geplant aus. Statt 10.000 Jobs sollen nun 18.000 Stellen gestrichen werden.

Die Entlassungswelle beim weltgrĂ¶ĂŸten Online-VersandhĂ€ndler Amazon fĂ€llt deutlich grĂ¶ĂŸer aus als zunĂ€chst angenommen. Vorstandschef Andy Jassy kĂŒndigte am Mittwochabend in einem Memo an die BeschĂ€ftigten und im Unternehmensblog die Streichung von mehr als 18.000 Stellen an [1]. Im November war noch von 10.000 Jobs die Rede gewesen [2]. Es handelt sich um den ersten grĂ¶ĂŸeren Personalabbau in der Geschichte des 1994 gegrĂŒndeten US-Konzerns.

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Amazon hatte zuletzt weltweit rund 1,5 Millionen BeschĂ€ftigte, die meisten von ihnen arbeiten in der Liefer- und Lagerinfrastruktur. "Amazon hat in der Vergangenheit ungewisse und unsichere Wirtschaftslagen durchstanden und wird dies auch weiterhin tun", erklĂ€rte Konzernchef Jassy im Firmenblog mit Blick auf das angesichts von hoher Inflation und steigenden Leitzinsen schwierige Konjunkturumfeld. Das FĂŒhrungsteam sei sich im Klaren darĂŒber, wie schwierig die Entlassungen fĂŒr die Betroffenen seien und mache sich solche Entscheidungen nicht leicht. Doch der Schritt sei notwendig, um die Kosten zu senken. Amazon hatte bereits im November begonnen, im grĂ¶ĂŸeren Stil Stellen zu streichen. In den Vorjahren gab es wegen des Online-Bestellbooms in der Pandemie eine Einstellungsoffensive.

Die KĂŒndigungswelle betraf zunĂ€chst vor allem die defizitĂ€re GerĂ€tesparte rund um Echo-Smartlautsprecher [4] und das Sprachassistenzprogramm Alexa. Doch Jassy hatte die Mitarbeiter Mitte November bereits auf einen weiteren Jobabbau eingestellt [5] und signalisiert, dass es auch im kommenden Jahr zu Entlassungen kommen werde. Die Stellenstreichungen sollen nun noch weitreichender ausfallen und zusĂ€tzliche Sparten umfassen. Laut Jassy wollte das Management dies zunĂ€chst vertraulicher an die Betroffenen kommunizieren. Doch dies sei nicht möglich gewesen, da die PlĂ€ne geleakt worden seien. Das US-Finanzblatt Wall Street Journal (WSJ) hatte unter Berufung auf Insider vorab darĂŒber berichtet.

Die Stellenstreichungen bei Amazon sind ein weiterer Beleg fĂŒr das jĂ€he Ende des Job-Booms in der Tech-Branche. Nachdem die GeschĂ€fte in der Pandemie florierten, macht das von Inflations- und Rezessionssorgen geprĂ€gte derzeitige Marktumfeld vielen Firmen schwer zu schaffen. Die Reihe der Unternehmen, die Entlassungen ankĂŒndigten, wird schon seit Monaten immer lĂ€nger. So kam es etwa bei der Facebook- und Instagram-Mutter Meta [6] sowie dem von Tesla-Chef Elon Musk ĂŒbernommenen Online-Netzwerk Twitter zu regelrechten Job-KahlschlĂ€gen [7].

Am Mittwochmorgen hatte bereits der US-Softwarehersteller Salesforce angekĂŒndigt, jeden zehnten Mitarbeiter loswerden zu wollen [8]. Zuletzt hatte der SAP-Rivale nach eigenen Angaben vom Dezember weltweit mehr als 79.000 BeschĂ€ftigte. Damit dĂŒrften fast 8000 Jobs bei dem Spezialisten fĂŒr Vertriebssoftware wegfallen.

Salesforce hatte Investoren erst Ende November mit dem Ausblick fĂŒr das Schlussquartal enttĂ€uscht. Zudem hatte der Konzern damals mitgeteilt, dass Co-Konzernchef Bret Taylor seinen Posten rĂ€ume.

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(olb [10])


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https://www.heise.de/-7448903

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.aboutamazon.com/news/company-news/update-from-ceo-andy-jassy-on-role-eliminations
[2] https://www.heise.de/news/Amazon-plant-angeblich-die-Entlassung-von-rund-10-000-Mitarbeitern-7340047.html
[3] https://jobs.heise.de?wt_mc=intern.newsticker.dossier.jobs
[4] https://www.heise.de/news/Amazon-Entlassungen-sollen-vor-allem-Alexa-Team-betreffen-7347583.html
[5] https://www.heise.de/news/Amazon-beginnt-mit-Entlassungen-7342406.html
[6] https://www.heise.de/news/Facebook-Mutter-Meta-will-11-000-Leute-entlassen-7334771.html
[7] https://www.heise.de/news/Twitter-beginnt-mit-Entlassungen-7331154.html
[8] https://www.heise.de/news/SAP-Konkurrent-Salesforce-baut-jede-zehnte-Stelle-ab-7448534.html
[9] https://www.heise.de/newsletter/anmeldung.html?id=ki-update&wt_mc=intern.red.ho.ho_nl_ki.ho.markenbanner.markenbanner
[10] mailto:olb@heise.de