IFA

Astra streamt Satelliten-TV ins Heimnetzwerk

Mit SAT-IP stellt der Satellitenbetreiber ein System vor, das das Sat-Signal für IP-Geräte umwandelt und im Heimnetz verteilt.

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Von
  • Detlef Borchers

Die SES-Tochter Astra hat auf einer Veranstaltung der IFA am Donnerstag in Berlin ein neues System zur Verteilung von Satellitenfernsehsignalen in IP-Netzen gezeigt. Kernstück des SAT-IP genannten Systems ist ein Gateway, der das Satellitenprogramm für den Empfang auf IP-basierten Geräten wie Tablets, Smartphones oder Computer aufbereitet. Zur IFA soll ein erster IP-Konverter-Server gezeigt werden, der vier verschiedene TV-Kanäle an vier verschiedene Endgeräte übertragen kann. Später sollen IP-taugliche Signalumsetzer (LNB) auf den Markt kommen, in denen die Konverter-Software integriert ist.

SAT-IP verteilt das Satellitensignal an alle Geräte im Heimnetzwerk.

(Bild: Astra)

Nach Ansicht von Astra-Geschäftsführer Wolfgang Elsäßer steht damit das Satellitenfernsehen "vor dem nächsten Quantensprung." Wichtig sei, das für die IP-Übertragung der TV-Sendungen ins heimische Netzwerk bis auf die Anschaffung der Server-Hardware keine Gebühren anfallen. Auch die Verteilung des Antennsignals an mehrere Fernseher im Haushalt wird nach Angaben des Herstellers einfacher. SAT-IP habe ein hohes Kundenpotenzial bei Satellit-Bestandskunden in den Haushalten und werde für viele ein Anreiz sein, sich um die Hausvernetzung zu kümmern. Auch sei SAT-IP ein Ansporn für Neukunden, sich nun für den Satellitenempfang zu entscheiden. (vbr)