Bericht: Apple schnappt sich komplette 3-nm-Kapazität von TSMC

Die taiwanische Foundry soll ihre anfängliche Produktion der neuen Strukturbreite dem iPhone-Produzenten versprochen haben – für iPhone, iPad und Mac.

In Pocket speichern vorlesen Druckansicht 17 Kommentare lesen
TSMC

(Bild: TSMC)

Lesezeit: 2 Min.

Die für 2022 geplante Massenproduktion von 3-nm-Chips bei der Taiwan Semiconductor Manufacturing Company (TSMC) hat offenbar zumindest am Anfang nur einen einzigen Kunden: Apple. Entsprechende Verträge sind laut örtlichen Medienberichten abgeschlossen oder in den letzten Zügen. Der Foundry-Auftragsfertiger ist aktuell dabei, seine Maschinen und Prozesse für die neue Strukturbreite zu finalisieren. Dabei soll der iPhone-Hersteller helfen, denn die notwendigen Investitionen sind immens.

Die Probeproduktion von 3-nm-Chips soll bereits laufen – parallel zum 4-nm-Verfahren. Anfangs werden allerdings nur 50.000 Prozessoren pro Monat beziehungsweise 600.000 pro Jahr erwartet, bevor die Massenproduktion im übernächsten Jahr in Gang kommt. Laut dem Finanzdienst UDN muss TSMC mindestens 300 Millionen Chips absetzen, um die Investitionen wieder hereinzuholen – dank Apple dürfte dies gelingen.

Die Nachfrage des Konzerns nach ARM-Chips von TSMC wird sich im kommenden Jahr noch verstärken. Neben neuen iPhones mit SoCs im 4-nm-Prozess werden weiterhin 5-nm-Geräte verkauft – iPhones, iPads sowie Macs mit M1-Chip. Längerfristig werden alle Prozessoren, die Apple verbaut, von TSMC kommen. Für 2021 werden noch vereinzelt Macs mit Intel-Chips erwartet, bevor bis 2022 die komplette Umstieg auf die ARM-Architektur abgeschlossen sein wird.

Empfohlener redaktioneller Inhalt

Mit Ihrer Zustimmmung wird hier ein externer Preisvergleich (heise Preisvergleich) geladen.

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen (heise Preisvergleich) übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Der "A15" für 2021 wird vermutlich in 4-nm-Strukturbreite gefertigt, die gegenüber dem 5-nm-Prozess laut TSMC Leistungsverbesserungen zwischen 10 und 15 Prozent ermöglicht. Mit dem "A16" im Jahr 2022 kommt dann der 3-nm-Prozess ins Spiel, der die SoCs nochmals deutlich energiesparender machen soll.

Samsung arbeitet ebenfalls an 3- und 4-nm-Strukturbreiten für seine ARM-Chips. TSMC soll allerdings angeblich einen Vorsprung von gut einem halben Jahr haben, was sicherlich auch Apples tiefen Taschen geschuldet sein dürfte. Die Abhängigkeit der Foundry vom iPhone-Hersteller dürfte in den kommenden Jahren weiter zunehmen. (bsc)