Containerisierung: Schlanke Kubernetes-Cluster sollen hochverfĂĽgbar werden
Canonical fĂĽhrt eine High-Availabilty-Funktion fĂĽr MikroK8s ein, das fĂĽr Kubernetes-Cluster auf Workstations und an der Edge ausgelegt ist.

Das britische Unternehmen Canonical, das vor allem für die Linux-Distribution Ubuntu bekannt ist, hat für seine schlanke Kubernetes-Variante MikroK8s eine Hochverfügbarkeitsfunktion eingeführt. Sie benötigt mindestens drei Knoten und soll für Ausfallsicherheit sorgen. Bei Störungen eines Knotens heilt der Cluster sich selbst.
MicroK8s zielt vor allem auf Entwicklungs-Workstations und den Einsatz an der Edge beziehungsweise im Internet der Dinge. Die Kurzform K8s, in der die Zahl die acht Buchstaben "ubernete" ersetzt, nutzen auch andere K8s-Anbieter. Die schlanke Distribution ist als Open-Source-Projekt auf GitHub verfĂĽgbar. Sie kommt als einzelnes Paket und zielt auf geringen Ressourcenbedarf sowie einfache Administration.
Drei Knoten sollt ihr sein
Durch die neu eingefĂĽhrte HochverfĂĽgbarkeit sollen sich auch die schlanken Cluster ausfallsicher betreiben lassen. Konkret soll der Cluster beim Ausfall einer Komponente reibungslos weiterlaufen. Dazu muss der MicroK8s-Cluster mindestens drei Knoten haben. In dem Fall ist der Dqlite Datastore, der den Cluster-Status verwaltet, automatisch hochverfĂĽgbar.
Tiefergehende Vorträge zu Kubernetes und dem gesamten Ökosystem gibt es auf den beiden Kubernetes-Thementagen im Rahmen der Continuous Lifecycle und ContainerConf 2020:
- 4. November 2020: Kubernetes Professionals Day
- 20. Januar 2021: Kubernetes Experts Day
Dqlite ist eine spezielle Variante von SQLite, und der Name steht für Distributed SQLite. Der Datastore ist für verteilte Anwendungen ausgelegt und bietet von Haus aus automatisches Failover. Er setzt auf den Raft Consensus Algorithm, der zum Verwalten der Fehlertoleranz als Alternative zu den Paxos-Protokollen entstanden ist. Bei Clustern mit mehr als drei Knoten nutzt das System die zusätzlichen Nodes als Reserve und aktiviert sie bei Ausfällen selbsttätig für den Datastore.
Die HochverfĂĽgbarkeit ist wohl automatisch aktiviert, sobald drei oder mehr Knoten in einem MicroK8s-Cluster zusammenkommen. Weitere Details lassen sich der offiziellen AnkĂĽndigung sowie der High-Availability-Seite bei Canonical entnehmen.
(rme)