Juwelen im Bilderberg
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IrfanView zeigt Fotodateien nicht nur erstaunlich schnell an, sondern benennt sie auch um oder konvertiert in andere Formate.
Der Bildbetrachter IrfanView hilft bei der Vorauswahl, denn er stellt Digitalfotos im Vollbild besonders schnell dar. Das gilt insbesondere für sperrige Raw-Dateien, die IrfanView nach Installation der Plug-ins anzeigt. Je nach Schärfe der Selbstkritik schrumpft die Bildermasse nach Löschen missratener Fotos oder unbrauchbarer Varianten eines Motivs auf ein erträgliches Maß.
Wer seine Dateien anschließend umbenennt, erkennt bereits am Dateinamen, worum es sich ungefähr handelt. Unter Datei/Batch Conversion/Rename macht IrfanView sich die verschiedenen Metadatenstandards zunutze, wie die von der Kamera in den Header der Bilddatei eingetragenen technischen EXIF-Daten und die vom Fotografen zu ergänzenden inhaltlichen IPTC-Daten. $N beschreibt zum Beispiel den alten Dateinamen, $125 eventuell vorhandene IPTC-Schlagwörter und $E306 das EXIF-Datum samt Uhrzeit, welches den Aufnahmezeitpunkt ausweist. Über alle anderen verfügbaren Datei-, EXIF und IPTC-Informationen samt Platzhaltern gibt die Hilfe Auskunft, die über einen Knopfdruck im Umbenennen-Dialog erscheint.
FastStone Image Viewer zeigt Vorschauansichten auch von Raw-Dateien, was den Explorer von Windows XP ĂĽberfordert.
Die Bildbetrachter FastStone Image Viewer und XnView sowie Zoner PhotoStudio präsentieren JPEG-, TIFF- und Raw-Fotos zügig als Vorschaubilder mit variabler Miniaturengröße. Im Windows Explorer unter XP schleppt sich hingegen die Anzeige großer TIFF-Dateien dahin, Raw-Formate werden gar nicht erst unterstützt. Auf Wunsch konvertieren alle genannten Programme ausgewählte Fotos im Batch-Modus nach JPEG, TIFF oder in andere Formate. Zum Weitergeben der Raw-Fotos an die Tante muss man also nicht Photoshop & Co. bemühen, denn die Viewer starten schneller und die Bedienung ist weniger kompliziert als die Stapelverarbeitung vieler Bearbeitungsprogramme.
Das Konvertieren ist bei JPEG-Dateien kontraproduktiv, da eventuell Bildinformationen verloren gehen und die Daten überdies bereits platzsparend gespeichert sind. Raw-Fotos sollte man fürs Archiv allenfalls ins quelloffene DNG-Format konvertieren (Digitales Negativ), um sie auch zukünftig noch lesen zu können. Das erledigt der DNG-Konverter von Adobe. Auch er benennt Fotos auf Wunsch anhand des EXIF-Datums, des alten Dateinamens und eigenen Textes um.