Matrice 600, Ronin-MX: DJI legt bei Koptern und Kamera-Stabilisierungssystemen fĂĽr Profis nach
Der Hersteller hat den Profi-Kopter Matrice 600 samt neuem Flugcontroller sowie das Kamera-Stabilisierungssystem Ronin-MX angekĂĽndigt.
(Bild: DJI)
Am Wochenende präsentierte DJI nicht nur Zubehor für seine Handheld-Kamera Osmo, sondern kündigte auch neue Produkte für seine Profi-Schiene an: Zum einen den Kopter M600 als Nachfolger des S900, zum anderen den Handheld-Gimbal Ronin-MX.
M600
Der M600 hat sechs Rotoren, bietet eine maximale Tragkraft von bis zu 6 kg und richtet sich vor allem an Anwender aus der Filmindustrie. Durch die hohe Tragkraft lässt sich der neue Ronin-MX samt Kamera wie der RED Epic andocken. Er ist aber auch zu den Kamera-Gimbals Zenmuse X5 Pro und X5 Raw kompatibel.
(Bild:Â DJI)
Durch das integrierte "Lightbridge 2"-Funksystem sollen sich HD-Videos mit hoher Bildfrequenz über eine Distanz von bis zu fünf Kilometer übertragen lassen. Der neue Controller A3 lässt sich um eine "Real-Time-Kinematic" genannten Präszisionssteuerung erweitern, was eine zentimetergenaue Positionierung für komplexe Manöver im industriellen Einsatz und exakte Replikationen für Filmszenen ermöglicht. Unterstützt wird auch der optionale "Datalink Pro", mit dem bis zu fünf Geräte parallel über eine Bodenstation gesteuert werden können.
Ausfallsicherheit
Strom erhält der M600 aus sechs "intelligenten" Batterien, die sich mit nur einem Knopfdruck aktivieren und deaktivieren lassen. Auch beim Ausfall einer Batterie soll der Kopter dank Energie-Management in der Luft bleiben können. Die Flugzeit hängt unter anderem davon ab, welche Kamera und welcher Gimbal benutzt wird. DJI gibt bei Verwendung seiner Zenmuse X5 eine Flugzeit von bis zu 36 Minuten an, bei schwereren Kameras soll sie bis zu 16 Minuten betragen.
Der M600 unterstützt die DJI-Go-App mit der Live-Übertragung des Videobildes, in dem Redundanz-Status, die Übertragungsstärke und andere Daten auf einem Mobilgerät angezeigt werden.
Apropos Redundanz: Das System lässt sich über zwei Upgrade-Kits vom A3 zum "A3 Pro" aufrüsten und bietet dann drei Trägheitsnavigationssystemen und drei GNSS-Einheiten. Da A3 Pro nahtlos zu einer anderen Einheit wechselt, falls ein Fehler in einer Einheit des GNSS oder des Trägheitsnavigationssystems ermittelt wird, hat man am Ende dann insgesamt sechs Redundanzen.
Der Preis des M600 inklusive des integrierten A3-Controller mit Lightbridge 2 und einem kompletten Satz Akkus beträgt rund 5300 Euro.
(Bild:Â DJI)
Ronin-MX
Das Gewicht des neuen Handheld-Gimbals mit 3-Achsen-Stablisierung wurde von 4,2 auf 2,77 kg reduziert. Der Ronin-MX verfügt laut DJI gegenüber dem Vorgänger über 50 Prozent stärkere Motoren, arbeitet aber leiser als dieser. Er ist mit einem unabhängigen Trägheitsnavigationssystem, einem Bluetooh-Modul, einem USB Anschluss sowie einem 2,4-GHz-Funkmodul ausgestattet.
Der Ronin-MX lässt sich um 360° schwenken und +45° bis -135° neigen. Angetrieben wird er durch einen neuen 4S-Akku, der eine Laufzeit von bis zu drei Stunden ermöglichen soll. Über einen weiteren, optionalen Akku sollen sich auch Kameras von Drittanbietern betreiben lassen. Der Gimbal lässt sich über die DJI-Go-App auf verschiedene Kameras einstellen.
Der Preis des Ronin-MX liegt bei 1800 Euro, das Paket aus M600 mit A3-Flugcontroller und Lightbridge 2 kostet 6800 Euro. Weder vom M600 noch vom Ronin-MX hatte DJI auf besagtem Presse-Event Prototypen dabei. (nij)