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Microsoft sucht Ausweg im Kartellstreit mit der EU

Andreas Wilkens

Der Redmonder Konzern will anderen Herstellern von Medienprogrammen "volle KompatibilitĂ€t" anbieten, um im Streit mit den europĂ€ischen WettbewerbshĂŒtern eine Lösung anzubieten.

Microsoft will offenbar die europĂ€ischen WettbewerbshĂŒter besĂ€nftigen [1] und ihnen im Konflikt um den Windows Media Player entgegenkommen. Der Redmonder Konzern will anderen Herstellern von Medienprogrammen "volle KompatibilitĂ€t" fĂŒr ihre Produkte anbieten, berichtet die Financial Times Deutschland [2].

Seit etwa vier Jahren ermittelt [3] die EU in Sachen Microsoft. Der Software-Konzern soll seine beherrschende Stellung im Markt der Betriebssysteme fĂŒr PCs auf den Markt der einfachen Server-Betriebssysteme erweitert haben. Die EU-Kommission stĂ¶ĂŸt sich auch an der Koppelung von Windows mit dem Windows Media Player. Ein Vorschlag der Kommission ist, dass Microsoft eine Windows-Version anbieten sollte, die nicht den Windows Media Player umfasst. Andernfalls könnte Microsoft auch verpflichtet werden, Konkurrenzprodukte mit Windows auszuliefern.

Microsofts Angebot wird laut dem Bericht aber bei der EU wenig Erfolgschancen eingerĂ€umt. Wettbewerbsprobleme wĂŒrden nicht gelöst. Die Redmonder wollen hingegen die beiden Alternativen der EU-WettbewerbshĂŒter nicht akzeptieren. Am 12. November soll in BrĂŒssel eine Anhörung zu dem Thema stattfinden [4]. (anw [5])


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-87045

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[1] https://www.heise.de/news/EU-Kommission-fordert-von-Microsoft-Ende-der-Wettbewerbsbehinderung-83381.html
[2] http://www.ftd.de
[3] https://www.heise.de/news/Microsoft-auch-im-Visier-der-EU-23406.html
[4] https://www.heise.de/news/EU-setzt-Microsoft-letzte-Frist-86609.html
[5] mailto:anw@heise.de