"Singles Day": Chinas Online-Händler hoffen auf Verkaufsrekorde

Chinas Wirtschaft wächst so langsam wie seit 30 Jahren nicht mehr. Die größte Online-Rabattschlacht des Jahres dürfte dennoch alte Rekorde brechen.

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Alibaba

Alibaba ist die unangefochtene Nummer Eins im boomenden chinesischen E-Commerce-Markt.

(Bild: dpa, Crab Hu)

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Von
  • dpa

Trotz einer sich abschwächenden Konjunktur steuern Chinas Online-Händler am "Singles Day" auf neue Verkaufsrekorde zu. Der chinesische Internet-Gigant Alibaba läutet die größte Rabattschlacht des Jahres am Sonntag mit einer TV-Gala ein, zu der Taylor Swift als Stargast erwartet wird. Ab Mitternacht können sich Kunden dann am Montag für 24 Stunden mit Waren mit teils hohen Preisnachlässen eindecken.

Ursprünglich galt der 11.11. in China unter Studenten als eine Art Anti-Valentinstag für Alleinstehende, weil das Datum nur aus Einsen besteht. 2009 begann der Online-Händler Alibaba dann damit, aus dem Tag ein Einkaufs-Festival zu machen. Zahlreiche Konkurrenten folgten dem Beispiel. Viele Kunden warten in China auf den "Singles Day" und schieben geplante Großeinkäufe bis dahin auf.

Obwohl sich die chinesische Konjunktur abschwächt, gehen Analysten in diesem Jahr von neuen Rekorden aus. Für Alibaba, das im vergangenen Jahr an nur einem Tag Waren im Wert von rund 30 Milliarden US-Dollar verkaufte (etwa 27 Milliarden Euro), wird dieses Mal ein Umsatz von 37 Milliarden Dollar vorhergesagt.

Chinas Wirtschaft war im dritten Quartal des Jahres auf den niedrigsten Stand seit fast drei Jahrzehnten gefallen. Die zweitgrößte Volkswirtschaft legte nur noch um 6,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu. Als Ursachen nannten Experten den Handelskrieg der USA mit China, die Verunsicherung von Investoren und die chinesischen Bemühungen, gegen die wachsende Verschuldung anzugehen.

Das langsamere Wachstum in den USA und China durch den Handelskrieg der beiden größten Volkswirtschaften bremst die Weltwirtschaft und verschlechtert auch die Aussichten für Deutschland. Zuletzt hatten Peking und Washington jedoch signalisiert, ein Abkommen zur Entspannung des Konfliktes schließen zu wollen. (bme)