Siri: Immer noch Probleme, einfache Fragen zu beantworten

An simplen Aufgaben scheitert Apples Sprachassistentin auch bald 14 Jahre nach dem Start. Das wird sich auch mit iOS 18.4 nicht ändern.

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Siri-Logo im Regen (Symbolbild)

Siri-Logo im Regen (Symbolbild): Apple hat noch viel zu tun.

(Bild: Erstellt mit Grok durch Mac & i)

Lesezeit: 2 Min.

Mit iOS 18.4, das in dieser Woche erwartet wird, sollten eigentlich wichtige Verbesserungen für seine Sprachassistentin Siri mitkommen, darunter das Verständnis für den persönlichen Kontext des Benutzers. Doch Apple hat die Funktion – sowie weitere wie das Steuern von Apps per Sprache und das Erkennen von Bildschirminhalten – zunächst verschoben, vermutlich wird vor 2026 nichts damit werden. Gleichzeitig gibt es immer wieder Kritik am aktuellen Funktionsumfang von Siri.

So antwortet das System nach wie vor selbst auf einfache Fragen entweder gar nicht oder unzuverlässig. Auch die Tatsache, dass Apple mit iOS 18 laut eigenen Angaben den "Beginn einer neuen Ära für Siri" eingeleitet haben will, ändert daran wenig. Von einem "verbesserten Verständnis für Sprache" ("richer language understanding") kann leider kaum die Rede sein. Auch das neue "umfassende Produktwissen", mit dem Siri bei der Bedienung des iPhone helfen soll, haut öfter daneben, wie Nutzer kritisieren.

Fragt man etwa, was der aktuelle Monat ist ("What is the current month?") kommt die Antwort "Es war Samstag, der 1. März 2025." Stellt man die Frage etwas anders ("What month is it?") kam zwischenzeitlich die Antwort, Siri verstehe nicht – mittlerweile wird das aktuelle Datum genannt (aber nicht der Monat alleine). Nutzer gehen inzwischen dazu über, ChatGPT zu aktivieren (auf Geräten mit Apple Intelligence, aktuell nur in englischer Sprache), was jedoch jeweils einige Sekunden länger dauert und bedingt, dass Daten an OpenAI gehen.

Beim sogenannten Product Knowledge, einer Art KI-gestĂĽtztes Handbuch fĂĽr das iPhone, erscheinen teilweise fehlerhafte Angaben. So halluziniert das System EinstellungsmenĂĽs, die gar nicht existieren, oder benennt Einstellungen falsch oder nur unzureichend. Das kann theoretisch schlimme Folgen haben, wenn Nutzer Einstellungen auf Siris Anleitung hin vornehmen, die sie so nicht haben wollen.

Siri wurde von Apple bereits im Herbst 2011 erstmals vorgeführt. Seither ging die Entwicklung nur schleppend voran. Allerdings ging das teilweise auch der Konkurrenz so: Amazons Alexa bedingte ebenfalls lange, dass Nutzer wissen, welche Befehle funktionieren und welche nicht. Allerdings wurde das Sprachsteuerungssystem mit Alexa+ mittlerweile ins Zeitalter der Chatbots katapultiert. Bis es bei Siri soweit ist, müssen Nutzer noch länger warten.

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(bsc)