Statistik der Woche: Chips fĂŒr 12,8 Milliarden Dollar aus Deutschland
Der European Chips Act soll Europas Stellung am Halbleitermarkt stÀrken. Unsere Infografik zeigt die derzeitigen Exporthandelswerte.
Die EuropÀische Kommission will die Halbleiterherstellung in der EU mit dem European Chips Act strukturell fördern und Europa damit als Tech-Standort unabhÀngiger von den Big Playern aus Asien und den USA machen.
Um das Ziel eines Marktanteils von 20 Prozent bis 2030 zu erreichen, sollen knapp 43 Milliarden Euro investiert werden. Einige LĂ€nder Europas haben sich diesbezĂŒglich schon in Stellung gebracht, wie die Grafik von Statista [2] und MIT Technology Review veranschaulicht.
Demnach ist Deutschland das Zugpferd der europÀischen Chip-Industrie [3]. Der Exporthandelswert integrierter Schaltkreise hat 2020 rund 12,8 Milliarden US-Dollar betragen. Das verdankt die Bundesrepublik vor allem dem sogenannten "Silicon Saxony" in der Region Dresden, das als Nukleus der deutschen Mikroelektronik- und Halbleiterbranche gilt.
Die PlĂ€tze hinter Deutschland werden von den Niederlanden mit 11,5 Milliarden, Irland mit 8,2 Milliarden und Frankreich mit 6,5 Milliarden US-Dollar belegt. Erstere sind der Stammsitz des Zulieferers und Herstellers ASML [4], der besonders fĂŒr seine Maschinen zur Halbleiterproduktion bekannt ist.
Im Vergleich zu Asien sind diese Exportwerte allerdings verschwindend gering. Allein China, Taiwan und Hongkong waren im entsprechenden Jahr fĂŒr etwa die HĂ€lfte des globalen Exporthandelswert integrierter Schaltkreise verantwortlich.
Die Halbleiter-Industrie erwirtschaftete 2020 einen weltweiten Umsatz von ĂŒber 400 Milliarden US-Dollar. Laut aktuellen Daten von Gartner hat das sĂŒdkoreanische Konglomerat Samsung mit etwa 13 Prozent den gröĂten Anteil daran. SchĂ€rfster Konkurrent innerhalb der Branche ist Intel mit einem Marktanteil von rund 12,5 Prozent [5]. Mit einigem Abstand auf dem dritten Platz befindet sich mit SK Hynix ein weiteres Unternehmen aus SĂŒdkorea.
Die StĂ€rkung der Halbleiter-Industrie in Europa ist auch wegen der immer gröĂeren Bedeutung von Prozessor- und Speicherchips fĂŒr die Automobilindustrie und dem weltweit akutem Chipmangel ein wichtiger Schritt, um diesen integralen Wirtschaftszweig der EU konkurrenzfĂ€hig zu halten. Allein im vergangenen Jahr wurden laut IHS Markit schĂ€tzungsweise 50 Milliarden US-Dollar mit Halbleiterprodukten speziell fĂŒr den Automobilbereich umgesetzt.
(jle [7])
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