Targets – Herlinde Koelbl zeigt in Berlin Gesichter des Kriegs
Sechs Jahre lang hat die Fotografin Herlinde Koelbl Truppenübungsplätze in aller Welt besucht. Jetzt sind ihre Bilder in Berlin zu sehen.
- Dieter Wahner
- mit Material der dpa
Wie sieht der Feind aus, an dem ein Soldat sein Handwerk lernt? Die Fotografin Herlinde Koelbl (74) hat in einem sechsjährigen Projekt Truppenübungsplätze in fast 30 Ländern der Welt besucht, um die landestypischen Schießziele zu dokumentieren. Unter dem Titel Targets sind die Bilder jetzt im Erinnerungsjahr an den Ersten Weltkrieg erstmals im Deutschen Historischen Museum zu sehen. Parallel läuft dort bis zum 31. August. die Ausstellung Farbe für die Republik – Auftragsfotografie vom Leben in der DDR .
"Auf welcher Seite ein Soldat auch steht, er glaubt immer, auf der richtigen Seite zu sein", sagte Koelbl vor der Ausstellungseröffnung am Donnerstag. Die Fotos der Schießziele werden ergänzt von Porträtbildern der Soldaten sowie von Videos und Interviews. Nach jahrelangen Vorarbeiten konnte Koelbl unter anderem auch in China, Russland und den Vereinigten Arabischen Emiraten fotografieren.
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(keh)