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US-Verleger wollen mehr Zeit bei Buch-Deal mit Google

Die Vereinbarung zwischen Google und US-AutorenverbĂ€nden sowie Verlagen sieht vor, dass Google gegen Zahlung von 125 Millionen Dollar das Recht erhĂ€lt, BĂŒcher von UniversitĂ€ten und BĂŒchereien ins Netz zu stellen. Dies stieß auf massive Kritik.

Die US-Verleger wollen mehr Zeit, um bei ihrer umstrittenen Vereinbarung [1] mit dem Internet-Riesen Google [2] auf EinwĂ€nde von Kritikern [3] einzugehen. Wenige Tage, nachdem auch das amerikanische Justizministerium Bedenken gegen den Buch-Deal geĂ€ußert hatte, baten die Verleger- [4] und die Autorenvereinigungen [5] das zustĂ€ndige Gericht, die fĂŒr Anfang Oktober geplante – möglicherweise entscheidende – Anhörung aufzuschieben. Google sei damit einverstanden, hieß es in dem Antrag vom Dienstag.

Die Vereinbarung zwischen Google und US-AutorenverbĂ€nden sowie Verlagen von Oktober vergangenen Jahres sieht vor, dass Google gegen Zahlung von 125 Millionen Dollar das Recht erhĂ€lt, BĂŒcher von UniversitĂ€ten und BĂŒchereien einzuscannen und ins Netz zu stellen. Diese Einigung muss noch von einem Gericht genehmigt werden, die nĂ€chste Anhörung dazu ist bisher fĂŒr den 7. Oktober angesetzt.

Das US-Justizministerium hatte am Wochenende das Gericht aufgerufen, eine Vereinbarung zwischen Google und der US-Buchbranche abzulehnen. Es habe unter anderem Urheberrechts- und Wettbewerbsbedenken. Die Behörde forderte Google und die amerikanische Buchbranche unter anderem auf, stĂ€rker auf die EinwĂ€nde auslĂ€ndischer Autoren und Verleger einzugehen und einen Mechanismus fĂŒr den Zugang der Google-Wettbewerber zu den BĂŒchern zu etablieren.

Die Einigung zwischen Google und den Verlegern umfasst auch urheberrechtlich geschĂŒtzte BĂŒcher – und vor allem darum entzĂŒndete sich der Streit. Mehrere Google-Wettbewerber wie Amazon sowie auch europĂ€ische Verleger und Politiker warnen nachdrĂŒcklich vor einer Monopol-Stellung fĂŒr Google. Insgesamt seien mehr als 400 EinwĂ€nde vor Gericht eingegangen, hieß es in dem Schreiben der Buchbranche. Mit der Vereinbarung könnten wichtige Weichen fĂŒr die Zukunft des BuchgeschĂ€fts gestellt werden. Digitalisierte BĂŒcher fĂŒr elektronische LesegerĂ€te dĂŒrften in den kommenden Jahren massiv an Bedeutung gewinnen.

Siehe dazu auch:

(dpa) / (jk [14])


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[2] http://www.google.com/
[3] https://www.heise.de/news/Vorbehalte-gegen-den-Buchdigitalisierungs-Vergleich-789324.html
[4] http://www.publishers.org/
[5] http://www.authorsguild.org/
[6] https://www.heise.de/news/Vorbehalte-gegen-den-Buchdigitalisierungs-Vergleich-789324.html
[7] https://www.heise.de/news/Google-will-digitale-Bibliothek-fuer-Wettbewerber-oeffnen-755573.html
[8] https://www.heise.de/news/Zypries-sieht-in-Googles-Buchdigitalisierungen-rechtswidriges-Verhalten-755045.html
[9] https://www.heise.de/news/Google-bietet-Europaeern-Mitsprache-bei-Buchdigitalisierung-an-754905.html
[10] https://www.heise.de/news/Google-Books-Befuerworter-formieren-sich-754697.html
[11] https://www.heise.de/news/Amazon-schiesst-scharf-gegen-Google-Books-754437.html
[12] https://www.heise.de/news/Bundesregierung-kontra-Google-Books-754117.html
[13] https://www.heise.de/news/Autoren-und-Verleger-beenden-Rechtsstreit-mit-Google-ueber-Buch-Suche-213949.html
[14] mailto:jk@heise.de