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Xiaomi 14 Ultra mit Leica-Kamera feiert Premiere auf dem MWC 2024

In Barcelona zeigt Xiaomi sein Kamera-Smartphone 14 Ultra erstmals in Europa, für das es als Zubehör einen Kameragriff mit Knöpfen und Extra-Akku gibt.

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Xiaomi 14 Ultra

(Bild: c't/sht)

Lesezeit: 5 Min.

Bei diesem Smartphone dreht sich alles um die Kamera, das macht schon die Optik deutlich. Das Xiaomi 14 Ultra trägt ein riesiges, rundes Kameramodul auf dem Rücken, das weit aus dem Gehäuse in Lederoptik hervorsteht. Darin steckt Technik von Leica.

Die zusammen mit Leica entwickelte Kamera glänzt vor allem mit dem Standardobjektiv mit 23 Millimeter Brennweite im Kleinbildäquivalent. Vor dem Ein-Zoll-Sensor mit 50 Megapixeln sitzt eine variable Blende, die stufenlose Einstellungen zwischen f1,63 und f4.0 erlaubt. Ein optischer Bildstabilisator soll zittrige Hände ausgleichen. Zwei Bildstile – Leica Authentic und Leica Lebendig – bilden unterschiedliche Farbwiedergaben ab, hinzu kommen zahlreiche Filter, die den Look bekannter Leica-Objektive simulieren sollen.

Alle drei weiteren Kameras bringen ebenfalls 50-Megapixel-Sensoren mit. Das Ultraweitwinkel mit Blende f/1,8 fungiert auch als Makro mit einer Naheinstellgrenze von 5 Zentimetern. Die beiden Telekameras – eines mit dreifacher Vergrößerung und ein liegend eingebautes Fünffach-Zoom – sind optisch stabilisiert und können ebenfalls für Makroaufnahmen verwendet werden. Der Mindestabstand zum Objekt vor der Linse beträgt dann 10 bzw. 30 Zentimeter.

Im Xiaomi 14 Ultra steckt ein Ein-Zoll-Sensor.

(Bild: Xiaomi)

Wer lieber filmt statt fotografiert, kann mit dem Regiemodus des Xiaomi 14 Ultra mehrere Geräte des Herstellers koppeln. So wird etwa aus dem Xiaomi-Tablet ein großer Suchermonitor für die Kamera des 14 Ultra. Die MasterCinema-Technologie kodiert Videos mit hohem Dynamikbereich in 10bit Rec.2020.

Das Potography Kit, ein Kameragriff zum Aufstecken, verpasst dem Xiaomi 14 Ultra echte Knöpfe und Regler: Separate Auslöser für Foto und Video, eine Zoom-Steuerung sowie ein Rädchen zur Belichtungsregulierung. Außerdem steckt ein 1500 mAh starker Akku darin, der die Laufzeit des Smartphones verlängert. So ein Teil gab es bereits für das Xiaomi 13 Ultra, allerdings in extrem kleiner Stückzahl und entsprechend schwer zu bekommen. Diesmal soll die Verfügbarkeit besser werden, so Xiaomi auf Nachfrage.

Mit dem Photography Kit bekommt das Xiaomi 14 Ultra Knöpfe.

(Bild: Xiaomi)

Auch abseits der Kamera hat das Xiaomi 14 Ultra starke Hardware zu bieten. Das Smartphone trägt einen Qualcomm Snapdragon 8 Gen 3 mit 16 GByte RAM im Bauch, der interne Speicher ist mit 512 GByte üppig bemessen. Das 6,73 Zoll große OLED-Display mit LTPO-Panel hat eine Auflösung von 3200 x 1440 Pixel und erreicht so eine Pixeldichte von 522 dpi. Die Bildwiederholfrequenz stellt das Smartphone je nach aktuellem Inhalt zwischen 1 und 120 Hertz automatisch ein. Xiaomi verspricht in der Spitze eine maximale Helligkeit von 3000 cd/m², die typische Helligkeit soll 1000 cd/m² betragen.

In dem 220 Gramm schweren, nach IP68 geschützten Gehäuse steckt außerdem ein 5000 mAh starker Akku, der das Xiaomi 14 Ultra auch über lange Tage tragen sollte. Xiaomi unterstützt beim Aufladen Stromstärken von 90 Watt am Kabel und starken 80 Watt drahtlos, letzteres allerdings nur mit dem eigenen Ladegerät. Das Dual-SIM-Smartphone funkt im Nahbereich mit Wifi 7 und Bluetooth 5.4 und unterstützt alle hierzulande wichtigen Frequenzbänder in LTE und 5G.

Auf dem Xiaomi 14 Ultra läuft das auf Android 14 aufbauende Betriebssystem HyperOS, das alle bekannten Google-Dienste mitbringt. Xiaomi verspricht vier große Android-Updates und fünf Jahre lang Sicherheitspatches.

Das Xiaomi 14 Ultra ist ab sofort bestellbar, die ersten Exemplare sollen ab dem 1. März ausgeliefert werden. Der Preis für das in Schwarz und Weiß erhältliche Smartphone beträgt 1499,90 Euro. Für Vorbesteller wird es ein Bundle-Angebot zusammen mit dem Photography Kit geben, das regulär 199,90 Euro kostet.

Xiaomi 14

(Bild: Xiaomi)

Ab sofort in Europa erhältlich ist das Xiaomi 14 ohne den Namenszusatz Ultra, das der Hersteller bereits im Oktober für den Heimatmarkt in China vorgestellt hatte. Es verfügt ebenfalls über einen Snapdragon 8 Gen 3, ist mit einer Bildschirmdiagonale von 6,36 Zoll aber kleiner als das Ultra. Der OLED-Bildschirm stellt 2670 x 1200 Pixel dar, das LTPO-Panel reguliert die Bildwiederholrate zwischen 1 und 120 Hz automatisch.

Auf dem Rücken trägt es eine Triple-Kamera, ebenfalls von Leica mit entwickelt. Alle drei Kameras – Ultraweitwinkel und Dreifach-Tele ergänzen die Hauptkamera – haben 50-Megapixel-Sensoren. Das 193 Gramm schwere Xiaomi 14 ist nach IP68 gegen Staub und Wasser geschützt. Sein Akku mit einer Kapazität von 4610 mAh unterstützt Ladestrom mit 90 Watt über Kabel und 50 Watt drahtlos. Das Xiaomi 14 kostet mit 12/256 GByte Speicher 999,90 Euro, für Variante mit 12/512 GByte verlangt Xiaomi 100 Euro mehr.

Hinweis: Xiaomi hat die Kosten für die Unterbringung des Autors in Barcelona übernommen.

(sht)