iPhone 12 und 12 Pro: Apples 5G-Flaggschiffe im ersten Test

Seite 2: A14-Chip, 5G, Kamerasystem

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Wie zu erwarten, arbeitet der neue Prozessor A14 Bionic in allen Belangen wie CPU, GPU und Neural Engine schneller als der Vorgänger A13 Bionic. Beide bringen zwei Performance-Kerne mit und vier zum Energiesparen. Für maximale Power arbeiten alle sechs zusammen. Die Taktrate liegt bei 3 GHz. Im iPhone 12 wird er von 4 GByte RAM unterstützt, im iPhone 12 Pro sind es 6 GByte, wie mehrere Apps anzeigten.

Beide iPhones beherrschen den neuen Mobilfunkstandard 5G der in Deutschland Downloadraten bis zu 1 GBit/s verspricht. Man muss dafür allerdings einen entsprechenden Tarif haben und sich im Einzugsgebiet eines 5G-Sendemastes seines Providers befinden. Außerdem darf man nicht die normale Nano-SIM und die Software-eSIM gleichzeitig aktivieren, da das iPhone dann auf 4G zurückfällt. Apple will dieses Verhalten mit einem künftigen Update abstellen.

Da der 5G-Betrieb sehr viel Leistung vom Akku abfordert, fallen die iPhones wenn möglich sofort in den 4G/LTE-Modus zurück (Smart Data Mode), der für die meisten Anforderungen ausreichend schnell und vor allem weitestgehend flächendeckend vorhanden ist. Wie schnell und akkuzehrend 5G wirklich ist, werden unsere weiteren Tests zeigen müssen.

Die Standardkamera mit Weitwinkel hat in beiden iPhones nun ein Objektiv mit sieben statt sechs Linsen und einer Blende von f=1,6 statt f=1,8. Dieses lichtstärkere Objektiv ermöglicht Aufnahmen bei weniger Licht. Das Ultraweitwinkel besitzt weiterhin einen Winkel von 120 Grad und bietet auch den Nachtmodus sowie Deep Fusion. Bei Letzterem wird durch den Bionic-Prozessor per künstlicher Intelligenz aus mehreren Bildern unterschiedlicher Belichtung ein Foto berechnet. Für das Ultraweitwinkel hat Apple außerdem erstmals eine automatische Linsenfehlerkorrektur eingeführt.

Bei Video-Aufnahmen steht nun auch Dolby Vision mit höherem Kontrastumfang und in 10-Bit-HDR zur Verfügung. Das iPhone 12 schafft bei 4K-Auflösung 30 Bilder in der Sekunde, das iPhone 12 Pro sogar 60 fps. Ob man mit Dolby Vision filmt, stellt man nicht in der Kamera-App, sondern in den Einstellungen ein. Verwendet man mit dem iPhone 12 4K mit 60 fps, schaltet sich Dolby Vision automatisch aus.

Vom iPad Pro bekannt ist der LiDAR-Scanner im iPhone 12 Pro, der über die Laufzeit von Laserlicht Entfernungen messen kann. Im ersten Test mit der Maßband-App funktionierte dieses optische Radar ähnlich gut. Für präzise Messungen kann man es aber nicht verwenden, da sich die Endpunkte nicht exakt genug setzen lassen. Für Apps mit Augmented Reality bringt er mehr Präzision, ebenso wie für den Autofokus bei wenig Licht.

Der LiDAR-Scanner vermisst Objekte im Kamerabild in 3D. Beim Setzen der Punkte fehlt es noch an Genauigkeit.

Das iPhone 12 ist bei den großen Providern bereits bestellbar, die Auslieferung läuft am Freitag an. Die folgenden Links zeigen die aktuellen Angebote der Mobilfunkanbieter Telekom, O2, Vodafone, Mobilcom-Debitel.

AusfĂĽhrlichere Tests und eine Kaufberatung zu den einzelnen Modellen folgen in Heft 6 der Mac & i. Abonnenten erhalten den Test vorab als PDF per E-Mail zugeschickt. Sollten Sie Abonnent sein und solche Vorabartikel bislang nicht erhalten, haben wir vermutlich Ihre E-Mail-Adresse noch nicht. In dem Fall wenden Sie sich bitte an leserservice@heise.de. Die iPhone-12-Tests erscheinen auĂźerdem auf heise+.

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