Termin-Verwaltung von jedem Ort
Seite 3: Mac OS und Windows
Mac OS
Google hat der Terminverwaltung eine Reihe von Schnittstellen verpasst, die allesamt gängigen Standards entsprechen. Wählt man die Kalendereinstellungen bei „Meine Kalender“, findet man mehrere Möglichkeiten, den freigegebenen Kalender in einer schreibgeschützten Version anderen zur Verfügung zu stellen. Google unterstützt derzeit HTML, XML sowie das offene Kalenderprotokoll iCal.
iCal ist nicht zu verwechseln mit der gleichnamigen PIM-Applikation in Mac OS X. Diese aber profitiert von einem anderen offenen Standard, den Google unterstützt: Über das Protokoll CalDAV ist Mac OS X in der Lage, Google-Kalender synchron zu halten. Dazu öffnet man in iCal die Einstellungen im Konten-Menü. Nachdem man ein Konto hinzugefügt und Name und Passwort für den Google-Account angegeben hat, fehlt nur noch die CalDAV-Bezugsadresse unter „Server“:
https://www.google.com/calendar/dav/example@examle.com/nutzer
Die Beispiel-Mailadresse steht für die eigene Google-Mailadresse, der „nutzer“ für den Nutzernamen. Nun sollte iCal vorschlagen, welche Kalender es künftig synchron halten soll. Die Integration des Google-PIMs via CalDAV in Mac OS X ist vollbracht.
Outlook
Windows stellt anders als Mac OS X keinen ins Betriebssystem integrierten PIM zur Verfügung. Wer also den Google-Kalender nutzen will, greift auf die Browser-Variante zurück. Anwender von Outlook haben die Möglichkeit, ihren Client mit dem Google-Kalender synchron zu halten.
Zu diesem Zweck hat Google ein kleines Tool namens Google Calendar Sync entwickelt und wirbt sogar damit, dass damit ja nun Microsoft Exchange fĂĽr Outlook-Nutzer ĂĽberflĂĽssig werde. Calendar Sync unterstĂĽtzt seit August dieses Jahres auch Outlook 2010, allerdings bislang nur die 32-Bit-Version. Ein Update des Tools, das auch die 64-Bit-Variante unterstĂĽtzt, soll bald verfĂĽgbar sein.
Die Einrichtung ist schnell erledigt: Beim ersten Start fragt das Programm nach den Google-Account-Daten sowie der gewünschten Synchronisierungsrichtung. Eine Einschränkung gibt es: Google kann Outlook keine PIM-Daten „pushen“, das zwischengeschaltete Sync-Tool muss sich also in regelmäßigen Abständen aktiv mit dem Kalender-Server verbinden. Die Zeitspanne zwischen diesen Syncs kann der Nutzer festlegen.
Leider synchronisiert Calender Sync bislang nur mit dem Hauptkalender des Nutzers. Abonnierte Kalender, also beispielsweise die Termine von anderen Mitgliedern in einer Gruppe, bleiben außen vor. Als Ersatzlösung bietet sich an, die Kalender über den iCal-Link in den Kalender-Einstellungen in Outlook zu abonnieren. Die Option zum Abonnieren von iCal-Kalender-Feeds findet sich im Outlook-Client unter „Internet Kalender“ in den Konto-Einstellungen.