Wenn Sie auf Seite 51 angelangt sind, fangen nunmehr die Widrigkeiten erst richtig an. Möglicherweise erhalten Sie beim Zugriff auf die Company-Website eine Fehlermeldung über einen Laufzeitfehler. Ist das der Fall, dann wurde bei irgendeiner Gelegenheit die .NET-Version der Company-Site von .NET 1.x auf 2.x geändert. Diese Einstellung können Sie im Internet-Informationsdienste-Manager rückgängig machen.
ZurĂĽckstellen der .Net-Version der Companysite im Internet-Informationsdienste-Manager
Klicken Sie dafür auf Start Einstellungen › Systemsteuerung › Verwaltung › Internetinformationsdienste-Manager.
Wählen Sie Ihren Server aus und erweitern Sie Websites › Companyweb.
Klicken Sie Companyweb mit rechts an und wählen Sie Eigenschaften. Öffnen Sie die Lasche ASP.NET und schalten Sie von der falschen Version 2.x zurück auf 1.x › Klicken Sie OK.
Faxen machen
Bei der Migration des Fax-Servers erhalten Sie möglicherweise die Meldung, dass der Fax-Server nicht migriert werden kann, da auf dem Zielserver der Fax-Dienst nicht läuft. Bei der Installation wird der Fax-Dienst nicht mitinstalliert, diesen können Sie bei Bedarf über den Server-Manager unter der Rubrik Rollen hinzufügen.
Die Companysite schlägt fehl, wenn die falsche .Net-Version aktiv ist.
Es ist vollbracht:
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Der Rest der Anleitung lässt sich eigentlich wieder ohne größere Zwischenfälle abarbeiten. Achten Sie aber auf einen wesentlichen Aspekt: Die englische Anleitung geht deutlich umfangreicher auf die Deinstallation des alten Exchange Server 2003 ein, als dies der deutsche Migrationsassistent tut. Es ist unbedingt erforderlich, den alten Exchange-Server vor dem Herabstufen des alten Domain-Controllers zu entfernen. Anderenfalls verbleiben viele Reste des alten Exchange im Active Directory und führen mitunter zu Problemen im Betrieb des neuen Exchange 2007.
HinzufĂĽgen des Fax-Servers in der Rollen-Konfiguration des Server-Manager.
Zu frĂĽh gefreut
Die Migration ist abgeschlossen und jetzt beginnt der Ärger, den die Anleitung mit keiner Silbe erwähnt. 64-Bit bringt zwar viele Vorteile, aber es bedeutet mehr Arbeit. Nachdem ihr Server nunmehr 64-bittig ist, gilt dies auch für den darauf laufenden Druck-Server. Dass Sie für Ihre Drucker somit auch 64-Bit-Treiber benötigen, haben Sie bestimmt schon gemerkt. Aber beim Verbinden der Druckerfreigaben auf den Clients geht plötzlich nichts mehr - zumindest bei den 32-Bit-Clientsystemen. Denn diese benötigen 32-Bit-Treiber, die ein 64-Bit-Printserver standardmäßig nicht bereitstellt.
Auf einem 64-Bit-Server fehlen einem freigegebenen Drucker standardmäßig die 32Bit-Treiber. Damit 32Bit-Clients den Drucker benutzen können, müssen sie ergänzt werden.
Sie müssen in der Druckerkonfiguration somit für jeden vorhandenen Drucker passende 32-Bit-Treiber ergänzen. Und hier wird es hässlich. Sie können nicht beliebige Treiber nehmen. Haben Sie auf dem Server – weil beispielsweose dedizierte Treiber für 64 Bit nicht erhältlich sind - den HP Universal Printing Driver im Einsatz, müssen Sie genau diesen auch für 32 Bit nachinstallieren. Selbst wenn es einen dedizierten Treiber für das konkrete Modell als 32-Bit-Version gibt, ist die Treiberbezeichnung in der Drucker-Inf-Datei eine andere. Das Setup wird diesen Treiber daher ablehnen.
Passender 32-Bit-Treiber fĂĽr das vorhandene Druckermodell, aber abweichende Bezeichnung zum installierten 64-Bit-Treiber. Das Setup lehnt dies ab.
Aber das ist längst nicht alles: Auch wenn Sie sowohl für 64 Bit, wie auch für 32 Bit passende dedizierte Druckertreiber gefunden haben, können Sie bei deren Installation ein blaues Wunder erleben. Bei einigen ergänzt Windows die Installation nämlich um eigene Treiberdateien. Diese Dateien liegen auf einem 64-Bit-Server aber nur als 64 Bit vor; ein 32-Bit-Treiber fragt jedoch während der Installation nach den Dateien in der 32-Bit-Variante.
Woher jetzt die passenden Dateien nehmen? Eine Möglichkeit ist es, im Internet danach zu suchen, ob jemand die passenden Dateien zum Download anbietet. Ob diese Dateien dann aber Schädlinge enthalten oder nicht, kann Ihnen niemand sagen. Der bessere Weg ist es, einen 2008er-Server – zum Beispiel in einer virtuellen Maschine – als 32-Bit-System zu installieren und dem Treibersetup dann einfach dessen DLLs anzubieten. Der 32-Bit-Server steht als Demoversion zum Downloand bereit.
Nach dem Einrichten der Druckertreiber können Sie die Demoversion wieder löschen. Wie sich die Entnahme der 32-Bit-DLL-Dateien aus einer Demoversion allerdings lizenzrechtlich darstellt, wird nur ein Rechtsanwalt bewerten können – technisch ist es kein Problem.