WIENER KAFFEEHAUSKULTUR
Bei einem Ausflug nach Wien werden Sie höchstwahrscheinlich eines der vielen Kaffeehäuser besuchen. Sie sind nicht zu übersehen, denn es gibt knapp 1000 davon in der Landeshauptstadt. Bei einem Kaffeehausbesuch liest man Zeitung, spielt Billard und trinkt natürlich Kaffee. Für dieses kulturelle Ereignis dürfen Sie sich mit gutem Gewissen länger Zeit nehmen. Die Wiener Kaffeehauskultur ist sogar seit 2011 eingetragenes UNESCO Kulturerbe. Um Ihnen dieses Kulturerbe etwas näherzubringen, stellen wir ein paar Kaffeehäuser vor und geben Ihnen Tipps, wie Sie Ihren Besuch ins rechte Licht rücken.
Dies wird ein kleiner Ausflug in die Wiener Kaffeehauskultur. Sie werden bei Ihrem Besuch in Wien noch viele weitere traditionelle Betriebe in unterschiedlichsten Ausprägungen finden. Lassen Sie sich dabei nicht von Onlinebewertungen beeinflussen. Der Wiener „Schmäh“ (Art von Humor) von so manchem Kellner wirkt vielleicht manchmal etwas unfreundlich, gehört aber zum Erlebnis Kaffeehaus dazu. Manche Kaffeehäuser wie „die Gräfin“ am Naschmarkt sind dafür bekannt, dass sie für hungrige Partytiger schon ab 4 Uhr morgens ihre Pforten öffnen. Sicher kein Gourmettempel, aber dafür ein Erlebnis der anderen Art. Hier trifft man „Übergebliebene“ und andere Nachtschwärmer. Die österreichische Tageszeitung Standard hat dieses Erlebnis in einem amüsanten Bericht zusammengefasst, den Sie über den Link am Ende des Artikels aufrufen können.
Viele dieser Häuser werben mit prominenten Gästen. Auch wenn hier manchmal leicht übertrieben wird, kann es gut sein, dass sich auf einmal die eine oder andere Persönlichkeit am Nebentisch bei einer Melange hinter einer Zeitung versteckt. (tho)
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CAFÉ SACHER
Das weltbekannte Kaffeehaus befindet sich im 1. Wiener Gemeindebezirk, gleich neben der Staatsoper. Das 1876 eröffnete Luxushotel samt Café bietet viele exklusive Zimmer und Suiten. Außerdem finden Sie unterschiedliche Salons, Restaurants, Bars und einen Spa-Bereich. Den Eingang zum Café finden Sie in der Philharmoniker Str. 4, gleich hinter der Staatsoper. In den wunderschönen Räumen des Kaffeehauses wird die berühmte Sachertorte serviert. Diese bekannte Nachspeise gibt es schon viel länger als das Café, denn Prinz Metternich beauftragte 1832 den Bäckerlehrling Franz Sacher, eine Torte aus Schokolade, Marillenmarmelade und Schlagobers zu kreieren.
Sie können die Torte und den Kaffee im wunderschönen roten Salon vom Café Sacher genießen, oder bei Schönwetter im Gastgarten.