c't 11/2018
S. 181
Spielekritik
Multiplayer-Action
Aufmacherbild

Warhammer: Vermintide 2

(Fatshark, USK 18, 28 )

Im zweiten Teil der fantastischen Schlachtplatte kämpfen bis zu vier Spieler in der Ego-Perspektive gegen Monsterhorden und Systemabstürze.

Die Skaven genannten Rattenmenschen ruhen nicht. Nach der Niederlage in „Warhammer: Vermintide“ haben sie sich mit den Barbaren der Nordlande verbündet, um Ubersreik endgültig zu überrennen. Bis zu vier Online-Spieler stellen sich ihnen in den Weg. Wenn man keine Mitspieler findet, übernehmen KI-gesteuerte Bots ihre Rollen.

Die vier Spieler wählen jeweils einen von fünf möglichen Avataren: Krieger, Zwerg, Elfe, Magierin oder Hexenjäger. Jede Figur besitzt eine Fern- und eine Nahkampfwaffe sowie eine Sonderfähigkeit. Um taktische Koordination muss man sich kaum Gedanken machen: Jeder stürzt sich nach seinen Kräften ins Getümmel.

Die Schlachten finden in drei Gebieten statt, die größer wirken, als sie eigentlich sind. Sie bestehen aus hügeligen Wäldern, einer gefallenen Festung sowie einer Ansammlung sommerlicher Bauernhöfe. In der wunderschönen Landschaft arbeitet man sich Abschnitt für Abschnitt vor: von Furt zu Fluss, von Hof zu Feld.

Vermintide wirft der Gruppe per Zufallsgenerator durchaus abwechslungsreiche Gegner entgegen. Aus den Massen der Skaven und Untoten stechen die Chaoskrieger, Galgentrolle und rättischen Spezialeinheiten hervor, die jeden Spieler im Kampf mit tückischen Angriffen fordern. Die Meuchler benutzen beispielsweise Fangschlingen, mit denen sie die Helden aus dem Kampfgetümmel ziehen und aufknüpfen. Liegt die Schlinge erst einmal um den Kopf, stirbt man unweigerlich und kann nur noch auf eine Wiederbelebung durch einen Kameraden hoffen.

In solch packenden Kampfmomenten wird die gnadenlose Welt von Warhammer lebendig. Doch leider gehen die detailliert dargestellten Amputationen und Enthauptungen im hektischen Ansturm meist völlig unter. Weil die Fähigkeiten der Kämpferklassen sehr ähnlich sind, kommt die taktische Abstimmung in der Gruppe etwas kurz. Die Zufallskämpfe wurden zudem schlecht ausbalanciert. Wenn man Pech hat, schickt einem die KI viel zu starke Gegner entgegen, von denen man chancenlos abgeschlachtet wird. Die von uns getestete Windows-Version 1.0.6.2 stürzte zudem häufig ab und verdarb der ganzen Gruppe den Spaß. (Stephan Greitemeier/hag@ct.de)

tolle Atmosphäre

schlechte Kampfbalance

häufige Abstürze