Minit
(Devolver Digital, USK 0, 10 €)
Um die schwarzweiße Retrowelt von Minit zu erkunden, Monster zu bekämpfen und Rätsel zu lösen, hat der Spieler pro Runde nur eine Minute Zeit. In der Draufsicht steuert er ein Pixelmännchen von Bildschirm zu Bildschirm. Der straffe Zeitplan sorgt für eine flotte Hatz durch die verwinkelten Landschaften.
Gezwungenermaßen absolviert man Minit häppchenweise. Denn eine Minute reicht nicht aus, um ein Gebiet vollständig zu erkunden und auszutesten, was man tun soll. Fehlschlag und Wiederholung gehören daher zur zentralen Spielmechanik.
Gesteuert wird ausschließlich mit den Pfeiltasten und der X-Taste für Aktionen. Man kann jeweils nur einen Gegenstand tragen – etwa ein Schwert oder eine Gießkanne. Die Bewohner der Welt geben dem Spieler über Dialogblasen verschiedene Aufgaben. Leider sind diese nicht allzu originell: Meist muss er Gegenstände oder Personen auftreiben. Unklare Angaben und komplexe Hindernisse sorgen schnell für Frustration. In der nächsten Runde erscheinen fast alle überwundenen Gegner und Hindernisse erneut.
Minit glänzt mit seiner gut durchdachten Spielmechanik. Der Preis von 10 Euro ist angesichts der spartanischen Aufmachung jedoch zu hoch. (Stephan Greitemeier/hag@ct.de)
⇧ originelle Mechanik
⇧ abwechslungsreiche Gebiete
⇩ zu teuer