c't 9/2018
S. 65
Spielekritik
Puzzle
Aufmacherbild

Q.U.B.E. 2

(Toxic Games, USK 6, 20 bis 25 €)

Seit Portal erfreuen sich 3D-Puzzle, die in der Ego-Perspektive gesteuert werden, großer Beliebtheit. In Q.U.B.E. 2 muss der Spieler mit bunten Quadern experimentieren, die je nach Farbgebung unterschiedliche Eigenschaften haben.

In der Rahmenhandlung erwacht die Archäologin Amelia Cross auf einem fremden Planeten, um eine dortige Alien-Intelligenz zu untersuchen. Dazu läuft sie durch verlassene Räume und löst Kombinationsrätsel, bei denen sie Quader einfärben muss, um Hindernisse zu überwinden: Blaue Würfel werden zum Trampolin, grüne verdoppeln sich und aus orangen Quadern wachsen Balken. Bei jeder Aufgabe darf Amelia zunächst jede Farbe nur einmal zuweisen, um beispielsweise ein höheres Podest zu erreichen.

Dank der einfachen Regeln sind die Rätsel leicht zu verstehen. Hier darf man fröhlich drauflostüfteln und herumprobieren. Die ersten sechs Kapitel erledigt man ohne große Probleme, erst in den Abschnitten 7 bis 12 wird es kniffliger, wenn Farben mehrfach genutzt werden müssen.

Das Londoner Studio Toxic Games verpackte die Aufgaben in eine interessante Story mit englischer Sprachausgabe. Amelias Charakter bleibt allerdings blass, da dramatische Höhepunkte fehlen. Wer in futuristischem Ambiente ohne Zeitdruck und Frustgefahr fünf Stunden lang knobeln möchte, kommt hier voll auf seine Kosten. Kenner von Portal 2 und dem famosen Chroma Gun fühlen sich jedoch unterfordert. (Peter Kusenberg/hag@ct.de)

originelle Puzzles

anregende Rätsel

auf Dauer übermäßige Routine