Adobe: Video und Audio bearbeiten
Nutzer von Adobes Videoschnittprogramm Premiere Pro CC können bei der Farbkorrektur im Lumetri-Bedienfeld künstliche Intelligenz nutzen, um auf Knopfdruck die Farbgebung und Lichtgestaltung eines Clips an die eines Referenz-Clips anzupassen. Die Automatik nimmt auf Hauttöne Rücksicht und spiegelt für manuelle Feinjustierung alle Einstellungen in den Farbwählern der Lumetri-Palette wider. Eine Split-Ansicht zeigt zwei Clips nebeneinander.
After Effects CC steuert Objekteigenschaften wie Position, Farbe und Text über sogenannte „Master Properties“. So wirken sich einmal geänderte Werte beispielsweise eines Schriftzugs auf verschiedene Versionen einer Komposition aus. Das „Essential Graphics Panel“ soll nun so gestaltet sein wie andere Creative-Cloud-Anwendungen. Neue Parameter für 2D-Position, Skalierung und Rotation ändern die Eigenschaften von Ebenen und Effekten. Mithilfe der Advanced Puppet Engine aus Photoshop ab CS5 kann man Grafiken nun über Pins verbiegen. In Premiere Pro können Kreative direkt auf animierte Titel des Diensts Adobe Stock zugreifen.
VR-Videos lassen sich in Premiere Pro und After Effects nun direkt mit getragener VR-Brille im virtuellen Raum bearbeiten. Schwebende Paletten zeigen die Clip-Position im 360-Grad-Video und in der Timeline an. So kann man Übergänge gestalten, Effekte einstellen und Ansichten festlegen. Bei der Online-Zusammenarbeit zeigt Premiere Pro, welche Kollegen online sind.
Premiere Pro schickt Projekte auf Wunsch in die Audio-Bearbeitung Audition CC. Das neu eingeführte Auto-Ducking senkt die Lautstärke von Hintergrundmusik ab, um die Dialog-Tonspur des Video-Clips hörbar zu machen. Künstliche Intelligenz soll hier für das richtige Maß sorgen. Über Keyframes kann man das automatische Ducking manuell nachbearbeiten. (akr@ct.de)