c't 9/2018
S. 33
News
Kaufmännische Webdienste

Faktura-Dienst invoiz erweitert

Der Webdienst invoiz gibt auch ohne eigene Buchhaltungsfunktionen einen Ausblick auf Steuerlasten.

Mit der Cloud-Anwendung invoiz können Selbstständige und Freiberufler ihre Kundenkontakte verwalten, Ausgaben und Arbeitszeiten notieren sowie Angebote und Rechnungen schreiben.

Seit März ermittelt invoiz außerdem Schätzwerte für Umsatz- und Gewerbesteuerschuld zum Ende jedes Abrechnungszeitraums. Dabei enthält der Dienst gar keine Buchhaltungsfunktionen, sondern nutzt die erfassten Einnahmen und Ausgaben nur für monatliche und jährliche Umsatzstatistiken.

So kommt der Dienst ohne Rückgriffe auf die DATEV-Schnittstelle und den regelmäßigen Austausch virtueller Pendelmappen mit dem Steuerberater aus. Trotzdem liefert er Anhaltspunkte für drohende Liquiditätsengpässe. Außerdem kann die Software Rechnungs-PDFs sowie digitale Quittungsbelege gebündelt an einen Steuerberater übermitteln.

Mit dem jetzt eingeführten Feature invoizPAY können Rechnungssteller ihren Kunden die direkte Online-Bezahlung ermöglichen. Dabei gibt der Empfänger wie in einem Webshop seine Kreditkartendaten ein und der Rechnungsbetrag wird auf ein Konto des Rechnungsstellers beim Bezahldienstleister stripe überwiesen.

Der Dienst lässt sich per Webbrowser, Android- oder iOS-App bedienen. Die Nutzung kostet nach Ablauf der 14-tägigen Probefrist je nach Umsatz des Anwenders monatlich ab 6,99 Euro netto. Der Hersteller Buhl hostet die Software auf eigenen, nach ISO 27001 zertifizierten Servern in Deutschland. (hps@ct.de)

Zuwachs für Dynamics 365

Microsoft meldet zahlreiche Neuerungen seiner Unternehmens-Mietsoftware Dynamics 365, darunter mehr als 100 neue Funktionen für Vertrieb, Business Intelligence und Optimierung von Geschäftsprozessen.

Neu hinzugekommen ist die Anwendung Dynamics 365 for Marketing. Sie soll Anwendern helfen, Werbeaktivitäten zu automatisieren und mit ebenfalls neuen Kernfunktionen bei Dynamics 365 for Sales Professional zu koppeln. Dabei geht es etwa ums automatische „Opportunity Management“, also die systematische Reaktion auf Kundenanfragen.

Dynamics 365 Business Central bietet als Cloud-Anwendung dieselben Funktionen wie die vor Ort installierbare Programmsuite Dynamics Nav für kleinere und mittelständische Betriebe. Darin finden sich Funktionen zur Finanzverwaltung, Warenwirtschaft, Fertigungssteuerung, für Vertrieb, Projektmanagement und Business Intelligence.

Allen Anwendungen gemeinsam ist die enge Integration in Microsoft Office 365. So klassifiziert beispielsweise Outlook eintreffende Mails automatisch und versieht sie mit Hinweisen fürs CRM. Außerdem können Anwender Geschäftszahlen jetzt mit natürlicher Sprache und Power BI analysieren und die Ergebnisse direkt in Excel weiter aufbereiten. Über Microsoft PowerApps und Flow lassen sich zusätzliche Funktionen schaffen und in bestehende Workflows eingliedern.

Nicht zuletzt soll die neu eingeführte Business Application Platform Unternehmen als Repository für selbstgeschriebene PowerApps und andere Dynamics- und Office-Anwendungen dienen. (hps@ct.de)

Autonome Oracle-Datenbank

Oracle hat seine Autonomous Data Warehouse Cloud als ersten Dienst auf Basis seiner autonomen Datenbank freigegeben. Nach Angaben des Herstellers steuert sich die Anwendung selbst: Durch Einsatz von Machine Learning soll sich die Datenbank bei Bedarf ohne menschliches Eingreifen selbst patchen, tunen und mit Updates versorgen. Lizenzkosten werden im laufenden Betrieb anhand des Verbrauchs von Rechenleistung und Speicherplatz ermittelt. (hps@ct.de)