c't Extra 2019
S. 132
Geschichte
Wie Linux entstand

Hauptsache kostenlos

Wie teure Unix-Lizenzen die Entwicklung von Linux befeuerten

Das Betriebssystem als Beigabe? Das gab es Anfang der 90er nur bei Personal Computern. Bei Unix-Workstations und -Servern zahlte man nicht nur einen exorbitanten Preis für die Hardware, das Betriebssystem kostete mehrere tausend Mark extra. Bis ein finnischer Student den großen Firmen das Geschäft verdarb.

Unix-Workstations waren in den 90ern eine ziemlich teure Anschaffung für Firmen und Universitäten: Zum Preis eines Mittelklassewagens gab es einen einzelnen Arbeitsplatzcomputer mit 64-Bit-Prozessor, kleiner SCSI-Festplatte und – ganz wichtig – einer Lizenz für das Unix-Betriebssystem. Einzelne Lizenzen ohne Hardware bekam man von den großen Anbietern wie Compaq, Digital Equipment (DEC), HP, IBM, SGI und Sun nicht. Deshalb konnte Vobis den von DEC gefertigten Highscreen Alpha AXP Ende 1993 mit Windows NT 3.1 für unter 10.000 Mark anbieten, während das gleiche Gerät mit Digital-Equipment-Emblem und Digital-Unix-Lizenz 15.000 Mark kostete.

Selbst frei verkäufliche Unix-Systeme für PCs wie Eurix kosteten 3000 Mark, enthielten aber kaum mehr als den Kernel und wenige Kommandozeilenprogramme für die Systemverwaltung. Eine grafische Oberfläche, Anwendungen oder Serverdienste waren nicht enthalten – diese bekam man groteskerweise kostenlos im Internet, programmiert von tausenden Wissenschaftlern und als freie Software veröffentlicht unter der GNU General Public License (GPL) der Free Software Foundation (FSF).

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