Make 4/2017
S. 62
Saalfliegen
Aufmacherbild

Fliegen mit Minimalenergie:

Vom Gummiantrieb zum Superkondensator

Saalflug ist eine faszinierende Sparte innerhalb der Modellfliegerei: Die nur wenige Gramm schweren Modelle bewegen sich wie in Zeitlupe durch die Luft, steigen in Turnhallen an die Decke und bleiben viele Minuten oben – mit minimalem Energieeinsatz. Neben dem klassischen Gummimotor-Antrieb stehen den Saalflug-Modellbauern heute Superkondensatoren als Energiespeicher für den Betrieb winziger Elektromotoren zur Verfügung.

Das klassische Saalfliegen mit Gummiantrieb (Wettbewerbsklasse F1D) wird schon seit den 1930er Jahren betrieben. Technologisch geht es um das Prinzip „Maximum ex Minimo“: mit einem ungesteuerten, frei fliegenden Modell möglichst lange Flugzeiten zu erzielen mit einer vorgegebenen Energiemenge. Dazu werden Materialien mit geringstem Gewicht bei gleichzeitig hoher Festigkeit eingesetzt. Seine Wurzeln hat diese Form der Modellfliegerei unter anderem in den USA, wo sehr früh hochwertiges Balsaholz zur Verfügung stand. Die Modelle waren durchweg mit hauchdünnem, in Regenbogenfarben schimmerndem Mikrofilm bespannt, den die Modellbauer selbst herstellten, indem sie einen Mix aus Zelluloselack und verschiedenen anderen Zutaten rund 0,2 µm dünn auf ein Wasserbad gossen.

Als die Flugzeiten von F1D-Wettbewerbsmodellen mit zunehmender Entwicklung nahezu eine dreiviertel Stunde (!) erreichten, wurden die Bedingungen drastisch verschärft. So wird das Gummigewicht neuerdings auf 0,4 Gramm limitiert, während das Modell mindestens 1,4 Gramm wiegen muss. Dennoch wurden trotz dieser Beschränkung bei den vergangenen Weltmeisterschaften, die im 50 Meter hohen Salzdom von Slanic in Rumänien stattfanden, bereits wieder Flugzeiten von einer halben Stunde erreicht.

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