Make 3/2019
S. 72
Reportage
Aufmacherbild
Bild: Robert Kapper, Frankenthal

Maker der Lüfte

Darf’s mal ein größeres Projekt sein? Etwa das eigene Traumflugzeug bauen und selbst fliegen – doch, das geht, auch ohne Studium der Luftfahrttechnik und ganz legal in Deutschland. Hilfe gibt es von Vereinen wie der Oskar-Ursinus-Vereinigung (OUV) – getreu deren Motto: Träumen – Bauen – Fliegen!

Ein Papierflugzeug falten – kein Problem. Ein Modellflugzeug mit vielen Details, mit Motor und Fernsteuerung basteln, das ist schon eine Nummer größer, aber doch noch ein typisches Maker-Projekt. Doch ein Flugzeug selbst bauen, in das man sich hineinsetzen und losfliegen kann, das dürfte doch eine Spur zu groß für Maker-Ambitionen sein, oder? Kommt darauf an, denn wer will, bekommt es hin – und die wichtigsten Grundfragen klären wir auf den nächsten Seiten. Wer so entstandene Flugzeuge aber einmal in der Realität am Boden und in der Luft sehen will, kann sich das live vom 21. bis 23. Juni auf dem Flugplatz im pfälzischen Bad Dürkheim selbst anschauen.

Denn dort findet in diesem Jahr das Sommertreffen der Oskar-Ursinus-Vereinigung (OUV) statt, der Deutschen Gesellschaft zur Förderung des Selbstbaus von Luftfahrtgerät. Seit über 50 Jahren begleitet dieser eingetragene Verein seine Mitglieder durch alle Phasen des Flugzeug-Eigenbaus von der Idee bis zur endgültigen Zulassung. Denn alle beim jährlichen OUV-Sommertreffen versammelten Maschinen sind offiziell zugelassen – sonst dürften ihre Piloten damit gar nicht durch die Luft anreisen. Vielleicht befinden sich manche noch mit einer vorläufigen Verkehrszulassung (VVZ) in der Phase der Flugerprobung, viele sind aber schon endgültig als sogenannte „Einzelstücke in der begrenzten Sonderklassezugelassen.

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