KI-nesische Aufholjagd
Bislang hat China keine ernst zu nehmende Chipindustrie. Mit der Entwicklung von Spezialchips für die künstliche Intelligenz könnte sich das ändern.
Seit wann spricht Donald Trump Chinesisch? In Tianjin, etwa eine Autostunde südlich von Peking, in einem glänzenden Bürogebäude hinter gut bewachten Toren, präsentiert das chinesische Unternehmen iFlytek Aufnahmen des US-Präsidenten auf einem großen Fernseher. In den höchsten Tönen – und in fließendem Mandarin – lobt Trump die Fortschritte des Unternehmens. Jedenfalls sind es Trumps Stimme und sein Gesicht, aber die Aufnahme ist natürlich gefälscht – eine selbstbewusste Demonstration der KI-Technologie, die iFlytek gerade entwickelt.
Jiang Tao lacht und weist den Weg zu weiteren Vorführungen. Während der gesamten Tour nutzt Jiang, einer der Mitbegründer des Unternehmens, ein tragbares Gerät, das seine Worte fast sofort vom Mandarin ins Englische übersetzt.