MIT Technology Review 6/2022
S. 26
Titel
Überwachung
Illustration: Edel Rodriguez

Digitale Apartheid

In Südafrika entsteht eine Blaupause für eine umfassende Überwachung der Bevölkerung. Die Basis dafür sind vernetzte Kameras und Künstliche Intelligenz. Eine Warnung für den Rest der Welt.

Karen Hao (Übersetzung: Jo Schilling)

Die Kameras sind noch nicht da. Aber die Fasern. Thami Nkosi zeigt auf den schwarzen Kasten an einem Strommast. Er steht in der Vilakazi Street in Soweto, einem historischen Vorort von Johannesburg. In der Straße wohnten einst zwei Friedensnobelpreisträger: Südafrikas erster schwarzer Präsident Nelson Mandela und der Anti-Apartheid-Aktivist und Theologe Desmond Tutu. Es sei immer so, sagt Nkosi. Erst kommen die Glasfaserkabel, dann die Überwachungskameras. Die Kameras sind nutzlos, wenn es keine verlässliche Verbindung gibt, um ihre Videobilder zurück in einen Kontrollraum zu senden, wo sie von Menschen und Algorithmen überwacht werden können.

Johannesburg ist eine wachsende Megastadt, in der derzeit ein einzigartiges südafrikanisches Überwachungsmodell entsteht. Bürgerrechtsaktivisten sehen bereits ein Anheizen der digitalen Apartheid und das Aushebeln demokratischer Freiheiten der Menschen.

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