Apple MacBook Pro 2022 mit M2-Prozessor im ersten Test
Seite 2: MacBook Pro 13": Akkulaufzeiten, LĂĽfter, Touch Bar
Die Kapazität des Stromspeichers bleibt bei 58,2 Wh, aber dank der verbesserten Leistung bei gleich gebliebener Leistungsaufnahme von 15 Watt TDP erhöht sich die Akkulaufzeit: Ein bildschirmfüllendes Video in Dauerschleife konnten wir bei jeweils 200 Candela/qm Helligkeit 18,5 statt 13,4 Stunden lang abspielen, das ist eine Verbesserung um 38 Prozent. Bei sehr geringer CPU-Last haben sich die Akkulaufzeiten allerdings leicht verschlechtert: mit voller Helligkeit von 11,2 auf 10,7 Stunden und bei 100 Candela/qm von 28,8 auf 26,9 Stunden. Hierbei ist der größte Verbraucher das Display und der Prozessor spielt fast keine Rolle.
Den eingebauten Lüfter bekamen wir bei den Benchmarks – wenn überhaupt – nur leise (0,2 Sone) bei einigen Spielen, die in der Rosetta-Emulation liefen, zu hören. In der schallisolierten Messkabine ließen wir Cinebench 23 eine halbe Stunde auf allen acht CPU-Kernen arbeiten und das Geräusch erreichte noch gute 0,3 Sone. Erst als wir Cinebench und Shadow of the Tomb Raider gleichzeitig laufen ließen, drehte der Lüfter kräftig hoch und lärmte mit 2,5 Sone.
Vieles blieb unverändert, auch die Touch Bar
Das 13,3-Zoll-Retina-Display mit recht breitem Rand zeigt nach wie vor 2560 mal 1600 Pixel, True Tone, P3-Farbumfang und eine Helligkeit von 500 Candela/qm, im Test waren es 474. Geblieben ist die FaceTime-HD-Kamera mit nicht mehr zeitgemäßer 720p-Auflösung, der Ring mit drei Mikrofonen, der Fingerabdrucksensor, die gute Tastatur mit Scheren-Mechanismus, 2x Thunderbolt 3, die Mini-Klinken-Buchse auch für hochohmige Kopfhörer, Bluetooth 5 und WLAN 6. Die Touch Bar mit benachbarten ESC- und Einschalttasten (inklusive Fingerabdruckscanner Touch ID) gibt es nur noch bei diesem Modell.
Wie bisher kann man an das MacBook Pro 13" mit Apple-Prozessor nur einen externen Bildschirm anschließen, wenn auch mit einer Auflösung von bis zu 6K. Bei den Modellen mit Intel-CPU waren es zuletzt zwei externe Monitore. Das beiliegende Netzteil liefert immer noch 67 Watt.
Erstes Fazit: MacBook Pro gegen MacBook Air 2022
Der M2-Prozessor erreichte im Test die von Apple versprochenen Leistungssteigerungen gegenüber dem ja bereits wegen seiner Schnelligkeit und Sparsamkeit hochgelobten M1-Chip. Das restliche MacBook Pro 13" hat Apple leider nicht überarbeitet und so fällt es gegenüber dem bald verfügbaren aufpolierten MacBook Air mit M2-Chip in einigen Bereichen ab, etwa bei der Webcam, dem Display und der zusätzlichen Ladebuchse mit MagSafe.
Das Apple MacBook Pro bleibt aber überlegen bei der Akkukapazität, der Netzteil-Leistung und der aktiven Kühlung sowie je nach Bedarf auch bei der Touch Bar. Trotz all der berechtigten Kritik an den wenigen Veränderungen am MacBook Pro 13" bleibt festzuhalten, dass es immerhin von Apple als Erstes den neuen Prozessor spendiert bekommen hat. Wem der Rechner so nicht gefällt, der kann ja zum neuen MacBook Air greifen. Das kostet übrigens mit einem Preis von knapp 1500 Euro nur 100 Euro weniger als das MacBook Pro und hat im Einstiegsmodell zwei Grafikkerne weniger.
Worin sich die beiden MacBooks im Detail unterscheiden, wie sie im Vergleich abschneiden und viele weitere Details bringen wir in Mac & i Heft 4/2022, das ab 4. August im Handel erhältlich ist. Abonnenten erhalten den Artikel im Rahmen des Mac & i Club vorab per E-Mail als PDF und HTML.
Apple MacBook Pro 2022 kaufen
Das neue MacBook Pro 13 Zoll mit M2 soll ab Freitag, 24. Juni, im Handel erhältlich sein – in Apple-Läden und manchen Shops von autorisierten Apple-Händlern. Parallel zum Verkaufsstart will Apple auch mit der Lieferung erster Geräte an Vorbesteller beginnen. Das neue MacBook Pro ist weiterhin nur in Space Grau und Silber erhältlich, das Basismodell mit 8 GByte Arbeitsspeicher und 256 GByte SSD kostet bei Apple knapp 1600 Euro. In der Maximalausstattung mit 24 GByte RAM und 2 TByte SSD steigt der Preis des 13" MacBook Pro auf knapp 3000 Euro.
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