Immer-dabei-Kamera im Test: Canon EOS 2000D vs. Sony RX100 VI und Panasonic LX100 II

Seite 4: Fazit - Kompakte mehr als Gelegenheitskameras

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Sind edle Kompakte besser als Einsteiger-DSLR? Unsere Eingangsfrage lässt sich nicht so einfach beantworten. Ja, edle Kompakte überzeugen mit einer hochwertigeren Haptik, einer umfangreicheren Konfigurierbarkeit und vielen technischen Extras. Ja, ihre Bildqualität ist längst auf dem Niveau einer Systemkamera angekommen. Und ja, die fest verbauten Objektive müssen sich nicht hinter Kit-Objektiven verstecken – im Gegenteil: Teils bieten sie mehr Brennweite, mehr Lichtstärke und damit mehr Gestaltungsspielraum.

Doch nein, eine Alternative für jedermann sind sie nicht. Dafür sind sie schlichtweg zu teuer. Alle, die nur eine einfach gute Immer-dabei-Kamera suchen, greifen heute fast besser zur Einsteiger-Systemkamera mit oder ohne Spiegel. Sie gibt es für unter 500 Euro. Die Gehäuse sind noch kompakt, der Funktionsumfang ist überschau- und beherrschbar und die Bildqualität ist mehr als solide. Sparen mit Systemkamera – eine echte Trendwende. Sollte die dann doch mehr in der Ecke schlummern, als fotografieren, haben Sie wenigstens nicht so viel Geld in den Sand gesetzt.

Die edlen Kompakten rufen dagegen heftige Preise auf. Panasonics LX100 II gehört mit knapp 950 Euro zu den günstigeren Vertretern ihrer Kaste. Für Sonys RX100 VI legen Interessierte schon über 1200 Euro auf den Ladentisch. Diese Kameras sind für Gelegenheitsfotografen oder Einsteiger überdimensioniert. Sie richten sich an erfahrene Fotografen, die gezielt eine Zweitkamera oder eine DSLR-Alternative für bestimmte Anwendungen suchen. Die RX100 VI ist beispielsweise eine potente Reisebegleiterin, mit der man Gepäck spart. Die LX100 II spricht mit ihrem analogen Handling Fotografen an, die ein individuelles Werkzeug suchen. (ssi)